Am 17. Oktober 2009 11:51 schrieb Markus <[email protected]>: > Kontrolle und Sanktionen verschärfen das Problem meistens. > Der "Destruktive" erfährt subjektiv dadurch eine weitere "Verletzung" > und rüstet auf, indem er seine Methoden verfeinert oder grössere > Geschütze auffährt. Daraus entwickelt sich eine Eskalations-Spirale, die > Feindbilder zementiert und Lösungen verhindert.
+1 > Unter Kontrolle leiden auch alle friedlichen und konstruktiven Menschen. +1 > Mit zunehmender Datendichte und beteiligten Datensammlern werden > hingegen zunehmend "ideologische" Auseinandersetzungen auftreten: > - was nun "wichtig" ist und unbedingt erfasst werden muss kein Problem, jeder erfasst das, was ihm wichtig vorkommt. Autoregulierend. > - wann etwas so und wann anders erfasst werden muss ständiges Problem, das sich nicht pauschal lösen lässt. Diskussionen helfen aber, genauso wie präzise Einträge im Wiki (möglichst kongruent auf verschiedenen Seiten und Sprachen ;-). > - ob etwas in einer bestimmten Weise erfasst werden darf, damit der > Renderer das dann auch anzeigt (oder eben gerade nicht anzeigt) ist schon geklärt: wir taggen nicht für die Renderer/Router, etc., d.h. tags sollen nur so verwendet werden dass sie das bedeuten, was sie bedeuten, nicht damit eine Anwendung trotzdem oder gerade erst recht funktioniert, obwohl das tag eigentlich was anderes bedeutet (bekanntestes Beispiel: layer). > - welche Lagegenauigkeit "richtig" ist je mehr, um so besser. > - wann (geschachtelte) Relationen "sinnvolle" Modellierungen sind s.o.: jeder taggt, was ihm wichtig ist, und widerspricht damit möglichst nicht dem Wiki. > Dafür werden wir mittelfristig Entscheidungsstrukturen festlegen müssen. aha. Und warum? > Aktuell ist es ja so, dass die Renderer (bzw. deren Macher) dies > implizit bestimmen. nö. Das gilt nur, wenn man für die Renderer taggt. > Und im Vorfeld auch die Editoren. Nein. Die erleichtern höchstens die Eingabe von bestimmten Dingen (presets), aber man kann grundsätzlich immer alles eingeben, weder die "Wichtigkeit" von features, noch die Art, wie bestimmte Dinge repräsentiert werden, noch die Lagegenauigkeit, noch die Anwendungsgebiete von Relationen werden von "den Editoren" ex- oder implizit "bestimmt". (Ausnahme Lagegenauigkeit z.T. in Potlatch, weil man da nur limitierte Zoomstufen hat, so dass genaues Eingeben sowieso nicht geht *scnr*). > So überzeugend ich das "jeder darf alles"-Prinzip inzwischen finde, ich > fürchte, bei zunehmender Daten- und Mapper-Dichte und > grenzüberschreitenden Karten wird das an Grenzen ;-) stossen. das wird man abwarten müssen. Wenn selbst Du mittlerweile überzeugt bist von der "jeder darf alles-Freiheit", spricht das m.E. eher dagegen. > Persönlich wünsche ich mir: > - dass ich in JOSM nicht aus Versehen eine Grenze anfassen kann m.E. ein überbewertetes Thema. Kann man ruhig machen (Freiwillige Selbstbeschränkung für bestimmte Objekte einführen), aber wenn jemand sich so sehr davor fürchtet, aus Versehen und unbemerkt Grenzen zu verschieben, dann sollte er m.E. am Besten gar nichts mappen. Der wird ja auch sonst alles mögliche verschieben und zerstören. Entweder man hat das Editieren halbwegs im Griff, ist aufmerksam und nutzt ggf. Strg+Z, oder man sollte die Finger davon lassen ;-) > - vielleicht kann man zwischen "verschieben eines Punktes" und > "verschieben der Karte" noch genauer unterscheiden? (wenn ich von einem > anderen Programm komme, dann passiert es mir immer wieder, dass ich mit > gedrückter linker Maustaste versuche die Karte zu verschieben und > erwische dann ein Kartenelement) früher (evtl. auch heute noch?) gabs da in JOSM die automatische Warnung mit "UNDO-Angebot" beim Verschieben von jeglichen Ways (also auch Flächen), die scheint aber nur manchmal zu funktionieren. Fand ich ne gute Sache. Gruß Martin _______________________________________________ Talk-de mailing list [email protected] http://lists.openstreetmap.org/listinfo/talk-de

