Am 05.09.2010 15:04, schrieb Wolfgang:
Eine Tankstelle ist nicht eine Einrichtung zum Umfüllen von flüssigen Stoffen,
dann wäre es eine Abfüllanlage.

Eine Tankstelle ist eine Einrichtung, die das zügige Weiterkommen eines
Fahrzeuges, dessen Resourcen verbraucht sind, ermöglicht. Deshalb gibt es dort
gasförmige Stoffe wie Autogas, Wasser und Pressluft, feste Stoffe wie
Ersatzbirnen, ~wischer, Brot, Käse, Schokoriegel und Grillkohle ( :-) ),
weiche Stoffe wie Gummpflegestifte, Blumen und Schokoriegel im Hochsommer und
flüssige Stoffe wie Benzin, Öl, Kaffee und Bier.
Eben - genau das wird die Masse der "Elektrotankstellen" nicht sein. Das werden bzw. sind schon in der Regel Steckdosen an ganz normalen Park-/Stellplätzen die nicht das entfernteste mit einer herkömmlichen Tankstelle zu tun haben. Auch konzentrieren sich die Sprittankstellen an Punkt mit viel Verkehrsfluss an denen man sich nicht lange aufhält. Die "Elektrotankstellen" werden dagegen überwiegend dort zu finden sein wo Fahrzeuge abgestellt werden da der "Tankvorgang" wesentlich länger dauert, die technischen Voraussetzungen aber wesentlich geringer ausfallen. So sollte man sich ehr Gedanken darüber machen ob man die Steckdose nicht einfach als Eigenschaft einer Parkplatzes/Stellplatzes hinzunimmt anstatt zwanghaft die Gemeinsamkeit mit einer herkömmlichen Tankstelle in den Vordergrund zu stellen.
Alles das wird gebraucht um das Weiterkommen zu ermöglichen oder das Ankommen
angenehmer zu machen.
Für die nächsten Jahre wird es technologiebdingt die Regel sein dass man Elektroautos an Start- und Zielort betankt während man mit Verbrennern irgendwo auf der Strecke die Tankstelle aufsucht.
Wenn es jetzt neuerdings Stromtankstellen gibt, sind diese nicht dazu da,
Akkuschrauber aufzuladen, sondern elektrischen Fahrzeugen das Fortkommen zu
ermöglichen. An das Wort "Tankstelle" sollte man dabei keine zu hohe
Anforderung stellen. "Ich muss noch mal kurz zur Tanke" bedeutet ja auch nicht
unbedingt, dass noch Benzin getankt werden soll....
Bei den heutigen Ladenöffnungszeiten und dem nächtlichen Alkoholverkaufsverbot gibt es kaum noch einen Grund die teuere Tanke zum Einkaufen aufzusuchen. Lediglich das "Drive in-Feeling" ist da vielleicht noch
ein Argument für manchen.
Alte Anwendungen müssen ggf. angepasst werden. So ist das nun mal bei OSM. Wir
mappen nicht für.....
Aber man zwingt auch nicht massenhaft bestehende Anwendungen sich neu strukturieren zu müssen nur weil man einen gemeinsamen Berührungspunkt von zwei eigentlich doch sehr unterschiedlichen Dingen sieht.

Garry

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