2009/12/4 Karl Köckemann <[email protected]>:
> Hallo Ihr Lieben,

Hallo :)

> da Neo2 zum Abschluss gebracht werden und deshalb das Thema
> Navigationsblock wieder aufgegriffen werden soll, sei - der Zufall
> spielte eine Rolle - mag das hier mittendrin geschehen.
>
>
> Am Fri, 18 Sep 2009 04:16:48 +0200
> schrieb Martin Roppelt <[email protected]>:
>
>> Eine Abstimmung mehr nach diesem Vorbild wäre mir lieber:
>>
>> http://dudle.inf.tu-dresden.de/Neo Nav4/
>
> Zufällig stolperte ich darüber und stelle nun fest, dass ich der
> einzige bin, der für die vi-Belegungen gestimmt hat.
>
> Das hängt nicht mit vi zusammen; vi nutze ich nicht. Mir ging es darum,
> die Cursorsteuerungstasten in der Grundpostition der Hand zu haben.
>
> […]
>
> […]
>
> Genau das ergibt die wichtigste Ähnlichkeit, die eine für den Menschen
> optimierte Belegung erfordert:
> vier Finger - kleinste Schritte == kleinste Schritte - vier Funktionen
> Also: ←↑↓→ nebeneinander auf die Grundposition gelegt.
> vier Finger - Grenzübertritt ==  vier Funktionen - Grenzübertritt
> Also: ⇱⇟⇞⇲ so legen, dass die Finger einen Reihenwechsel machen.

optimiert auf fingerwiederholungen vielleicht ja …

> Manche Tastschreiber mögen sich angewöhnt haben, ←↓→ in einer Zeile
> zu tippen und ↑ mittels Reihenwechsel: Nun denn, das ist - ebenso
> Qwertz-Tippen - eingeübt, allerdings nicht gehirngerecht, nicht dem
> Menschen entgegenkommend.

… aber keinesfalls – finde ich – ist ←↑↓→
gehirngerechter/menschenfreundlicher als ←↓→ + ↑. wieso auch? jede
spielekonsole und jeder handheld (und noch früher gamepads und
joysticks) haben ein steuerkreuz. man drückt einfach in die richtung,
in die man sich bewegen will – wenn  alles in einer zeile ist geht der
zusammenhang verloren. woher soll ich wissen ob jetzt ↑↓ oder ↓↑ in
der mitte ist? bei der steuerkreuzanordnung ist hingegen sofort klar,
welche richtungstasten wo liegen.

> Genau den Hauptanpruch erfüllen nur die die beiden vi-Vorschläge.
> Sie, und denkbare Varianten davon, verdienen größere Beachtung. Wer die
> nicht gehirngerechte Anordnung von ←↓→ und ↑ gewohnt ist, merkt erst
> nach einer Weile, dass sich ←↑↓→ in einer Reihe angeordnet besser
> handhaben lassen.

ich bin noch immer der meinung, dass ein steuerkreuz gehirngerechter
als eine zeile ist. siehe vorigen absatz

> ====
> Gäbe man Qwertz-Tastschreibern einen Treiber an die Hand, der nur
> die Neo-Ebene3 zur Qwertz-Belegung hinzufügt, dann würden selbst
> eingefleischte Qwertz-ler nach einer - für die Ebene leicht fallenden -
> Umgewöhung dafür bald nicht mehr freiwillig in die Zahlenreihe greifen
> (und mehr von Neo haben wollen ;-) ). (Mit nur CapsLock als M3 würden
> die Zeichen der rechten Hand bevorzugt auf dem Hauptfeld getippt, die
> der linken weiterhin auf der Zahlenreihc.)
> Spätestens dann wird klar, dass gut Eingeübtes leicht aufgegeben wird,
> sobald etwas gehirngerechtes angeboten wird. Durch Einüben allein lässt
> sich die Natur nun einmal nicht überlisten.
> ====

das steht außer frage, ebene 3 ist einfach nicht mehr wegzudenken

> Ob so eine Anregung in dieser Diskussion schon einmal aufkam, ist mir
> nicht bekannt. Die Diskussion ist zu umfangreich, als dass ich sie nun
> noch nachvollziehen könnte.

mit »gehirngerecht«-argumenten glaub ich noch nicht. kann ich auch
nicht nachvollziehen. siehe oben ;)

> Es kommt nicht darauf an, die Tastenbelegung zu verbessern, sondern sie
> zu vermenschlichen. In dem Sinne ist der Ansatz gemeint, die vier ←↑↓→
> auf die Grundposition zu legen. Daraus können sich weitere
> Möglichkeiten ergeben.
>
> Bei den anderen dem Navigationsblock zuzuordnenden Funktionen spielen
> deren Funktionenbigramme eine erhebliche Rolle, und die bessere
> Erreichbarkeit der wichtigeren bzw. häufigeren Funktionen. Die
> Merkbarkeit ihrer Anordnung spielt zwar weiterhin eine Rolle, jedoch
> nicht auf Kosten der Wichtigkeit bzw. Bigramme anderer Tasten.

hier scheiden sich die geister auf der ML: sind bigramme beim
navigationsblock wirklich wichtig oder vernachlässigbar? bigramme wie
return+tab eventuell, aber ob man pgup+pgdn wirklich als bigramm
zählen kann?

> Zudem kann überlegt werden, ob manche Anforderungen verzichtbar sind,
> z. B. Escape in die obere linke Ecke zu legen. In der Bevölkerung wird
> es zu wenige Anwender geben, die Escape tatsächlich oft genug gebrauchen
> (dazu zähle ich mich), als dass für Escape ein so guten Platz
> gerechtfertigt werden könnte. Naja, bei ſ wird es auch so sein - ob
> es einen so guten Platz halten können wird, wenn erst viele Menschen
> mit Neo zu tun haben und Wünsche äußern, wage ich zu bezweifeln.

in der bevölkerung wahrscheinlich schon, aber viele neolinge – vor
allem die »wie-eier« – wollen unbedingt eine gut erreichbare position
für escape, da nun mal die meisten vi-shortcuts mit escape beginnen.
darum wurde bei der letzten inkarnation von leia auch esc wieder auf
die aktuelle position gelegt, um so die mir bekannten vi-nutzer
zufrieden zu stellen.

> Mit netten Grüßen
> Karl

lg, daniel (von der leia-fraktion *g*)


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