Martin Simon <[email protected]> schrieb:
> Alles hinter "only" und "no" dient nur der Übersicht der Mapper,
>um die Relation den entsprechenden realen Verkehrszeichen zuzuordnen.

Das ist mit einer der wenigen Punkte, die in deinen Ausführungen richtig sind, 
es fügt aber meinen Ausführungen nichts hinzu, weil auch ich das schon so 
wiedergegeben habe.  Gute Wiederholung nach Wiederholung von TR meinerseits.


>Der zweite Punkt zu TR ist, daß du sie in deinem
>Sterntopologie-Beispiel absolut wirkungslos und nichtssagend einsetzt.
>(sorry, es ist so.)
>Betrachte hier
>http://www.openstreetmap.org/?lat=51.324213&lon=12.290977&zoom=18&layers=M
>die aus Westen kommende Linksabbiegerstra äh spur:
>
>Die Turn restriction ist an dem Punkt gesetzt, an dem du im Luftbild
>die Haltlinie erkannt hast.
>Da an diesem Punkt aber nur 2 Wege aufeinander stoßen und diese
>aufeinander folgende Einbahnstraßen sind, bringt eine TR an diesem
>Punkt keine zusätzliche Information für das Routing

Ich würde Dich bitten, Dich eingehend mit dem proposal zu beschäftigen.  Was Du 
hier schreibst stimmt wrt TR einfach nicht.  Du hast TR entweder gar nicht 
verstanden oder beschränkst Dich nur auf einen Teilaspekt, den Du glaubst 
verstanden zu haben.  Also nochmal:

-—
TR erlauben im VIA entweder nur/only oder nicht/no das Abbiegen auf ein TO, 
wenn man von FROM kommt.
-—

Dabei ist es egal, ob VIA aus einem Punkt, oder 1+ Wegen/ways besteht.  
Demzufolge ist die Beschwerde über die Wirkunslosigkeit, die Du dir für dein 
Argument oben ausgesucht hast, nicht nur hinfällig, sondern mit falscher 
Annahme konstruiert - es ist eben nicht die Aneinanderreihung von oneways, die 
man sowieso nur auf eine Art befahren könne, sondern eine ganz bestimmte 
Variante mehrerer möglicher - in Abhängigkeit von welchem FROM Du kommst.

Für genannte Linksabbiegespur heißt das: wenn Du vom way in der FROM-Rolle 
westlich der Ampel kommst, darf der Router Dich nach passieren des Ampelknotens 
NUR VIA der in dieser TR definierten via-ways über die Kreuzung (inkl. center 
node) führen, bevor er Dich auf TO dem weiteren Verlauf überlässt.

Du hast Recht, wenn Du argumentierst, dass GPS u.U. nicht spurgenau 
positioniert.  Dafür können die Daten aber nichts und ein paar Galileo Sats 
sind ja auch schon oben..


>.. trotz der 13(!) turn restrictions an der Kreuzung von jeder "Spur" aus
>in jede Richtung abbiegen kann, da alle "Spuren" auf _einen_ Punkt
>zulaufen, von dem aus es die Möglichkeit gibt, auf _jede_ andere
>"Spur", die von diesem weg führt, abzubiegen.

Das stimmt nur dann, wenn die routing engine die TR nicht nutzt.  In diesem 
Falle ist es auch in allen anderen Topologien, in denen sich Wege kreuzen, 
möglich, in alle Richtungen, also alle verbundenen Wege abzubiegen.

Für den Fall, dass ein Router TR unterstützt, ist deine Ausführung falsch.

Eines noch, wenn mkgmap Abbiegeanweisungen aus der Geometrie errechnet, ist das 
toll, es entspricht aber nicht der Definition von TR - dort ist die Anweisung, 
die ein TR-kompatibler Router zu nutzen hat, klar in _*_* kodiert, während also 
e.g. in no_left_turn das "no" für den Routinggraph relevant ist, ist der 
gesamte String Nutzeranweisung.  Aus der Geometrie sollten Anweisungen nur dann 
erzeugt werden, wenn keine TR vorhanden sind.

Das ist auch so herum sinnvoll, da es aufwendiger ist, aus der Geometrie eine 
Anweisung zu errechnen, als wenn schon eine in der Relation verfügbar ist.




>Was würdest du tun, wenn einem der beteiligten Ströme das Links
>abbiegen verboten wäre?
>Diese "Spur" einfach geradeaus bis hinter die Kreuzung durchschleifen?
>Dann würde ein Router einfach von der geradeaus-Spur über den
>Mittelpunkt links abbiegen!

Nein, eben nicht.  Es ist ja für jede Spur eine TR definiert.

Das diese falsch sein kann, weil falsch gemappt wurde, oder dass Dich der 
Router in eine falsche Spur zur Fahrzeit stecken kann, weil das GPS Signal 
schlecht ist, darüber brauchen wir nicht zu reden.  Ersteren Fall kann es bei 
allen Daten geben, dann muss man korrigieren.  Die Betrachtung des zweiten 
Falls erübrigt sich, weil es nicht Aufgabe OSMs ist, deine Position zu 
bestimmen.  Schlechten Empfang kannst Du immer haben, das ist kein Argument 
gegen genaue Erfassung.


Es wird auch nichts "durchgeschliffen".  Der Sternansatz ist generisch, Du 
kannst damit theoretisch jede Kreuzung mappen.
 


>nur geometrische Weglänge, scharfe Abbiegewinkel, Anzahl der
>Abbiegevorgänge oder andere Kriterien zur Wahl der "besten" Route
>beitragen.

Wie gesagt, Router die TR nicht unterstützen bieten ohnehin keine brauchbare 
Routing-Qualität, denn man braucht TR auch im Nicht-Einzelspurszenario (die 
sind dann jedoch häufig an komplexen Kreuzungen falsch/unbrauchbar, weil sie 
für alle Spuren die gleiche restriction verwenden).


Gruß
Christian


-- 
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