Am Montag, 15. Juni 2009 00:33:57 schrieb Christian Stalp:
 
> Komische Einstellung zu einer Partei die als einzige was gegen die
> Überwachung unternimmt. Spricht für ein sehr eigenes Demokratieverständnis.

Ist einfach nicht so.

> > Ob aus dem extrem heterogenen
> > Häuflein, als das sich die Piratenpartei im Moment darstellt, jemals eine
> > politische Partei mit mehr als einem Thema wird oder nicht, weiß zur Zeit
> > Niemand. Ich pesönlich vermute es würde noch einige Jahre dauern. Bis
> > dahin aber ist jede Stimme für die Piraten in unserem politischen System
> > eine Stimme für die CDU.
 
> Was ist denn das für ein Quatsch, kannst Du Dich mal verständlich
> äußern. Wenn ich das lese bin ich mehr denn je davon überzeugt dass wir
> ein Generationenkonflikt haben!

Quatsch würde ich es nicht nennen. Ich habe mir jetzt wochenlang die 
Diskussionen dort angesehen. 
 
> > Das ist sicher richtig. Aber das Internet ist nicht Alles. Und mit
> > Leuten, die ernsthaft überlegen ob sie FDP oder Piraten wählen möchten,
> > will ich nun einmal auf gar keinen Fall auf einer Plattform stehen.
> > Solange die Linke und die Grünen diese Themen auch vertreten können
> > brauchen wir m.E. nach solch eine Partei zur Zeit nicht.
 
 
> Die Piraten haben bewusst nur diese "IT-Themen", weil sie kein anderer
> vertritt, ja noch nicht einmal versteht. Es geht um Basis-Demokratie. Es
> soll eben keine sozialistische oder anti-kommunistische
> Meinungs-Firewall aufgebaut werden. 

Sorry, wir reden über taktisches Verhalten bei der kommenden Bundestagswahl. 
Und da ist eine Stimme für die Piratenpartei m.E. nach eine für die Union 
resp. ihren Wasserträger, die SPD.

> Zu den Vorschlägen wie die große 
> Umverteilung in der Zukunft auszusehen hat, kann die Piratenpartei halt
> leider nichts beitragen (oh wie schlimm, oh wie schlimm dafür sollten
> sie bestimmt verboten werden), 

Es stehen andere Verbote im Raum, nicht das der Piratenpartei.

> es würde auch nur bedeuten das Rad neu zu 
> erfinden, ABER die Diskussion wie die Umverteilung aussehen kann, kann
> zumindest FREI geführt werden und auch frei im Internet. Und sie wird
> wahrscheinlich zum grössten Teil im Internet geführt werden, von Leuten
> die dieses Medium und seine Möglichkeiten akzeptieren.

Oh, frei wird sie auch von Anderen geführt. Und längst laufen solche 
inhaltlichen politischen Diskussionen im Netz, auch bei/in allen anderen 
Parteien. Beispiel: der gestrige Parteitag der SPD.
Die Diskussionen dazu waren im Netz. Dort wurde nicht diskutiert und die 
einzige, von Mitgliedern initiierte Alternative dadurch beiseite gefegt dass 
man eine Wortmeldung von Böhning übersah - was dieser sich auch noch gefallen 
ließ.
>
> Im übrigen vertritt die PP nicht nur ein Thema, sondern eine ganze Menge
> Themen. Mann sollte sich da einfach mal informieren! Die Ausarbeitung
> dieser Themen und eine Lösung zu finden, ist aber schon Arbeit genug.

Klar! Meine Meinung ist nur dass dies noch erheblich länger als bis zur 
Bundestagswahl dauern wird und ich deren Kandidatur deshalb nicht 
unterstützen möchte.
 
> Bei einigen Leuten hats aber sicher keinen Sinn, für die ist Überwachung
> halt kein Problem, solange es nur die Leute mit der richtigen Gesinnung
> sind, die Überwachen. Natürlich zum Wohle des Staates oder der
> Gesellschaft.
 
Deshalb ist es ja so wesentlich, dass wir zu ,,Löschen statt Sperren" kommen, 
die Infrastruktur der Netzsperren nicht aufbauen - und eben nicht 
zu ,,Löschen vor Sperren", wie CDU/SPD das wollen.
,,Löschen vor Sperren" ist praktisch das Gleiche wie in China:
http://blog.fefe.de/?ts=b4cf0a07

Gruß,

Michael Bischof 


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