Am Freitag, 13. Februar 2009 schrieb Wolfgang Jäth:
> "Michael Höhne" <[email protected]> schrieb ...
>
> >Wir haben das Programm komplett im Source-Code übergeben, wobei das
> > BSH in Hamburg laut Vertragsbedingungen das Programm nur auf einem
> > der drei Schiffe einsetzen durfte.
>
> Das klingt aber nicht nach Open Source, sondern nach einer ganz
> normalen Auftragsarbeit; oder ist der Code öffentlich zugänglich?

Man lernt ja nie aus:...

Nach genaueren Studium einschlägiger Quellen, ziehe ich mein Beispiel 
zurück...

Die Definition von "quelloffen" bedeutete zu dem Zeitpunkt, als ich noch 
ernsthaft programmiert habe, schlicht und einfach genau dies: Der 
vollständige und nicht verstümmelte (Kommentare entfernen etc.) oder in 
irgendeiner Form unlesbar gemachte Sourcecode hatte bei der Abgabe 
mitgeliefert zu werden.

Beim genannten programm hatte zusätzlich jeder direkte 
(Schiffsbesatzung) und indirekte (Datenauswerter, wissenschaftliche 
Mitarbeiter, Administration) Benutzer das Recht, den Code einzusehen, 
auf Korrektheit zu prüfen und Änderungen/Korrekturen vorzuschlagen 
(erinnerte ein wenig an den Issue-Zilla). Wobei die Änderungen durch 
eine Gruppe von Vertretern des BSH (Schiffsmannschaft/Wissenschaftliche 
Mitarbeiter) und uns (Geräte-/Softwareentwickler) abgesegnet wurden.

Da die Software aber die Abfrage von Schnittstellen für Messgeräte 
umfasste, die von unserer Firma entwickelt worden waren, war eine 
direkte Änderung des Sourcecodes nicht erlaubt. Das war der Grund, 
warum solche Änderungen nur von uns vorgenommen werden durften.

Dies (zusammen mit dem Verbot der Weitergabe an andere Institutionen) 
wiederspricht der Definition der OSI, also ist das Beispiel nach deren 
Definition unpassend. Wobei diese Definition 14 Jahre jünger ist, als 
die von mir genannte Software und ich sie erst in den vergangenen Tagen 
genau studiert habe.

Meiner Meinung nach, geht die Definition der OSI ein wenig zu weit, aber 
dass ist eine andere Diskussion...

Gruß,
Michael

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