Am 19.03.12 21:54, schrieb Jörg Schmidt:
> Hallo Günter, *,
>
> Günter Feierabend schrieb:
>> Eigentlich nahm ich eher Raphaels Gedanken auf, dass die 
>> bisherigen offiziellen Vertreter der deutschsprachigen 
>> Community nun an 
>> Bedeutung verlieren würden und folglich eine Nachfolge unnötig wäre.
> Könntest Du das bitte erläutern?
>
> Raphael sagt, meines Erachtens Zweierlei:
>
> 1.
> Es gibt keinerlei 'de-AOO'-Projekt (weil Apache keine 'sub-divisions' kennt)
>
> 2.
> Weil wir aber nationale/lokale Strukturen zum Arbeiten brauchen müssen wir 
> selbst
> solche schaffen
>
>
> Anmerkung:
> 1. und 2. beeinhalten auch Aussagen Dritter, denn ich hatte bereits darauf
> hingewiesen das ich das Ganze auf der Apache-Liste diskutiert hatte und was 
> es für
> Antworten gab. Und die antworten von Apache scheinen mir klar:
>
> -man kennt formal keine 'sub-divisions' (also z.B. benanntes de-AOO) und kann
> deshalb auch keine schaffenb oder zu deren Schaffung aufrufen
>
> -man ist einverstanden, und würde diesen Schritt begrüßen, wenn 
> nationale/lokale
> Communitys sich selbst organisieren würden wenn das für ihre arbeit sinnvoll 
> ist.
>
>
> Meine Meinung zu diesen Dingen ist:
> - wir müssen uns national/lokal organisieren um arbeiten zu können also 
> sollten
> wir genau das tun
> - wir sollten dabei in engem Kontakt mit Apache bzw. AOO (international) 
> handeln,
> hierzu sollten einmal konkrete Personen Verantwortung wahrnehmen (Raphael 
> fiele
> mir hierbei als ein geeigneter 'Vermittler'/'Berater' ein, aber auch jeder
> Einzelne sollte sich der Verantwortung bewußt sein)
> - wir sollten bestehende Erfahrungen Dritter nutzen die sich genau auf die
> Situation bei Apache beziehen (ich nannte hier Apache-Friends als Beispiel)
>
>> Doch natürlich kann man darüber diskutieren, ob nicht wenigstens nach 
>> "außen" leicht erkennbare AnsprechpartnerInnen (z.B. für die 
>> deutschsprachigen Medien) gewählt und so benannt werden sollten. Im 
>> Moment, da nicht übermäßig viel über diese Liste läuft, 
>> könnte man sich 
>> ja mal die Zeit nehmen um darüber zu diskutieren und diesbezüglich zu 
>> entscheiden. Dabei erscheinen mir sowohl Raphaels Interpretation der 
>> Apache-Regeln mit allen Mitgliedern in anarchischer 
>> Gleichberechtigung 
>> zu arbeiten als auch Michaels Sorgen um eine Auflösung der alten 
>> Strukturen und des damit (übertrieben formuliert) verbundenen 
>> Verschwindens in die Bedeutungslosigkeit gleichberechtigte Gedanken.
> Ich hatte mich bereits dazu geäußert das der reine Begriff "Coleads" wohl als
> überholt gelten muß (Michaels Privatdefinition weise ich hierbei ausdrücklich
> zurück denn der Begriff "Coleads" war völlig eindeutig definiert).
>
> Meiner Meinung nach sollte unsere bestehende Wahlregelung, in diesem und 
> einigen
> weiteren Punkten, angepasst werden, kann aber ansonsten beibehalten werden.
>
>> In meinen Augen gibt es nun vier Möglichkeiten (Jörg fällt 
>> bestimmt 'ne 
>> fünfte ein.):
>> 1. Wir belassen es bei den alten Titeln. Momentan sind es ja 
>> nur noch drei.
>> 2. Wir lassen die alten Titeln komplett oder teilweise weg.
>> 3. Wir entscheiden uns, offizielle Ansprechpartner oder 
>> Funktionsträger 
>> auf dieser Liste neu zu benennen.
> -1
>
> Mögliche Ansprechpartner müssen demokratisch gewählt werden!
>
> Mit der letzten 'Benennung' (es war damals eine kommissarische Ernennung) 
> verbinde
> ich jedenfalls nur schlechte Erfahrungen und ich bin nicht einverstanden wenn
> jetzt hier die Community wieder mit 'Notverordnungen' auf Linie gebracht 
> würde. 
>
> Es tut mir außerordentlich leid nur nach 6-7 Jahren der ehrenamtlichen Arbeit 
> für
> OOo habe ich schlicht keine Lust mehr hier wieder bei Null anzufangen um
> demokratische Gepflogenheiten zu etablieren die jeder Kaninchenzüchterverein 
> ganz
> selbstverständlich aktzeptiert. 
> Sollte hier also nicht einmal mehr der Konsenz herrschen das Verantwortliche 
> nur
> durch demokratische Wahl durch alle Beteiligten bestimmt werden können ist für
> mich die Grenze erreicht ab der ich nicht mehr mitarbeiten kann.
>
> Man mag mir mein jahrelanges, konsequentes Eintreten für Demokratie im Projekt
> verzeihen (mir sträubt sich die Feder sowas als Bürger eines demokratischen
> Staates überhaupt explizit schreiben zu müssen) nur ich habe meine persönliche
> Lebenserfahrung und ich habe bittere Erfahrungen was es heißt wenn Demokratie
> fehlt.
>
>> 4. Wir warten mit einer Entscheidung, bis die Anzahl der Abonnenten 
>> größer geworden ist und sich eine Notwendigkeit zur Einrichtung von 
>> Funktionsträgern ergeben haben wird.
> 5. wir halten uns an die bestehende Wahlregelung und lassen die Community 
> darüber
> abstimmen welche Ansprechpartnerposten sie abschaffen (oder ggf. auch neu
> schaffen) möchte. 
> ("Posten", d.h. also die Stellen die die Community für nötig hält, was noch 
> nicht
> die konkreten Personen meint die dann diese stellen ausfüllen werden)
>
> Mir ist nämlich überhaupt nicht klar warum wir mit einer Regelung jetzt 
> brechen
> sollen die ja die Situation vor der wir stehen  beinhaltet. Warum also wollen 
> wir,
> gemeinsam beschlossene, demokratische Verfahrensweisen nicht einhalten.
Weil wir hier auf dieser Liste unter dem Dach von Apache sind. Die De
Community war nie ein unabhängiges Gebilde, selbst wenn das viele
glaubten. Die ganze Infrastruktur, gehörte früher einer Firma, jetzt
einer Organisation. Unsere Entscheidungen die wir hier getroffen haben
was OOo anbelangt hatten eigentlich rein formale Bedeutung. Sie waren
genau so lange Gültig bis der Hausherr nein sagte. Das war auch bei den
Release so. Wir hätten ein Release stoppen können, SUN oder Oracle hätte
es ohne weiteres genau gleich rausbringen können.

