Hallo *,

 RA Stehmann schrieb:
> Darum geht es bei unseren Co-Leads und APs auch überhaupt 
> nicht. Da die
> deutschsprachige Community nie eine rechtsfähige Entität gewesen ist,
> geht es nicht um ein "Vertreten" der Community nach außen, 
> allenfalls in
> einem repräsentativen Sinn kann man diesen Ausdruck 
> gebrauchen. Auch die
> CoLeads sind nur Ansprechpartner für Außenstehende, die eine konkrete
> Person brauchen, an die sie sich wenden können.
> 
> Die CoLeads haben niemals die Community "beherrscht", noch 
> waren sie in
> der Lage, sie zu irgendetwas zu verpflichten, sie haben vielmehr der
> Community einen Dienst erwiesen, indem sie sich als Ansprechperson zur
> Verfügung gestellt haben. Wenn sie etwas nach außen vertreten haben,
> waren sie stets nur Sprachrohr der Community, die sich im Konsens oder
> in demokratischer Abstimmung einen Standpunkt gebildet hatte. Anders
> geht es auch nicht in einem Freiwilligenprojekt.
> 
> s.a. "The Apache projects are managed using a collaborative,
> consensus-based process."
> 
> Die Community hat nie CoLeads oder APs gewählt, um den Machthunger von
> irgend jemanden zu stillen, sondern weil es Aufgaben gab, die
> zweckmäßigerweise nachhaltig von einzelnen Personen 
> wahrzunehmen waren.
> Dazu gehört bei den CoLeads beispielweise auch Mediation und 
> Motivation
> innerhalb der Community.
> 
> > Nicht mal die Board Mitglieder können das. Apache antwortet 
> als Projekt
> > oder eben nicht. Es steht jedem Commiter frei interviews zu 
> geben, zu
> > bloggen usw. aber nicht im Namen von Apache OpenOffice oder 
> gar der ASF.
> 
> Was die Meinung der Community ist, legt diese fest - hier 
> sind wir stolz
> auf unsere demokratische Tradition; es ist aber PR-technisch durchaus
> sinnvoll, wenn diese Meinung von bestimmten Personen den Medien etc.
> kommuniziert werden. Was tatsächlich Konsensus ist, kann auch 
> "im Namen"
> der Community verbreitet werden - und zwar weder als Meinung 
> "von Apache
> OpenOffice oder gar der ASF", sondern als Meinung der 
> deutschsprachigen
> Community.
> 
> Bisher hat sich auch noch kein Community-Mitglied den Mund verbieten
> lassen, weil es CoLeads oder Marketing-APs gab.

Ich kann hier nur den Tenor von Michaels Aussagen unterstreichen, denn Vieles 
wird
sich, damals wie heute, selbst regeln und stabilisieren, schon allein deswegen
weil den Beteiligten ja überhaupt nicht an der Konfrontation gelegen ist.

Formal gesagt kennte ich bei den de-ooo-Ehemaligen niemanden der auch nur ein
Interesse hätte Apache irgendwas streitig zu machen, gheschweige denn jemanden 
der
daran arbeiten würde das zu tun.

Gleichzeitig habe ich, angesichts der Geschehnisse um Team OOo, Verständnis 
dafür
das Apache selbst diesbezüglich sensibilisiert ist aber ich habe wenig 
Verständnis
falls Du (Raphael) ernsthaft der Ansicht wärest es bestünde ernsthafte Gefahr 
das
'de-ooo' sich 'gegen' Apache ausrichten wollte, denn Du (Raphael) kennst ja die
Personen bei 'de-ooo'.


Lass mich mal Visionär sein:
Wenn wir die wohlwollende Zustimmung von Apache aufnehmen uns lokal zu
organisieren und lokal Aufgaben wahrzunehmen und das in enger Anlehnung an 
Apache
zu tun (mir wäre diese enge Anlehnung auch inhaltlich wichtig und nicht nur als
vertrauensbildende Maßnahme) wird gegenseitiges Vertrauen in der praktischen
Arbeit wachsen und mit einiger Selbstverständliochkeit eine Situation entstehen 
wo
Apache es überhaupt nicht mehr für nötig hält die Dinge formal kontrollieren zu
wollen, weil nämlich Vertrauen da ist. [1]
Und gleichzeitig sind auch die Apache-Strukturen nicht endgültig so das es mit
etwas Glück heißen kann das, katalysiert durch die gemeinsame arbeit für AOO, 
die
lokalen Communitys Schrittmacher sein könnten das auch Apache irgendwann 
nationale
Unterprojekte einführt (vielleicht nicht bei jeder Software aber bei bestimmten
Projekten).
Das wäre dann der Zeitpunkt wo lokale Strukturen sich ganz selbstverständlich 
auch
rechtsformal als direkter Bestandteil in Apache aufgehen würden. 


Im Übrigen liegen die Dinge wenn man denn den Beteiligten 'Boshaftigkeit'
unterstellen will ohnehin viel einfacher: niemand braucht hinter verdeckter Hand
'für' Apache zu reden, denn jeder dem es bei Apache nicht gefällt kann dann 
gleich
sein eigenes, von OOo abgeleitetes, Projekt eröffnen und gleich offen in seinem
Namen sprechen.


Gruß
Jörg


[1]
Auch hier dürfen wir uns die Praxis anschauen denn natürlich konnte auch bei OOo
nicht de.ooo in Pressemeldungen Aussagen für OOo gesamt treffen und trotzdem
bildete sich die Praxis heraus das man sich vertraute und das OOo gesamt 
Aussagen
von de.ooo akzeptierte ohne das sie vorher rechtsformal abgestimnmt werden 
mußten,
mehr noch, im Ergebnis der gemeinsamen Arbeit wurde sogar einer der
de-PR-Ansprechpartner wegen seiner für das Gesamtprojekt förderlichen Arbeit ins
internationale Marketing berufen.
Nein, das ist kein Aufruf für Salamitaktik, das ist nur die Wiedergabe der 
Praxis,
denn in Praxis ist kein Mensch so bescheuert sich aus formalen Gründen Aussagen
bestätigen lassen zu müssen wenn die ohnehin von gleichen Personen kommen ode 
von
Personen die so eng zusammenarbeiten das sie sich völlig vertrauen.



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