Hallo, Am Montag 06 September 2010 00:08:23 schrieb M∡rtin Koppenhoefer: > Am 5. September 2010 23:42 schrieb Wolfgang <[email protected]>: > > Manchmal muss man einfach technische Veränderungen akzeptieren. > > ach so. Dann findest Du es auch am besten, wenn man Autowerkstätten > als Hufschmiede einträgt? Ist ja im Prinzip dasselbe, es werden > Fortbewegungsmittel wieder fitgemacht. Technische Veränderungen > akzeptieren kann m.E. nicht heissen, dass man fundamentale > Unterschiede ignoriert.
Nee, Werkstätten = Tierarzt, Reifenhändler = Hufschmied fuel:oat=yes :-) > > > ps.: Für alle, die hier so gerne Wikipedia zitieren: Habt ihr schon mal > > unter "Stromtankstelle" gesucht? :-) > > Habe ich mal nachgeholt. Ist zwar ein Marketing-unwort, aber nun gut, > einen Wikipediaartikel gibt's trotzdem, dort steht: > ... > > Tankstellen werden überhaupt nicht erwähnt und es ist auch m.E. nicht > besonders wahrscheinlich, dass es dort demnächst in größerem Maßstab > Strom geben wird. Genau das glaube ich aber. Es wird in naher Zukunft Systeme geben (müssen), mit denen ein Elektroauto innerhalb von 5-10 Minuten wieder flott ist. Damit sind Reichweiten wie bei Benzinkutschen möglich und eine Akzeptanz bei breiteren Käuferschichten ist wahrscheinlich. Dadurch wird der Umsatz mit den herkömmlichen Antriebsstoffen einbrechen. Dem werden die Ölkonzerne nicht tatenlos zusehen, sondern fuel:electricity=yes anbieten. Den einsamen Stromanschluss irgendwo beim Supermarkt kann man ja vorläufig anders nennen, es wird ihn in absehbarer Zukunft kaum noch geben. Eine richtige Stromtankstelle braucht einen entsprechenden Anschluss an das Versorgungsnetz. Diesen Aufwand werden Supermärkte kaum treiben, es sei denn, sie betreiben eine Tankstelle :-) Ein PKW mit 60 Liter Benzintank hat vollgetankt ca 45 kg Benzin an Bord, das ergibt eine Energiemenge von ca 500 kWh. (Werte ungeprüft aus Wikipedia, Seite Motorenbenzin, 1L =~0,75kg, 1kg = ~11kWh.) Wenn innerhalb von 10 Minuten aufgetankt werden soll und noch 100 kWh vorhanden sind, muss mit einer Leistung von 400/10 * 60 = 2400 kW gearbeitet werden, Verluste mal nicht berücksichtigt. Bei 240V Haushaltsstrom wären das 10000 Ampere. Hier müsste also mit Leistungen in Größenordnungen des Fahrstroms der Bahn gearbeitet werden, auch wenn der Energiebedarf möglicherweise geringer ist. Außerdem tankt innerhalb von 10 Minuten nicht nur ein Fahrzeug. Bei den dann notwendigen Spannungen rückt der Strom automatisch in das Feld der Gefahrgüter. Zum historischen Vergleich: Die ersten Benzinkutschen haben ihren Treibstoff in der Drogerie gekauft. Das hat sich auch nicht lange gehalten. Gruß, Wolfgang _______________________________________________ Talk-de mailing list [email protected] http://lists.openstreetmap.org/listinfo/talk-de

