Hola,

vor 2 Wochen haben wir hierlists verwundert feststellen müssen, dass DU - als "Intellektueller" (Rakuschan über Rakuschan) - lesemässig noch nicht im 21. Jahrhundert angekommen bist, denn keiner der aktuell in linken Zirkeln aller Länder intensiv rezipierten Theoretiker, etwa

<http://de.wikipedia.org/wiki/Antonio_Negri>http://de.wikipedia.org/wiki/Antonio_Negri
http://de.wikipedia.org/wiki/Giorgio_Agamben
<http://de.wikipedia.org/wiki/John_Holloway>http://de.wikipedia.org/wiki/John_Holloway

ist dir hinreichend genug bekannt, um aktuell diskutierte nicht-triviale linke Theoriewerkzeuge zu analysieren, bewerten, vergleichen und darzustellen.


schon allein mit der angabe obiger referenzen machst du dich weiter laecherlich. dass ich schon Marx und Negri gelesen habe als du noch finger gelutscht hast - na dafuer kannst du nichts. aber fuer das festhalten an kategorien des denkens aus dem 19, jahrhundert schon. das gilt ebenso fuer debatten um die schriften von Gramsci, bei allem respekt. es sind heute bloss historische(!) positionen, die sich aus den jeweiligen umstaenden erklaeren lassen. und sich NUR mit nachfolgenden denkfiguren, die sich im laufe des 20. jahrhunderts ausgebildet haben, weiter denken lassen. das waere der anspruch eines nicht-trivialen linken. die obigen autoren stehen heute aber bestenfalls fuer retro.

Na, vielleicht sehen wir uns ja Sa abends im EKH bei der Movimento-Soliparty, da wird sich die linke Avantgarde der Kritik vermutlich eine hitzige Nachbesprechung des Gramsci-Symposiums liefern:

<http://www.gramsci.at>http://www.gramsci.at/

Wenn du also denkst, du bist für eine linke politische Debatte in dieser Gewichtsklasse gewappnet, öl deine Knarre und zeig mir was du drauf hast - ich werde schon mal Dompfarrer Krejcik beauftragen, dir eine Messe zu lesen.

irgendwelchen verlorenen seelen kannst du vielleicht einreden, dass es sich hier um eine "linke avantgarde" handelt - das ist aber exakt ein beispiel fuer triviale linke.

so gesehen ist die Movimento-Soliparty schon eine seelenmesse. vergiss die ROTE clown-nase nicht.

alles nur oede bezirks-kultur-veranstaltungen nach den vorstellungen der stadtregierung.

Lutschinger - lakaie der partei fuer immer.

„Die Außenwelt, die allgemeinen Verhältnisse zu verändern, heißt sich (...) selbst zu entwickeln“

(Antonio Gramsci)

na dann entwickel dich mal.

fuck off,
fer


At 16:37 13.12.07 +0100, Stefan Lutschinger wrote:
Am 13.12.2007 um 14:51 schrieb FER:

At 00:19 12.12.07 +0100, Stefan Lutschinger wrote:
........................................
Getreu der Marxschen These, wonach alle Ökonomie in Zeit mündet, steht für Marx das zeitökonomische "Theorem der reellen Subsumtion" im Gegensatz zur Marktökonomie.
>

hi an eine noch an netznet interessierte oeffentlichkeit -

um die aktuellen gesellschaftlichen umstaende tatsaechlich analysieren und verstehen zu koennen, braucht es ein hinreichend kohaerentes theoriedesign. als sogenannter nicht-trivialer linker verrate ich gleichmal, dass bei aller wertschaetzung von Karl Marx, historisch gesehen, mit einer wie immer gearteten wiederbelebung der ´muskuloesen metaphysik des materialismus´ heute nichts mehr zu holen/zu verstehen ist. (vielleicht schafft es Lutschinger lesemaessig doch noch im naechstenn jahr wenigstens bis ins 20.jahrhundert zu kommen.)

Hola,

vor 2 Wochen haben wir hierlists verwundert feststellen müssen, dass DU - als "Intellektueller" (Rakuschan über Rakuschan) - lesemässig noch nicht im 21. Jahrhundert angekommen bist, denn keiner der aktuell in linken Zirkeln aller Länder intensiv rezipierten Theoretiker, etwa

<http://de.wikipedia.org/wiki/Antonio_Negri>http://de.wikipedia.org/wiki/Antonio_Negri
http://de.wikipedia.org/wiki/Giorgio_Agamben
<http://de.wikipedia.org/wiki/John_Holloway>http://de.wikipedia.org/wiki/John_Holloway

ist dir hinreichend genug bekannt, um aktuell diskutierte nicht-triviale linke Theoriewerkzeuge zu analysieren, bewerten, vergleichen und darzustellen.

Schlimmer noch, dass du Marx'sche Orthodoxie mit der neomarxistischen Lesart des "Kapitals" durch Alfred Sohn-Rethel verwechselst, auf die ich mich explizit in diesem letzten Mail bezogen habe und die derzeit im Kontext des Prekariats-Diskurses erneut einen immens starken Rezeptionsschub erlebt - aber sinnerfassendes Lesen soll ja der aktuellen PISA-Studie zufolge in Österreich ein weit verbreitetes Manko sein.

Na, vielleicht sehen wir uns ja Sa abends im EKH bei der Movimento-Soliparty, da wird sich die linke Avantgarde der Kritik vermutlich eine hitzige Nachbesprechung des Gramsci-Symposiums liefern:

<http://www.gramsci.at>http://www.gramsci.at/

Wenn du also denkst, du bist für eine linke politische Debatte in dieser Gewichtsklasse gewappnet, öl deine Knarre und zeig mir was du drauf hast - ich werde schon mal Dompfarrer Krejcik beauftragen, dir eine Messe zu lesen.

Ciao,
Stefan


„Die Außenwelt, die allgemeinen Verhältnisse zu verändern, heißt sich (...) selbst zu entwickeln“

(Antonio Gramsci)

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