AssetBurned <[email protected]> wrote: >On 28.04.2010, at 23:24, Tirkon wrote: >> OSM dito. Das wird sich dann verschärfen, wenn die Karte mit immer >> Details übersäät wird und nur der technisch Versierte zu filtern in >> der Lage ist. Das Gleiche gilt für die Zunahme der Komplexität z.B. >> der Relationen. Nur der technische Versierte wird sich zurechtfinden, >> wenn die Linienbündel nicht mehr mehr explizit, sondern per Relation >> gebildet werden. Hier kann nur eine entsprechende benutzerfreudliche >> Software helfen, mit der man die Spuren/Linien "zusammenklicken" kann. > >Du beginnst hier zwei punkte zu vermengen.
Ich habe hier nur exemplarisch ein Beispiel herausgegriffen, wie es jemand sehen könnte, da ich hier kein umfassendes Buch schreiben möchte. Im Prinzip geht es darum, dass ein Projekt niemals wirklich frei sein kann. Und der Grund dafür ist: >aber die interessen sind grundsätzlich unterschiedliche. >in genau diesen fall zeigt die WP nämlich wie man es nicht machen >sollte. Sowohl bei der anwendung der relevanzkriterien als >auch bei der begründung jener. Einen gemeinsamen Nenner wird es wohl nicht geben. Es gibt einfach zuviele selbsternannte Richter, welche teilweise sehr rigide argumentieren. So etwas findet man aber auch im restlichen Internet und nicht nur bei Wikipedia. Und das müssen nicht unbedingt Administratoren sein. Es gibt IMHO unter den "einfachen Usern" auch genügend solche. Ich kann nur dazu raten, solche emotionalen Diskussionen schlichtweg zu ignorieren und den Blick auf die restlichen 99,x Prozent zu richten. Einen Großteil der heiß diskutierten Punkte in Artikeln interessiert ein Jahr später kein Schwein mehr. Das ist interessanterweise oft auch dann der Fall, wenn sich jemand ein Herz genommen hat und diese Stelle qualitativ hochwertig ausgebaut hat. Eine Community wirkt nach innen und später auch nach außen so schlecht oder so gut, wie sie sich fühlt. >Wenn ich einen artikel suche wo mir nur stichworte bekannt sind, suche ich per >Google in der Wikipedia... die suche ist eine wirkliche zumutung und kommt mit >einer kombination aus mehreren wörtern einfach nicht zu recht. Selbst zur zeit >wo die WP entwickelt wurde mit damaligen mitteln hätte man die suche schon >besser machen können. >man hätte zum beispiel direkt eine funktion einbinden können um Personensuchen >zu ermöglichen oder die treffer auf bestimmte themen gebiete (medizin, >sport...) einschränken zu können. >aber das wurde nie gemacht. Es geht schlicht darum, dass man anhand des Namens einer Person diese auch findet - und zwar ohne Hintergrundinfos. Eine "Angela Merkel Bundeskanzler" wäre problemlos zu finden. Auch hier nur exemplarisch genannt, um deutlich zu machen, dass ich bei einer ausufernden Wikipedia immer mehr Hintergrundinformationen brauche, um die richtige Person/Artikel zu finden. Dabei sind das gerade die Hintergrundinformationen, die ich aus dem Artikel gewinnen möchte. >wenn eine ordentliche suche möglich wäre, wären relevanzkritärien wie sie >aktuell genutzt wären überflüssig. Um es klar zu sagen: Es müssen bessere Mittel und auch Inhalte zum Auffinden der Infos addiert werden. Blödes Beispiel: Anhand des Namens einer Anschlussstelle muss die zugehörige Autobahn identifizierbar sein. Aber das, was ich hier beschreibe, hat nichts mit einer wirksamen Suchfunktion zu tun. >Warum soll der 16jährige torschützenkönig aus der kreislieger nicht auch in >die WP dürfen ... Die Frage ist nicht, ob er in die Wikipedia darf. Die Frage ist, ob er !!muss!!. Unter dem Deckmantel eines Wikipedia Artikels werden hier alle Personen aufgefordert, die etwas über sein Leben aussagen können, dieses in aller Akribie und Detailliertheit an eine Weltöffentlichkeit zu zerren, während man andererseits die Staatsschnüffelei sowie Fehler und Methoden bei sozialen Netzwerken geißelt. Wenn dann Wikipedia noch ausufert, wird kein Hausmeister mehr in der Lage sein, diese Person vor Denunziation zu schützen. Und dieser Malus schlüge alles bisher Dagewesene bei Wikipedia. Manches Lokalblatt hätte bald seinen örtlichen Aufhänger. Die Person rückt also noch weiter ins öffentliche Licht ... und wird für Wikipedia noch relevanter. Man kann über Relevanz diskutieren. Aber gerade bei Personen plädiere ich daher für eine hochrestriktive Relevanz. Es darf nicht sein, dass das Kind erst in den Brunnen fällt. Hier muss der Schutz präventiv sein. Eine Wikipedia, die das nicht leistet, wäre sicher das wirkliche Ende für viele engagierte Autoren. >> Der freie Geist des Einen beschränkt den freien Geist des