Hallo Richard,

>Das ist nicht das Ganze Problem. Kalkulieren kann man erst, wenn man
>den Umfang der Arbeiten abschaetzen kann. Oft aber soll bereits vor
>dem Briefing ein verbindlicher Kostenvoranschlag erstellt werden,

erinnert an die Schreinerkunden, die fragen: "Watt koss mich
en Schrank". Die bekommen dann die Standardantwort: "Meter
Einbauschrank bis Deckenhoehe, Spanplatte weiss kostet einen
Tausender", weil das der ungefaehre Richtwert fuer Pi mal Daumen
ist.

>dann wirds schwierig: Der korrekt kalkulierende Profi kann sowas
>einfach nicht machen, weil er riskiert, vom Kunden mit unnuetzer
>Vorarbeit und staendigen Nachbesserungen in den Ruin getrieben zu

was man aber damit umgehen kann, dass man in den Produktions-
auftrag reinschreibt, dass nachtraegliche Aenderungswuensche
zu bezahlen sind. Bei den Audioproduktionen, die ich gemacht
habe, lief es immer so, dass die Leute ihre Aufnahmen gemacht
haben, dann wurde ein Rough-Mix erstellt und es war Abhoertermin.

Dabei wurden dann Korrekturwuensche beruecksichtigt und dann
der Final Mix gemacht. Aber alles, was nach dem 1. Abhoertermin
noch *wesentliche* Aenderung war, kostete schon extra.

>Wirklich kreative Konzeption und Gestaltung ist
>nicht nach Stundenplan moeglich- und damit unkalkulierbar.

Was bitte ist das, wenn ich unterstelle, dass die Sache
handwerklichen Anspruechen genuegt und das mal aussen
vor lasse?

>Nahezu jeder Berufsverband gibt seinen Mitgliedern Empfehlungen.
>Sowas ist gang und gaebe und keineswegs eine illegale Preisabsprache.
>Persoenlich halte ich alles, was unter 80.-/Stunde netto kostet fuer
>unserioes,

nicht immer, weil es auch Leute gibt, die solche Projekte
machen und keinen Betrieb finanzieren muessen. Manchmal
machen auch Studenten recht ordentliche Sachen.
Grundsaetzlich stimme ich Dir zu.

>ab 120.- netto /Stunde sollte man schon ein gewiefter
>Spezialist auf einem gefragten Gebiet sein.

In Duesseldorf sind DM 150,--/Stunde ueblich, Konzeptionsstunden
liegen wesentlich hoeher, in Richtung DM 300,--

>Bei mir gibts weder
>Beratung noch Konzeption ohne Bezahlung. Fahrtkosten und
>Uebernachtungen traegt IMMER der Kunde.

Eine Seuche, die sich breitzumachen scheint, sind kostenlose
Praesentationen, die z. B. der DMMV ablehnt.

>Selbstaendiger sein kann. Man hat mit solchen Kunden auch keine
>rechte Freude unterm Strich.

Stimme ich Dir zu

>Welche? Kannst Du das belegen? Oder war das nur Polemik?

Es ist Realitaet aber ich werde mich dazu aus bestimmten
Gruenden nicht aeussern. Ist etwas zu teuer ;-I.

Gruesse

Klaus

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