OHAI - TL;DR!

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On Dec 14, 2007 3:47 PM, FER <[EMAIL PROTECTED]> wrote:
>
> Hola,
>
>  vor 2 Wochen haben wir hierlists verwundert feststellen müssen, dass DU -
> als "Intellektueller" (Rakuschan über Rakuschan) - lesemässig noch nicht im
> 21. Jahrhundert angekommen bist, denn keiner der aktuell in linken Zirkeln
> aller Länder intensiv rezipierten Theoretiker, etwa
>
>  http://de.wikipedia.org/wiki/Antonio_Negri
>  http://de.wikipedia.org/wiki/Giorgio_Agamben
>  http://de.wikipedia.org/wiki/John_Holloway
>
>  ist dir hinreichend genug bekannt, um aktuell diskutierte nicht-triviale
> linke Theoriewerkzeuge zu analysieren, bewerten, vergleichen und
> darzustellen.
>
>  schon allein mit der angabe obiger referenzen machst du dich weiter
> laecherlich. dass ich schon Marx und Negri gelesen habe als du noch finger
> gelutscht hast - na dafuer kannst du nichts. aber fuer das festhalten an
> kategorien des denkens aus dem 19, jahrhundert schon. das gilt ebenso fuer
> debatten um die schriften von Gramsci, bei allem respekt. es sind heute
> bloss historische(!) positionen, die sich aus den jeweiligen umstaenden
> erklaeren lassen. und sich NUR mit nachfolgenden denkfiguren, die sich im
> laufe des 20. jahrhunderts ausgebildet haben, weiter denken lassen. das
> waere der anspruch eines nicht-trivialen linken. die obigen autoren stehen
> heute aber bestenfalls fuer retro.
>
>
> Na, vielleicht sehen wir uns ja Sa abends im EKH bei der
> Movimento-Soliparty, da wird sich die linke Avantgarde der Kritik vermutlich
> eine hitzige Nachbesprechung des Gramsci-Symposiums liefern:
>
>  http://www.gramsci.at/
>
>  Wenn du also denkst, du bist für eine linke politische Debatte in dieser
> Gewichtsklasse gewappnet, öl deine Knarre und zeig mir was du drauf hast -
> ich werde schon mal Dompfarrer Krejcik beauftragen, dir eine Messe zu lesen.
>  irgendwelchen verlorenen seelen kannst du vielleicht einreden, dass es sich
> hier um eine "linke avantgarde" handelt - das ist aber exakt ein beispiel
> fuer triviale linke.
>
>  so gesehen ist die Movimento-Soliparty schon eine seelenmesse. vergiss die
> ROTE clown-nase nicht.
>
>  alles nur oede bezirks-kultur-veranstaltungen nach den vorstellungen der
> stadtregierung.
>
>  Lutschinger - lakaie der partei fuer immer.
>
>
> „Die Außenwelt, die allgemeinen Verhältnisse zu verändern, heißt sich (...)
> selbst zu entwickeln"
>
>  (Antonio Gramsci)
>  na dann entwickel dich mal.
>
>  fuck off,
>  fer
>
>
>  At 16:37 13.12.07 +0100, Stefan Lutschinger wrote:
>
> Am 13.12.2007 um 14:51 schrieb FER:
>
>
> At 00:19 12.12.07 +0100, Stefan Lutschinger wrote:
>  ........................................
>  Getreu der Marxschen These, wonach alle Ökonomie in Zeit mündet, steht für
> Marx das zeitökonomische "Theorem der reellen Subsumtion" im Gegensatz zur
> Marktökonomie.
>  >
>
>  hi an eine noch an netznet interessierte oeffentlichkeit -
>
>  um die aktuellen gesellschaftlichen umstaende tatsaechlich analysieren und
> verstehen zu koennen, braucht es ein hinreichend kohaerentes theoriedesign.
> als sogenannter nicht-trivialer linker verrate ich gleichmal, dass bei aller
> wertschaetzung von Karl Marx, historisch gesehen, mit einer wie immer
> gearteten wiederbelebung der ´muskuloesen metaphysik des materialismus´
> heute nichts mehr zu holen/zu verstehen ist. (vielleicht schafft es
> Lutschinger lesemaessig doch noch im naechstenn jahr wenigstens bis ins
> 20.jahrhundert zu kommen.)
>  Hola,
>
>  vor 2 Wochen haben wir hierlists verwundert feststellen müssen, dass DU -
> als "Intellektueller" (Rakuschan über Rakuschan) - lesemässig noch nicht im
> 21. Jahrhundert angekommen bist, denn keiner der aktuell in linken Zirkeln
> aller Länder intensiv rezipierten Theoretiker, etwa
>
>  http://de.wikipedia.org/wiki/Antonio_Negri
>  http://de.wikipedia.org/wiki/Giorgio_Agamben
>  http://de.wikipedia.org/wiki/John_Holloway
>
>  ist dir hinreichend genug bekannt, um aktuell diskutierte nicht-triviale
> linke Theoriewerkzeuge zu analysieren, bewerten, vergleichen und
> darzustellen.
>
>  Schlimmer noch, dass du Marx'sche Orthodoxie mit der neomarxistischen
> Lesart des "Kapitals" durch Alfred Sohn-Rethel verwechselst, auf die ich
> mich explizit in diesem letzten Mail bezogen habe und die derzeit im Kontext
> des Prekariats-Diskurses erneut einen immens starken Rezeptionsschub erlebt
> - aber sinnerfassendes Lesen soll ja der aktuellen PISA-Studie zufolge in
> Österreich ein weit verbreitetes Manko sein.
>
>  Na, vielleicht sehen wir uns ja Sa abends im EKH bei der
> Movimento-Soliparty, da wird sich die linke Avantgarde der Kritik vermutlich
> eine hitzige Nachbesprechung des Gramsci-Symposiums liefern:
>
>  http://www.gramsci.at/
>
>  Wenn du also denkst, du bist für eine linke politische Debatte in dieser
> Gewichtsklasse gewappnet, öl deine Knarre und zeig mir was du drauf hast -
> ich werde schon mal Dompfarrer Krejcik beauftragen, dir eine Messe zu lesen.
>
>  Ciao,
>  Stefan
>
>
>  „Die Außenwelt, die allgemeinen Verhältnisse zu verändern, heißt sich (...)
> selbst zu entwickeln"
>
>  (Antonio Gramsci)
>
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