Stephan Hilb schrieb am 18.09.2009 um 17:36 Uhr:

> Könnte mir einer erläutern, warum „ä“ eine gute Position auf
> der Tastatur sein sollte?

Ich hoffe, ich habe mich mich mit meiner letzten Mail nicht allzu
unbeliebt gemacht, aber mich würden durchaus die verschiedenen
Ansichten zu der Position „ä“ interessieren.
Nach erneutem Überfliegen der Diskussion habe ich vier Mails
(ausgenommen meine) gefunden, die ebenfalls die Position „ä“ als
schlecht zu erreichen einstufen, aber umgekehrt keine einzige, die sie
als gut zu erreichen einstuft.

Wären wir uns damit einig, dass die Position „ä“ auf alle Fälle
schlechter ist, als die Positionen „lcwuiaeop“ (Grundreihe, die 3
rechtsliegenden Tasten auf der Oberreihe und „p“ auf der Unterreihe)?

Erfreut sich Enter auf „ä“ also nur wegen der Analogie („nach unten“) so
großer Beliebtheit?
Sollte man nicht den ergonomischen Aspekt bei solch einer häufig
verwendeten Taste beachten?

Hans-Christoph Wirth schrieb am 21.09.2009 um 16:50 Uhr:

> Nicht jede Funktion kann auf einer absolut guten Taste liegen, da es 
> mehr Funktionen als absolut gute Tasten gibt; es sollte aber jede 
> Funktion im Zusammenhang mit den anderen auf einer befriedigend guten 
> Position liegen.

Das kann ich gut verstehen und ebenso ist eine Wertung der Funktion
wichtig, um deren Position zu entscheiden.
Angenommen, diese Wertung wäre in WASD-Konservativ berücksichtigt
worden, so müssten die Funktionen „Insert“, „Undo“ und „Esc“ allesamt
wichtiger sein als die Funktion „Return“ und eben das kann ich nicht
nachvollziehen (Es kann gut sein, dass ich hier nicht mehr Recht habe,
sollten die Statistiken zur Haupttastatur von Pascal ein anderes Bild
ergeben, aber von dem, was ich bisher von dem allgemeinen Meinungsbild
mitbekommen habe, liegen diese Tasten um einiges besser).


Hans-Christoph Wirth schrieb am 18.09.2009 um 13:00 Uhr:

> • bei Navigation sind die Positionen z/x gegenüber den Positionen ü/w 
> mindestens gleichwertig (z.B. weil Navigation kaum im Textfluss 
> stattfindet, teilweise sogar die Hand eigens zur Navigation an die 
> Tastatur bewegt wird)

Dieser These kann ich nicht im geringsten Zustimmen:
 • Navigation findet sehr wohl beim Schreiben statt, wenn man
 beispielsweise ein Wort vergessen hat und mit den Pfeiltasten dorthin
 navigiert (evtl. auch mit Modifier gedrückt, um ganze Wörter oder
 Absätze zu überspringen).
 • Wenn meine Hände nicht an der Tastatur liegen, so bewege ich sie
 nicht eigens zur Navigation dorthin. Wozu gibt es denn heutzutage die
 Maus? Die ist gut zu erreichen und mit ihr lässt sich präziser und
 schneller navigieren. Warum sollte ich mich da dann mühsam noch darum
 kümmern, meine Hände in die Grundstellung zu bringen, die Ebene4 zu
 aktivieren, mir um die Modifier für den Wort- oder Absatzsprung
 Gedanken zu machen und dann die Pfeiltasten zu betätigen?
 • Und selbst wenn es so sein sollte, dass ich die Tastatur eigens zur
 Navigation an die Tastatur führe, so spielt es durchaus eine Rolle,
 ob ich meinen Finger um knapp 2 Tastenbreiten oder nur um eine bewegen
 muss (Ich gehe davon aus, dass die Grundstellung benutzt wird, denn
 wenn nicht: Warum dann nicht den normalen Navigationsblock verwenden?)


Ich komme zu dem Schluss, dass die Positionen der Tasten auch bei dem
Navigationsblock die entscheidene Rolle spielen. Analogien sind schön
und gut, aber sie werden eben nie eine solch große Priorität haben, wie
der ergonomische Aspekt.

Für alle, die noch nicht meine aktuelle Position in der
Navigationsblock-Diskussion kennen:

Ich stehe mit allen Vorschlägen, die eine wichtige Taste, wie Enter
oder Tab auf „ä“ oder „z“ legen auf Kriegsfuß.


Gruß, Stephan


PS: Ich warte sehnlichst auf die Ergebnisse der
Tastenbewertungsanalyse, um dann (hoffentlich) noch mehr
Argumentationsstoff in die Diskussion einfließen lassen zu können.

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