Hi,

Edgar Kuchelmeister schrieb:
....


ich bin etwas verwundert, möchte dennoch nicht unbedingt eine Meinung abgeben, weil ich die Vorgeschichte nicht kenne. Verwundert ob dem scheinbaren bürokratischen Aufwand der betrieben werden soll; aber auch verwundert, dass es ja wohl eine Festlegung bereits gab, die hier aber keine Anwendung finden soll.

Es gab bisher zu jeder CoLead-Wahl Festlegungen, die mit der nächsten 
modifiziert wurden. Insofern gebe ich Jörg recht - es ist ungünstig, dass eine 
einmal gefundene Regelung nichtmehr angwendet wird. Andererseits ist das bei 
uns nicht ganz unüblich (und auch nicht unbedingt schlecht).
Bitte bedenkt, dass die letzte Wahl ein Jahr zurück liegt und das Projekt lebt 
...


Ist denn die Gefahr einer Manipulation vorhanden, bzw. sollte wirklich jemand Interesse daran haben, einen der beiden Kandidaten auf den Posten zu schummeln?

Genau das war der Grund für die letztjährige Regelung. Damals wurde unterstellt, dass 
Wahlen im Projekt manipuliert wurden, dass Kandidaten möglicherweise bevorzugt werden, 
dass sich einzelne "an die Macht" drängen könnten. Dem ganzen gingen mehrere 
Wochen sehr hitziger Diskussionen voraus, die zu erheblichen Unstimmigkeiten im Projekt 
führten (unter anderem verliessen einige aktive Mitglieder das Projekt, auch einer der 
damaligen CoLeads, der andere CoLead stand zeitweise unter heftigster Kritik ...). 
Bernhard Dippolt hatte iene Zusammenfassung der Diskussionen geschrieben, evtl. hat 
jemand den Link parat.
Bzgl. der Wahlen möchte ich es so zusammenfassen, dass das Vertrauen in die 
Arbeitsfähigkeit des Projektes tief erschüttert war.

Deshalb verstehe ich die frage nicht ganz, was sich heute in Bezug zur 
Situation vor einem Jahr geändert hat.


Und welche Sicherheit bietet der (als aufwändig bezeichnete) Wahlvorgang, der wohl einstmals als Standard beschlossen wurde?

Er definiert ein paar klarere Regeln. Z.B. wird explizit gesagt, dass Projektmitglieder wählen dürfen, wobei "Projektmitglied" über den Observer-Status im de-Projekt definiert wird. Zusätzlich wurde statt der lockeren Stimmabgabe per Mail ein externes Tool (webbasiert) benutzt. Damit wurde z.B. geprüft, dass nur Observer wählen, die Daten wurden unabhängig gesammelt ... Im Moment liegt die Auszählung des Wahlergebnisses eben bei den beiden CoLeads. Genau dieses externe Tool macht aber den Hauptaufwand. Es ist unabhängig von unserer Web-Infrastruktur und muss deshalb erst mit Daten versorgt werden. Wir haben keinen direkten Zugriff darauf, womit "interne Manipulation" weitgehend ausgeschlossen ist, aber das einrichten des Tool komplizierter wird.

Das alles trägt sicher dazu bei, die Sicherheit zu erhöhen und die Wahlen 
weniger anfechtbar zu machen. Aber machen wir uns nichts vor ... würde jemand 
ernsthaft einen Antrieb haben, das Ergebnis manipulieren zu wollen, würde er 
auch einen Weg finden.

André



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