Anderen. Von >> Kaputttramplen mag ich daher nicht reden. Wenn jemand nicht bereit >> ist, seine Software benutzerfreundlich zu machen, so ist das sein >> "freier Geist" und aus seiner Sicht sein gutes Recht. Gleichzeitig >> verschafft er sich damit einen Machtvorsprung vor demjenigen, der >> technisch nicht so versiert ist. Und schon ist der Ärger da. > >wofür die WP ein parade beispiel ist. Aus der Sicht von technisch weniger bedarften Usern kann OSM genau so erscheinen. Da Du nicht dazu gehörst, nimmst Du das nicht wahr. Es gibt genügend Wikipedia Autoren, die nahezu unbehelligt einen Artikel nach dem anderen schreiben, sowie zum "Lesenswert" und "Exzellenz" bringen. Sie scheren sich einen Dreck darum, wenn eine Enzelheit seines Artikels von einer Meute auseinander genommen wird. Die Bruchteile eines Prozentes von strittigen Einzelheiten werden aber so hochstilisiert, dass die Wikipedia so erscheint, wie von Dir beschrieben. Es machen sich halt zu viele Personen "Sorgen" um dieses Bruchteil eines Prozentes. >das arschl* von admin mag mich ja eh nicht ... Mein Tipp: Als IP schreiben. >klar OSM ist keine enzyklopädie. aber solange sich die bekannteste, >weigert die daten aufzunehmen und es leute gibt die sowas >interessiert... was spricht dagegen? platten platz nicht, >und es schadet auch keinen. Wie oben gehabt. Das Auffinden eines gesuchten Artikels wird wegen der Informationsfülle immer schwieriger. Zum Finden braucht man die Hintergrundinfos, die man eigentlich dem Artikel entnehmen wollte. Mal sehen, ob OSM das Wissen der Welt besser speichert als Wikipedia. >eine verständliche bemerkung, mit nur einer schwäche... wer ist "kunde" von >OSM? Genau das gilt es zu ergründen. >also zu sagen "wir haben heute den monat der radfahrer. bitte nehmt >euch diesen monat besonders diese zielgruppe vor und mappt was >das zeug hält. Das wäre eine Richtung, in welche man die Idee von der Kundenorientiertheit weiterspinnen könnte. Im Grunde geht es darum, ein Mittel zu finden, das vorhandene Potential so zu steuern, dass man mit- und nicht gegeneinander arbeitet, wie es eben in der Wikipedia passiert. Im Zuge des Aktionszeitraumes könnte man beispielsweise auch gleich das Tagging im Umfeld des Themas optimieren, da viele Diskussionspartner zur Verfügung stehen. Voraussetzung ist allerdings, dass zumindest das Straßennetz einigermaßen vollständig ist, um eine räumliche Orientierung zu ermöglichen. Daher könnte ein erstes Thema sein, zumindest die Straßen Deutschlands einigermaßen vollständig zu erfassen. Man mappt also vorzugsweise für den Kunden "Straßenbenutzer" - aber auch für den Kunden, der Straßen als Orientierungspunkte nutzt. Ein Aktionsplan könnte wie folgt ausssehen: Die erste Aktion, die es dafür braucht, wäre eine Phase der möglichst kompletten deutschlandweiten Straßenliste, zunächst einmal für Orte (in einer späteren Aktion für die Ortsteile). Die nächste Aktion wäre die Beschaffung der Ortsgrenzen. In dieser Phase könnte man massiv erforschen, ob die (grobe) Übernahme der Daten von Grenzlinien (und nicht deren Layout in Karten) "frei" statthaft ist. Möglicherweise spendet man gemeinschaftlich für das Gutachten eines Fachmannes, wenn anders keine Klärung möglich ist. Dann wären die Programmierer gefragt, einen auf OSM-Karte projizierten Layer der Vollständigkeitserfassung zu erstellen. Dann werden - verteilt über Deutschland - zunächst mehrere Gebiete ausgesucht, die am wenigsten gemappt sind und möglicherweise gleichzeitig möglichst nahe an Großstädten liegen. Diese über Deutschland verteilten Gebiete werden für einen Zeitraum zu Aktionsgebieten erklärt. Ob man Mapping Partys ansetzt und eventuell gemeinschaftlich hinfährt, müsste man in den lokalen Projekten besprechen. Natürlich wird der erfahrene Mapper nicht davon abgehalten, neben den Straßen gleich auch Anderes mitzumappen. Nach einiger Zeit wechselt man das "Angebot" an Gebieten. So lässt man ein "Angebot" an Gebieten durchrollen, bis die geamtdeutsche Straßenauswertung befriedigend ausfällt. Die Aktionsgebiete werden auf einer speziellen Wikiseite bekanntgegeben und auch als Schlagzeile auf der Startseite verkündet. Eine andere Aktion könnte da lauten, Autobahnen und Bundesstraßen möglichst vollständig zu mappen, wobei "vollständig" zuvor festgelegt werden müsste. Auf jeden Fall sollte man Sorge dafür tragen, nicht zuviele Aktionen auf einmal starten und möglicherweise auch Pausen einlegen. _______________________________________________ Talk-de mailing list [email protected] http://lists.openstreetmap.org/listinfo/talk-de

