Hallo allerseits,
Ulf Bro ſchrieb am 10.09.2009 07:32 Uhr:
Exakt diesen Ansatz würde ich für Neo3 vorschlagen, idealerweise mit unterschiedlichen Programmen, jeweils leicht unterschiedlichen Gewichtungen und insbesondere (!) verschiedenen Textkörpern.
Hier muss ich entschieden widersprechen. Ich hatte eigentlich vor, dieses zu
einem eigenen Thema zu machen, aber wir können es auch hier nehmen.
Die ›sauberere‹ Lösung ist es jedoch, eben schnell das Betreff zu wechseln:
Stilregeln
[…]
• Bitte den Betreff stets so setzen, dass man auf das Thema schließen
kann.
http://wiki.neo-layout.org/wiki/Mailingliste
Aber zur Sache: Das man eine solide Textbasis braucht, damit
statistische Untersuchungen von Tastaturlayouts hieb- und stichfest
sind, scheint außer Frage zu stehen – schon allein da alle folgenden
Optimierungen hinfällig werden, wenn die Analyse auf einem unpassenden
Textkorpus basiert.
Man braucht nur einen Textkörper, und zwar soll der aus 1000 Zeitungsartikel
und/oder billige Romane bestehen.
Mit dieser Ausſage habe ich gleich mehrere Probleme:
• Warum ausſchließlich Zeitungsartikel und Romane?
• Warum unbedingt 1.000 – und nicht 9999 oder 1.001?
• Warum müssen die Romane ›billig‹ sein? Neo 3 – das Tastaturlayout für
Anspruchslose?
Mir scheint es viel sinnvoller zu sein, einen möglichst breit
gefächerten Textkorpus zu analysieren und sich keinesfalls auf die FAZ
oder die TAZ zu beschränken. Der normale Computernutzer schreibt eben
nicht ständig Zeitungsartikel (es sei denn, er ist Redakteur vom Beruf)
oder schreibt Romane (es sei denn, er ist Autor vom Beruf), sondern
chatet ein wenig, schreibt ein paar E-Mails oder liest in der Wikipedia
… das sind Dinge, die man keinesfalls außen vor lassen sollte. Wenn man
beispielsweise die Quelltexte der Wikipedia analyiert, sind [[ und ]]
die mit Abstand wichtigsten Bigramme – derartige Erkenntnisse sind in
Hinblick auf die Gestaltung der 3. Ebene sehr wichtig.
Ich bin des weiteren dagegen, sich an irgendwelchen Zahlen als
Zielangaben festzuklammern und stattdessen einen möglichst reichhaltige
Datengrundlage anzustreben. Und ich finde, dass es durchaus Sinn machen
könnte, etwa für diverse Programmier- und Auszeichnugsſprachen einen
einen Korpus zu erstellen und ihn auch separat auszuwerten – Stichwort
Modularisierung.
Neo 3 sollte sich nicht von vorne heraus durch eine verkrüppelte
Datenbasis selbst beschränken, sondern es gerade hier besser machen als
Neo 2. Insbesondere sollte der final verwendete Textkorpus dokumentiert
– sprich festgehalten – werden, um spätere Analysen, Vergleiche etc. zu
ermöglichen.
Viele Grüße,
Dennis-ſ