Hallo Jörg, 
Am Mon, 8 Oct 2007 15:01:31 +0200 schrieb Jörg Schmidt:
> Hallo Eric,
> 
> Eric Hoch schrieb:
>> ??? Die GPL ist ebenso frei wie die LGPL
> 
> Nein, freier
> 
>> und auch für GPL Programme
>> gelten die von Dir zitierten Grundsätze mit dem Geld verdienen.
> 
> richtig, das sind ja auch Grundbedingungen, also sowas wie
> Mindeststandards
> 
>> Du
>> darfst auch GPL Software in Kommerzielle Software einbauen, Du
>> musst nur im Gegensatz zur LGPL, dann die Software oder die Teile
>> die betroffen sind auch unter GPL stellen, was die LGPL nicht
>> fordert.
> 
> ja, eben beispielsweise das - deswegen verstehe ich Dein "???" oben auch
> nicht, denn natürlich unterscheiden sich GPL und LGPL hinsichtlich der
> Freiheit

Das ??? bezog sich darauf, dass ich nicht verstehe, dass Du froh 
bist OOo "nur" unter LGPL zu haben, denn auch wenn es GPL wäre, 
wäre das nicht so viel anders, vielleicht hätte IBM dann früher 
freigeben müssen, was sie aus OOo abgeleitet haben und wir könnten 
auch das Zeug von NeoOffice verwenden und und und aber Eclips, 
Notes usw wären darum noch immer nicht GPL Software. 
 
>> Aber ich lasse mich von Free Software Guru Jörg gerne
>> korrigieren.
> 
> garnicht nötig, Du hast es ja anhand Deines Beispiels selbst richtig
> beschrieben
> 
>> Mag ja sein, nur das interessiert den Otto Normal Windows DAU der
>> das erste Mal an unseren Stand kommt so überhaupt mal gar nicht,
> 
> korrekt, aber es sollte UNS interessieren

Sicher, nur das Plakat ist *nicht* für uns!!! Es ist für den DAU 
gemacht, der auf die Messe geht und siehe meine erste Mail wenn 
überhaupt von OOo als kostenlosen Ersatz gehört hat. 

>> Erst wenn Du diese Einstiegshürden genommen hast kannst Du anfangen
>> den Leuten den dem eigentlichen Sinn von Freier Software näher zu
>> bringen und nicht gleich auf einem *Werbe*Plakat mit dem Holzhammer
>> gleich dazuschreiben, dass wir gerne so viel Geld wie möglich für
>> OOo hätten.
> 
> "Holzhammer" mache ich nicht, nur den Leuten was zu erzählen wo ich
> genau weiß sie verstehen es falsch, ist so als würde ich ihnen gleich
> was Falsches erzählen (kommerziell würde sich das irreführende Werbung
> nennen)

Aber das Plakat ist ja nicht irreführend. 

>> Aber Du darfst gerne, ja sehr gerne zur Systems kommen und Dich den
>> ganzen Tag hinstellen und jeden Interessenten erstmal mit den von
>> Dir vorgebrachten Definitionen und Argumenten von Freier Software
>> überzeugen.
> 
> Also ich kümmere ich persönlich darum das OOo auf dem Brandenburger
> Linxinfotag vertreten ist (20.10.), dort werde ich u.A. so
> argumentieren.
> (obwohl es dort zu großen Teilen überflüssig sein wird, da das dort zu
> erwartende Publikum dieser Argumentation nicht bedarf)

Daher brauchen wir auch für solche Messen ein solches von Thomas 
gestaltetes Plakat eher nicht. 

>>> Nichts ist in dieser Definition zu 'kostenlos' gesagt, denn
>> dieser Punkt
>>> ist schlicht uninteressant.
>> 
>> Ist er nicht!
> 
> Tut mir leid, nur Du redest über ganz andere Dinge als ich, denn:
> 
>> Nahezu jeder sucht Doch ne Möglichkeit zu sparen und
>> da ist eine Software die kostenlos ist doch zunächst für eine
>> *Privat*person mal ne gute Investition.
> 
> ist doch durch mich ohne Widerspruch, nur haben die Bedürfnisse von
> Personen und die daraus resultierende Möglichkeit ob sie eine Software
> nutzen wollen oder nicht, nichts damit zu tun wie sich FOSS definiert.
> 
> Wogegen wehre ich mich eigentlich?
> Ich weiß das Du mich sehr gut verstehst und ich weiß das /Du/ die
> Zusammenhänge verstehst, nur das tun ebend nicht alle, weil sie von
> diesen Zusammenhängen nichts wissen. Was /überhaupt/ nicht ihre Schuld
> ist, sondern allein unsere wenn wir es ihnen nicht sagen.

Ja, aber wir können es Ihnen nur dann sagen, wenn sie stehen 
bleiben und den Köder geschluckt haben. Aber eigentlich ist die 
Diskussion ja eher prinzipieller Natur da kostenlos gar nicht auf 
dem Plakat steht. 

Aber wir können auch nicht einfach jeden der zu uns an den Stand 
kommt gebetsmühlenartig nur damit betexten, dass er jetzt freie 
Software einsetzt, die wären schneller weg als wir bis drei gezählt 
haben und rumsprechen würde sich das erst recht und wir hätten 
einen Geisterstand. Dies ist eher Aufgabe der FOSS mit ihren 
Ständen. 

> M.E. ist sehr sorgfältig zu unterscheiden zwischen denjenigen die OOo
> nur nutzen weil es kostenfrei ist (was, auch in meinen Augen, völlig
> legitim und verständlich ist) und denjenigen die wir weitergehend
> überzeugen können.

Und wie willst Du das machen? Fragen? Und je nach Antwort dann dem 
Besucher ein anderes Plakat zeigen? 

> Gehen wir davon aus das diejenigen die OOo aus Kostengründen nutzen die
> Möglichkeit bieten sie von eigentlichen Vorteilen von FOSS zu
> überzeugen, ist das im meinen Augen der genau richtige Weg. 

Genau, aber das kann kein Plakat leisten, dass können wir in Flyer 
machen die wir zusammen (oder auch alleine) mit der FOSS machen 
oder oder. 


> Und für uns heißt das wer OOo /nur/ aus pragmatischen Gründen (z.B.
> Kostenersparnis) benutzt, wird nicht bereit sein (weil er schlicht die
> Zusammenhäönge nicht versteht) sich in der öffentlichen Diskussion für
> z.B. offene Standards stark zu machen.

Nur wir bringen niemanden dazu OOo zu nutzen, wenn wir Ihn gleich 
auf dem Plakat mit FOSS Ethik und Co überfallen. Das geht auf einem 
Linuxtag gut, aber nicht auf einer "kommerziellen" Messe bei der 
FOSS zwar wächst primär als "kostenlos" verstanden wird. Man 
bekämpft uns zwar nicht mehr so wie es mal war aber das Stigma, was 
nix kost taugt nix hören wir dennoch oft genug. 

Gruß
Eric

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