Am 13. Juni 2009 23:25 schrieb Patrick Schroeder <[email protected]>:

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> Vorweg, ich bin selbst kein Pirat, auch wenn ich mit dem Gedanken spiele,
> mir das mal naeher anzuschauen. Ich glaube auch nicht, dass die
> Piratenpartei einen vergleichbaren Weg wie die Gruenen gehen werden. Aber
> meiner Meinung nach reichts schon, wenn durch die Piraten andere Parteien
> ihre Programme aendern, sowas kann man ja gerade bei den SPD-Linken
> beobachten.


Dann brauchen wir keine Piratenpartei, wenn es tatsächlich darum nur geht.

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> Ich hab mir lange ueberlegt, ob ich diesen Aufruf an die Liste schicken
> soll, von einer Politisierung jener halte ich als Mitbegruender der PUG
> absolut garnichts, bin sogar strikt dagegen.


Ich nehme das auch überhaupt nicht übel, a la : ,,Was hat das mit Linux zu
tun?". Aber ich finde es dezidiert falsch.



> Auf der anderen Seite hat Martin mit der Petitionswerbung schon den Anfang
> gemacht, es geht nicht um eigentliche Wahlwerbung, sondern nur um die
> Chance, ueberhaupt bei der Wahl antreten zu duerfen - bei der Wahl koennt
> Ihr trotzdem noch alle Angie waehlen ;)


Ich fand es toll dass und wie z.B. der überragende Erfolg der Petition das
politische Berlin, all die Strippenzieher, PR-Fuzzis, ,,Think Tanks",
Pseudo-Bürgeriniativen usw.usf. in Panik versetzt hatte. Als dann noch MOGIS
das beliebte Manipulationsinstrument der Repräsentativumfrage spektakulär
entwertete ging es mir noch besser.
Aber der Gegner schläft nicht: so kam Christian Stöcker in SPIEGEL Online
mit einem sehr erfolgreichen Ablenkungs- resp. Gehirnwäscheartikel, in
welchem er eine eigene Subkultur der Netizens herbei phantasierte und das
politische Fiasko seiner Dienstherren in einen schlichten
Generationenkonflikt zwischen alt und jung ummünzte: die ,,C 64"-Generation
melde sich zu Wort.
Die meiner Ansicht nach hirnlose Akzeptanz solcher Thesen im Netz bringt
mich dazu einen Gegenaufruf, lieber Patrick, zu starten:
ich bitte Euch diese Unterschrift nicht zu leisten. Der Grund ist einfach:
im Moment geht es darum ob Frau von der Leyen, vorgeschickt von Herrn
Schäuble, das Mandat zum Aufbau einer Internet-Zensur-Infrastruktur erhält
oder nicht. Überraschend viele Menschen, quer duch alle Altersgruppen,
halten ,,Löschen statt Sperren" dagegen und bemühen sich um ein Verbot von
,,Löschen und Sperren". Ob aus dem extrem heterogenen Häuflein, als das sich
die Piratenpartei im Moment darstellt, jemals eine politische Partei mit
mehr als einem Thema wird oder nicht, weiß zur Zeit Niemand. Ich pesönlich
vermute es würde noch einige Jahre dauern. Bis dahin aber ist jede Stimme
für die Piraten in unserem politischen System eine Stimme für die CDU.



> Dazu sinds nicht die Grauen oder die Tierschutzpartei, sondern um eine
> Bewegung, die durchaus mit den Zielen einer lug kombinierbar ist
> (Stichwoerter Open Source, Softwarepatente, Buergerrechte).


Das ist sicher richtig. Aber das Internet ist nicht Alles. Und mit Leuten,
die ernsthaft überlegen ob sie FDP oder Piraten wählen möchten, will ich nun
einmal auf gar keinen Fall auf einer Plattform stehen. Solange die Linke und
die Grünen diese Themen auch vertreten können brauchen wir m.E. nach solch
eine Partei zur Zeit nicht.

Gruß,

Michael Bischof

PS. Sorry, den Kopfschmerz ,,was kann ich wählen?" können wir uns selber
auch nicht ersparen.
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Servus,

nachdem der Anfang mit der Petition gemacht ist, ist der naechste Schritt, direkt auf die Politik einzuwirken.

Dafuer gibts viele Wege, ob CCC, AK-Vorrat, bzw Zensur usw. Diese Vereinigungen machen auch einen guten Job, allerdings ist ihr Einfluss auf die Politik begrenzt, und es kann mittel- bis langfristig nicht der Sinn der Sache sein, sich an Karlsruhe zu klammern.

Vorweg, ich bin selbst kein Pirat, auch wenn ich mit dem Gedanken spiele, mir das mal naeher anzuschauen. Ich glaube auch nicht, dass die Piratenpartei einen vergleichbaren Weg wie die Gruenen gehen werden. Aber meiner Meinung nach reichts schon, wenn durch die Piraten andere Parteien ihre Programme aendern, sowas kann man ja gerade bei den SPD-Linken beobachten.

Ich hab mir lange ueberlegt, ob ich diesen Aufruf an die Liste schicken soll, von einer Politisierung jener halte ich als Mitbegruender der PUG absolut garnichts, bin sogar strikt dagegen. Auf der anderen Seite hat Martin mit der Petitionswerbung schon den Anfang gemacht, es geht nicht um eigentliche Wahlwerbung, sondern nur um die Chance, ueberhaupt bei der Wahl antreten zu duerfen - bei der Wahl koennt Ihr trotzdem noch alle Angie waehlen ;) Dazu sinds nicht die Grauen oder die Tierschutzpartei, sondern um eine Bewegung, die durchaus mit den Zielen einer lug kombinierbar ist (Stichwoerter Open Source, Softwarepatente, Buergerrechte).

Lange Rede kurzer Sinn:

Ich brauche Eure Hilfe, und zwar in Form Eurer Unterstuetzungsunterschrift, damit ich bei der Bundestagswahl endlich eine Partei hab, die ich waehlen kann ;)

Fur Hessen:
http://ich.waehlepiraten.de/hessen/62-formular-fuer-hessen

Fuer RP:
http://ich.waehlepiraten.de/rheinland-pfalz

Ihr duerft nur eine Unterstuetzungsunterschrift leisten, welche Partei Ihr dann im Herbst waehlt, ist davon unabhaengig.

Ich hoffe auf zahlreiche Beteiligung,
liebe Gruesse,

Patrick


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