Am Tue, 1 Dec 2009 00:06:09 +0100 schrieb Alexander Koch <[email protected]>:
> Frank schrieb: > Alle Hardware-Versuche sind zum Scheitern verurteilt, wenn man darauf > nicht jedes andere beliebige Layout laden kann, [...] Das heißt, dass > der Entwurf zumindest so allgemein sein müsste, dass einiges an > Grundfunktionaltät erhalten bleibt. Das ist ein wichtiger Aspekt, der die Vorüberlegungen zur Hardware weiter führt, aber auch komplexer werden lässt. Alle neuerdings nahegelegten Eigenschaften, die eine ergonomische Hardware erfüllen soll - und größtenteils auch muss -, laufen auf den Einbau eines programmierbaren Keyboard-Encoders hinaus. Das Bauteil kostet pro Tastatur bis zu 10 Euro mehr als Keyboard-Encoder mit fixer Keymatrix. Die Mehrkosten lassen sich durch die dann geringer mögliche Tastenanzahl verringern. Der US-Hersteller des SK5101 zeigt sich auch bei geringen Stückzahlen entgegenkommend. Die einzige denkbare Alternative (Microcontroller) wäre nur umsetzbar, nachdem die Funktion jeder Tastenposition unveränderlich feststeht. In dem Fall müsste man Unternehmen suchen, die solch geringe Stückzahlen von Mikrocontrollern (als Keyboard-Encoder mit fixer Keyboardmatrix programmiert) günstig bereitstellen. Das stelle ich mir schwierig vor. > • Das Neo 3 DE-Modul: Hier werden die auf die deutsche Sprache > optimierten Grundbuchstabenpositionen festgelegt, äöüß definiert, > etc. und wichtige Anpassungen an das aus dem Grundmodul dann > automatischen Anordnung ergebenen Layout, spezifiziert, damit am Ende > das Optimum für die Sprache rauskommt, wobei gleichzeitig versucht > wird, unnötige Umstellungen gegenüber dem Grundmodul (die zum > unnötigen Umlernen beim Sprachen-Umstellen führen würden) zu > vermeiden. Das spricht dafür, äöüß mittels gut erreichbarer Tot-Funktion zu erzeugen. > • Das Neo 3 Hardware-Modul: Ein Entwurf für optionale > Hardwareanpassung, damit man beim Einsatz der entsprechenden Hardware > die Vorteile von Neo mit maximaler Ergonomie nutzen kann. Hier können > alle dran rumschrauben, die Lust haben, ohne den Rest von Neo 3 groß > zu verändern. Neo3 sollte jedoch auch aus den Erkenntnissen der Hardwareentwicklung lernen - und (soviel kann schon jetzt sicher gesagt werden) ergonomisch unvertretbar schlecht erreichbare Tasten unbelegt lassen. > Dies würde auch zur Modularisierung der Tastatur etwas beitragen, > d.h. dass man in den Einstellungen wählen kann, ob man auf Ebene 5 > Griechisch haben will, oder z.B. analog zu > http://www.cen.eu/cenorm/sectors/sectors/isss/activity/ws+meek.asp > bzw. zur Europatastatur eine Ebene 5/6 mit häufigen Zeichen, die > europaweit genormt sind, z.B. a(E5) = ə, s(E5)=ß, z(E5) = ʒ, t(E5)=þ, > o(E5)=œ, … legen kann. Diese würden quasi im Grundmodul für alle > Sprachlayouts spezifiziert. So ganz verstehe ich das noch nicht: Ist mit "in den Einstellungen wählen kann" die Software gemeint oder die Hardware? Die genannte Internetseite führt zu PDF-Dateien, von denen mir zufällig ein Vorschlag für eine neue finnische Belegung unterkam. Was nutzen den armen Finnen all die tollen Zeichen, wenn weiterhin unbefriedigend erreichbare Tot-Tasten-Positionen gegriffen werden müssen? Dort wird es weiterhin so