In einem Sportclub kann sich eine Mannschaft eigene Regeln geben. Zum
beispiel Bussgeld für das zu späte Erscheinen im Training usw. Wenn aber
die Vereinsführung kommt, und sagt, "Nein, wollen wir nicht" dann ist es
unerheblich was du für Regeln abgemacht hast.

SUN war liess uns alle machen, doch damit bildeten sich Grüppchen, die
nicht selten ihr eigenes Süppchen kochten. Apache weiss dass es gewisse
einheitliche Linien braucht, und bei uns hat man diese sogar Schwarz auf
Weiss.

Das Problem ist, dass einige dieser von uns aufgestellten Regeln
entgegen denen von Apache stehen. Apache mag keine Leads, und es gibt
auch in keinem Apache Projekt Personen die das Projekt vertreten können.
Nicht mal die Board Mitglieder können das. Apache antwortet als Projekt
oder eben nicht. Es steht jedem Commiter frei interviews zu geben, zu
bloggen usw. aber nicht im Namen von Apache OpenOffice oder gar der ASF.

Ja, wir können abstimmen, ob wir die Ansprechpartner und die Co-Leads
streichen, nur ist das eine rein formale Abstimmung. Wir sind jetzt in
einem anderen Haus, und da gelten nun mal andere Regeln. Hier bei Apache
erachte ich die Community Regeln als wirkungslos.

Zudem, hand auf's Herz, die ganze Wahl/Lead/Ansprechpartner Sache ist
hoffnungslos überholt für unser Projekt. Selbst LibreOffice (und da
sitzen viele Köpfe die das Ganze entworfen haben) haben das Konzept
nicht übernommen.

Nennt mir ein paar Gründe warum man ein Konzept nach mals durchkauen
muss dass:
- Dem aktuellen Stand nicht gerecht wird
- gegen die Regeln der Organisation verstösst
Nur aus sturheit, aus Trotz um zu zeigen dass man noch da ist, oder
vielleicht einfach weil man nicht kappieren will, dass es manchmal
Veränderungen gibt.

Leute, ich weiss, dass einige hier gerne das alte zurück haben wollen.
Ja, die alte Community war schön, ich mochte auch vieles davon. Aber wer
sagt, dass diese Form die einzig gute ist. Wer hier behauptet, dass wir
nicht noch eine viel bessere Form schaffen können? Vielleicht sind wir
ja, wenn wir nach den Apache Regeln arbeiten viel erfolgreicher, als je.

*Ich bin der Meinung, dass wir mal offen für das Neue sein sollten. Am
alten festzuhalten bringt uns nicht weiter*

Gruss Raphael
>
>
>
> Gruß
> Jörg
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