Hallo,


Am 24.07.2010 01:30, schrieb Nino Novak:
Hallo,

nur mal so als Anregung "wie man es auch machen kann" (vielleicht liest
ja jemand in Hof mit ;)

hab es erst jetzt gelesen ;)


Bin gerade zufällig dem Link zu BackInTime (in der users-Liste) gefolgt
und habe dort [1] - ganz spontan - mal eben 19 Übersetzungen getätigt.
Empfand das Ganze recht anregend gestaltet und sehr einfach und völlig
ohne Technik-Kenntnisse per Webformular bedienbar.

Das ist weitestgehend auch mit Pootle machbar (zumindest, wenn man eine aktuelle Version auf dem Server installiert). Im reinen Übersetzungsbereich ist Pootle wahrscheinlich sogar besser, Launchpad hat aber dafür integrationen in andere Projektwerkzeuge.


Wollte das nur mal als kleine Anregung für eine "community-freundliche
Übersetzungsschnittstelle" kund tun, vielleicht mag sich das der eine
oder andere ja mal anschauen.

Jepp - wird angeschaut, bzw. wurde hauptsächlich von den Franzosen).
Als technische Plattform wurde es zum Teil sogar als besser empfunden, als Pootle - allerdings war Launchpad lange Zeit keine Freie Software und wir haben aus diesem Grund mit Pootle angefangen.

Natürlich gab es dort kein Translation Memory und es war nur eine
primitive Webschnitte - aber trotzdem, für solche "sporadischen
Gelegenheits-Aktivisten" eben mal attraktiv genug.

Jepp, aber - bitte nicht missverstehen - die Fehlerquote von "sporadischen Gelegenheits-Aktivisten" ist viel zu hoch. Gerade, wenn kein Translation Memory bereitsteht oder eine Terminologie (beides bietet Pootle). Ohne diese Werkzeuge enden Geglegenhaitsübersetzungen schnell im Chaos. Und bei einem Gesamtvolumen von 90.000 Wörtern ist es auch be performanten Tools für die (wenigen) Verantwortlichen nichtmehr machbar, Übersetzungsvorschläge, die von sporadischen Helfern hereinkommen zu bewerten und prüfen. Back in time hat insgesamt nicht einmal 164 Segmente und trotz des leicht zugänglichen Webfrontends keine 100% Übersetzung. Das ist ein Umfang, den schütteln wir mit unseren Werkzeugen und Prozess in max. 2 Tagen aus dem linken Ärmel (wenn wir wissen, wann das gemacht werden soll). Und da ist Übersetzung und Review inbegriffen.

Beim drüberschauen, fallen bei BackInTime sofort mehrere typische Fehler auf, die eben duch "mal nebenher übersetzen" entstehen. Z.B. wird Snapshot inkonsistent übersetzt: meistens Snapshot, in Segment 53 und 106 aber plötzlich Schnappschuss - der korrekte Vorschlag in Segment 53 "Snapshots" wurde auch nach knapp einem Jahr noch nicht angenommen. Bei einem "Außschluß Muster" hätte ich hier ziemlich schnell einen Issue werden falscher Schreibweise. Segment 115 "Wo die Snapshots gespeichert werden sollen" würde hier als Beispiel für leichte aprachliche Entgleisung dienen ;)

Das ist alles nicht schlimm. Ich benutze zwar Back in Time nicht, aber ich gehe mal davon aus, dass die Anwedner trotz dieser kleineren Übersetzungsmängel gut damit zurecht kommen. Aber - für eine Office-Suite mit ca. 100 Mio anwendern, davon vielleicht 1 Mio in beruflichem Umfeld geht sowas nicht.


Im Moment bin ich mit der Rate an neuen Übersetzern "gerade noch zufrieden" (und jeder, der in Hof war, wird dir bestätigen, dass ich mich als extermer Pessimist geoutet habe :D ). Mit einer etwas positiveren Grundeinstellung würde ich vormulieren, dass es einfach geil ist, dass wir in den letzten beiden Übersetzungsrunden jeweils einen Helfer dazubekommen haben - beide leisten gute Arbeit und scheinen auch in den nächsten Runden dabei sein zu wollen.


Ansonsten - bin ich auch dafür, möglichst leicht zugägliche Werkzeuge zu verwenden, die schnelles Arbeiten ohne großen Lernaufwand ermöglichen. Nur müssen diese Tools auch dazu geeignet sein, unser Ziel
(100% Übersetzung in UI und Hilfe mit einem gewissen Qualitätsanspruch).

Gruß,

André

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