Michael Bischof schrieb:
Hallo Liste,
ich komme noch einmal, wegen dem Anfänger-Workshop, auf den thread "encoding
unter windows" zurück. Damals schrieb Klaus Klein:
"Ich hoffe Dich jetzt nicht zu entäuschen, aber mein Testweise mit UTF-8
abgespeicherte Textdatei 'Name.txt' mit dem Namen Deiner Schülerin, wird
unter Windows ganz ohne irgendein Zauber als UTF-8 Datei geöffnet und
korrekt dargestellt."
Ich habe mir jetzt mal die Zeit genommen und mir das angesehen. Zunächst
einmal mußte ich unter win98 die charmap.exe nachinstallieren
Windows 98 wird imho von Microsoft nicht mehr gepflegt, und sollte daher
nicht mehr verwendet werden.
(über
Systemsteuerung usw.: ob das Anfänger hinbringen?).
Dies wuerde ich sogar verlangen, genauso wie unter Linux. Jeder User
sollte/muesste sich mit seinem BS auskennen.
Es ist auch damit nicht möglich den Vornamen Şerife richtig darzustellen in
der Textdatei, wenn das System auf deutsche Tastatur eingestellt ist. Die
Zwischenablage fügt einfach nicht den richtig ausgewählten Buchstaben ein
- also "Ş" wurde kopiert und beim Einfügen kommt dann so ein zerschossenes
Zeichen.
Passiert des oefteren (zumindest bei mir) auch unter Linux.
Mit XP geht das leicht: aber der Haken ist hier ein anderer. Ich kann "Şerife"
z.B. in eine Textdatei, die unter "ANSI" gespeichert ist, eingeben. Dann wird
sie aber als utf-8 geöffnet, ohne dass es darauf einen Hinweis gibt, und auch
so gespeichert.
Wie soll die "Şerife" denn sonst auch korrekt angezeigt werden?
Und das hat zur Folge, dass das selbst nur unter Windows nicht
"versionskompatibel" ist - ohne den kleinsten Hinweis für den Benutzer, warum
das so ist. DerUser kann solch eine Datei eben nicht kopfschmerzfrei an
Andere weitergeben.
Das mit der Versionskompatibilitaet ist in der Tat mit einer der
Hauptgruende gewesen mich von dem Redmonder BS zu trennen. Insbesondere
"Office"
Da halte ich dafür, das die Linux-Herangehensweise, den Usern diesen Code-Kram
zuzumuten und klar und transparent bei "speichern unter..." den jeweiligen
Code zu fordern (und dann auch: öffnen mit... resp. öffnen unter) das für
plattformunabhängiges Arbeiten und erst recht für Anfänger geeignetere
Verfahren ist.
Kann man mit ein paar "Tricks" auch unter Windows darstellen.
("Öffnen unter" ist erst ab KDE 3.4 m.W. leicht, vorher auch nicht)
KDE ist nicht linuxspezifisch!
ciao, Manfred
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