Hi,
es ist immer wieder sehr interessant über die verschiedensten Sichtweisen und Vorstellungen zum Fortbestand von OOo zu lesen. @Mathias: Sorray ich meinte in meinem ersten Posting auch Trademark und nicht Copyright ;). Mein Fehler, aber ich komme ja auch mehr von der "Anwenderseite".

1. zu TeamOpenOffice nicht koscher
Ich weiss jetzt noch nicht genau, was nicht "koscher" ist, wenn sich Menschen zusammentun und die Ärmel hochkrempeln, sich mit Anwendern (hier Schwerpunkt "Business") unterhalten und sie einfach mal fragen, was sie sich für die Zukunft wünschen. Weiterhin sehen wir den Know-How Verlust durch die Entlassung zum September und dem wollen wir mit aller Macht entgegen wirken.

@Mathias: Es ist ein Unterschied zwischen "der Arbeitgeber schickt Dich nach Hause" und er entlässt Dich offiziel! Also, meine Aussage ist soweit absolut korrekt. Ausserdem hat es nichts mit Aktivitäten am Projekt zu tun. Du solltest es vielleicht auch besser wissen, dass die meisten von Euch verunsichert waren, ob sie überhaupt in ihrer Freizeit am Projekt arbeiten dürften, ohne Repressalien befürchten zu müssen. Daher passierte auch nichts mehr. So und nun kann man einfach mal überlegen, was passiert, wenn dieser Zustand dauerhaft bleibt.

Ich bin davon überzeugt und mehr als 10 Jahre Arbeit im Business-Umfeld von OOo haben dazu beigetragen, dass dieses Projekt eine verlässliche (aus Sicht einer Firma) Supportform benötigt (das haben Sun und Oracle auch nur bedingt getan, hat mich auch einige grau Haare gekostet). Bitte nicht falsch verstehen, aber der Support der Community ist hier gut und wichtig, aber aus Sicht einer eines CTO nicht genug (habe ich mir nicht ausgedacht, wurde mir einfach gesagt). Zusätzlich wünschen sich Firmen eine Stelle an der sie z.B. Entwicklungen für sich beauftragen können. Diese Liste kann noch reichlich weitergeführt werden.

Eine ASF wird sicherlich niemals einer Firma eine Anpassung z.B. des PDF-Export erstellen, oder würde die ASF z.B. OpenOffice.org für Behörden und deren Anforderungen anpassen und es dann auch noch Supporten?? Nein, sicher nicht. Alle denken wohl immer, dass viele "Entwickler" gleichbedeutend mit einem erfolgreichen Produkt sind und auf diese Weise alles gerettet ist. Bitte, bitte so ist es eben nicht. Entwicklung und Innovation sind ein Teil vom Ganzen, eine große Nutzergemeinde ein weiter Teil und die Nutzer, die es kommerziell einsetzen und mit ihren Anfragen/Anforderungen/Wünschen für ein gesundes Ökosystem um das Produkt sorgen sind ein weiterer Teil.

Ich weiss nicht, ob es mir an dieser Stelle gelungen ist etwas "Licht" in die Sache zu bringen, aber persönlich glaube ich, dass es an der Zeit ist, dass es für OOo professionelle und bezahlte Strukturen geben muss. Ich ärgere mich jedesmal, wenn ich in eine Buchhandlung gehe und nach OOo-Literatur suche, da ich erst einmal an einem großen Regal MS-Literatur vorbei muss. Das Verhältnis von MS zu OOo Nutzern ist ca. 9:1, das Verhältnis im Umfeld (Bücher, Firmen, Support, ++++) ist eher 100:1. Hier wollen wir ansetzen, denn das hilft dem Projekt viel, viel mehr als 3 oder 10 oder 20 weitere freiwillige Entwickler. (Sorry liebe Programmierer ist nicht persönlich gemeint ;) )

Grüße

Thomas

Mathias Bauer schrieb:
Am 22.10.2011 13:20, schrieb Tobias Voigt:

@Mathias
dein Satz

Ich kann mir auch gut vorstellen, dass in LibreHausen die Sektkorken
geknallt haben. :-)
impliziert (trotz Smiley) dass deiner Meinung nach:

°  LibreOffice-Leute reflektiert nach "Bild" Leser Art alles glauben,
   was Initiatoren dieser fragwürdigen TeamOpenOffice-Aktion verbreiten
°  nie etwas von Apache OpenOffice.org (Incubating) gehört haben
°  dem OO den Untergang wünschen.

Nein, ich hoffe, ich habe das jetzt erklärt. Ich zielte dabei auf die
Skepsis ab, die ich aus den Reaktionen auf den Start von AOOo abgelesen
habe.

Mir persönlich kommen diese Aktion von TeamOpenOffice und dieser Beitrag hier von Thomas Mitzka nicht koscher vor.

Auch da möchte ich widersprechen. So wie ich Thomas und die anderen
kenne, wollen die mit Sicherheit positive Beiträge leisten. Der Start
war nur etwas unglücklich und unbedacht, wie ich finde.

Ciao,
Mathias


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