sein, dass der linke kleine Finger nur eine Spalte spreizt, wo der rechte drei Spalten spreizen muss; und die Daumen haben mit der Leertaste zu wenig zu tun. Die Hardware-Ergonomie - und somit die Bedienbarkeit - sowie die Belegbarkeit der Tasten wird miserabel bleiben, solange die Grundposition der Hände falsch auf der Tastatur liegt. Wie arensito2 vorbildlich beweist, führt die minimale Änderung auf der Standardtastatur zu enormen Verbesserungsmöglichkeiten, die sogar bei Qwertz-Belegung spürbar würden. Die Grundstellung eine Reihe höher und eine Spalte weiter nach rechts zu legen, sowie die Leertastenkappe durch eine 1x1-Tastenkappe zu ersetzen, wäre im Sinne eines Europaprojekts von großem Vorteil und zugleich eine Wohltat für die Anwender. Für Qwertz-ler ließe sich sicherlich ein Treiber bereitstellen, der ihn die Buchstaben unter den gewohnten Fingern beibehalten lässt, trotzdem seine Hände eine sinnvollere Grundpositon auf der Tastatur haben. Allenfalls die Daumen bekämen etwas zu tun - und sei es Tote Tasten bedienen. Bliebe nur noch das Tauschen der Tastenkappen, was so ziemlich jeder zu bewältigen vermag, der einen BH-Verschluss geöffnet bekommt. In vielen Projekten ist der Mut vorhanden, jedoch gelangt er wohl nicht hinreichend in die Politik, wo sehr weitreichende Entscheidungen möglich sind. Genug abgeschweift - sorry, das Bild für den vorschlag der finnischen Tastatur hat mich tatsächlich geärgert -; zurück zum Thema. > Vom Hardware-Team würde ich mir v.a. wünschen, dass die > Ebenen-Wechsel logischer und die toten Tasten noch > einfacher/sinnvoller integriert werden, Ja, das wünsche ich mir ebenfalls. > für meinen Geschmack liegen sie immer ein bisschen weit draußen und > werden eher selten angefasst. Vielleicht mag ich eine Ausnahme sein, jedoch habe große Schwierigkeiten, die Position der Toten Tasten zu greifen. Dass ich sie selten nutze, verstärkt zudem, dass deren Greifen bei mir wohl nie zufriedenstellend verinnerlicht wird. > (Dafür, dass das Ziffernfeld optional ist, habe ich ja bereits > hingearbeitet). Vielen Dank! Das ist eine hervorragende Verbesserung, die sinnvolle Arbeitsplatzergonomie einhält. > Wenn sie so bequem wären, dass die Extra-Tasten üöä > unnötig werden würden, wäre das perfekt. Mir fiele da im Moment aber > auch nicht viel ein, außer sie ins Hauptfeld zu legen, was aber auch > keine gute Idee ist, weil sie dann häufig versehentlich gedrückt > werden. Je länger ich mich damit befasse, umso mehr reizt es mich, eine Tastatur ohne äöüß-Tasten ausprobieren zu können (am liebsten auch ohne q und x, die so selten vorkommen, dass ich gerne bereit bin sie ebenfalls per vorhergehender anderer Tasten zu erzeugen). Mir erscheint es besser bedienbar eine Mod-Taste für eine Ebene mehr zu haben, und dafür weniger Hauptfeld-Tasten als umgekehrt. Beim Schreiben von html-Quelltexten fiel mir das Erlernen von ä ö ü ß Ä Ö Ü (wird dort für äöüß getippt) so leicht, dass binnen zwei Tagen die die Zeichen enthaltenden Wörter fließend getippt wurden. Wenn zum Erzeugen von äöüß davor nur eine Taste gedrückt werden muss, stelle ich es mir besonders leicht vor, wenn die davor zu greifende Taste eine gute Position hat. Mit netten Grüßen Karl
