Dazu hatte jemand vor kurzem mit der Analogie zur "ortsüblichen Bekanntmachung" eine ganz potente Meinung. Wenn an zwei Orten der Welt unterschiedliche Lösungen entstehen, deren Ähnlichkeit erst spät erkannt wird und dann zusätzlich der Wunsch nach Vereinheitlichung aufkeimt, ist es zwar aufwendig, aber nicht unmöglich, diese Vereinheitlichung zu einem späteren Zeitpunkt unter Beteiligung beider Parteien zu koordinieren.
Solange niemand schematische Ähnlichkeiten im Tagging zweier Communities vereinheitlichen will oder überhaupt auch nur sieht, bestünde demnach auch kein Handlungsbedarf. Bzgl. "Demokratie" - der Ursprung des Wiki-Konzepts an sich geht auf die Idee einer Beteiligung aller zurück - das sich dennoch nicht alle Mapper daran beteiligen, bzw. parallel dazu alternative, eigenständige Lösungen entwickeln, sind Formen von Freiheit und Pluralismus, die imho für ein lebendiges Community-Projekt notwendig sind. Bei der oft als Schwesterprojekt wahrgenommenen Wikipedia, hat die Auffassung, diese Dinge seien abkömmlich, teilweise dazu geführt, dass die zwischenzeitlich gelobte, hohe Verständlichkeit der Artikel für jedermann (*) dem Club der Perfektionisten zum Opfer gefallen ist. Unabhängig davon, welcher Gruppe man sich aktuell zugehörig fühlt, braucht es imho die Einsicht, dass geistiger Reichtum auf der Akzeptanz aller innerhalb eines Community-Projekts beruht. Das dürfte auch ein Teil dessen sein, was die Flut aktueller Neulinge von osm erwartet. Die Neugier der Leute, die sich aus freien Stücken bei OSM registrieren und dann daran partizipieren, durch vorgetäuschte, rigide Strukturen und Aussagen á la "das haben wir schon immer so gemacht" zu bremsen, halte ich für einen Fehler. Tautologien der Form "das ist so, weil es so ist" können allenfalls Doku geistiger Verarmung sein. (Mindestens braucht es plausible Erklärungen, wenn sich OSM weiterentwickeln soll.) Da wir alle Menschen sind, kann das nur ne Richtschnur sein, klar und ich entschuldige mich ausdrücklich bei denen, die jegliche Form von Idealismus ablehnen, weil sie mit anderen -ismen beschäftigt sind ;-) Gruß Christian Am 25.04.2012 16:35, schrieb Martin Koppenhoefer: > Noch ein Punkt, der hier bisher nicht zur Sprache kam: mit > "Demokratie" hätten wir auch angesichts der Verteilung der Mapper ein > starkes Übergewicht der Deutschen. Die kennen aber vor allem > Deutschland, und nicht alles, was für Deutschland gilt, lässt sich > auch ohne weiteres auf die restliche Welt übertragen. > > Gruß Martin > > _______________________________________________ > Talk-de mailing list > [email protected] > http://lists.openstreetmap.org/listinfo/talk-de > _______________________________________________ Talk-de mailing list [email protected] http://lists.openstreetmap.org/listinfo/talk-de

