Am 31.05.26 um 23:20 schrieb Dezentral via WLANtalk:
Die Frage die sich allerdings stellt ist, wie resilient sind Freifunk-Netze, 
wenn sie von mehreren Servern - die mitunter alle über nur einen einzigen, 
gesponsorten Weg ausleiten - völlig abhängig sind?

Nein, die zu beantwortene Frage ist: Wie willst Du dezentrale Exits und ein ESS 
ohne zentrale Komponente technisch funktional umsetzen?

Bis dahin bleibt Dein Dezentralisierungsvorschlag technisch "nenne Deinen 
FritzBox-Gastzugang ›Freifunk‹", und das funktioniert eben ncht.

Wenn Kosten & Trouble an nur einer zentralen Stelle entstehen?

Um diese Last (lokal) zu teilen gründeten sich (Freifunk-) Vereine. Auch 
rechtlich ein anderer Schnack.

Wenn sich dies um (durch die Verbreitung von Glasfaser & Co früher nicht 
mögliche) dezentrale Wege ergänzen ließe, wäre das denke ich generell hochgradig 
wünschenswert.

Consumer-Zugänge sind absehbar krass asymetrisch. 1000/50 ist Kabel-Standard, 
250/50 VDSL; bei Glasfaser scheinen sich glücklicherweise 1:0.5-Verhältnisse 
einzupendeln, also 1000/500, 400/200 usw.

Von einem 400/200-GF-Anschluß über einen VDSLer auszuleiten hieße, auf 50/50 
runterzufallen: der VDSLer kann nur mit 50 MBit die Daten meines Anschlusses 
gen Internet weitersenden, genauso kann er die mit 250 MBit/sec empfangenen 
Daten nur mit 50 MBit/sec in GF-Richtung senden.

Hingegen kann die Ausleitung statt über das eigene AS zentral jederzeit auf 
leistungsfähige Tunnel nach sonstwo umgestellt werden — um ›im Internet‹ sind 
die Strecken i. d. R. symmetrisch ...

Und nochmal: wie soll tast technisch funktionieren? Dezentral um der 
Dezentralität willen — kann man wollen, ist dann aber aus technischer Sicht 
halt scheiße.

Wie ich schon schrieb. Es geht mir ganz konkret darum zu was die diskutierenden 
bereit wären.

Du möchtest also darüber abstimmen lassen, ob es nicht doch besser wäre, wenn 
die Sonne sich um der Erde drehen würde?

Weil: technisch *muß* sich, nach aktuellem Stand, die Erde um die Sonne drehen, 
sonst funktioniert die Technik halt nicht; die technische Option, dies 
umzudrehen, wurde noch nicht offenbart.

Bei Deiner Antwort weiß ich jetzt nicht so recht, ob Du - wenn es technisch möglich sein sollte -

Ernsthaft jetzt? "Sagen Sie der Sonne, daß sie nicht so sehr strahlen soll"? Ich habe dargelegt, 
daß die technische Option für dezentralen Exit aus einem ESS bislang nicht aufgezeigt wurde. Damit ist es, 
wenn überhaupt, ein "falls", definitiv kein "wenn". Und vorher stellt sich die Frage 
schlicht nicht, ob dezentrale Ausgänge aus einem ESS erstrebens- oder wünschenswert wären.

als Enthusiast bereit wärst, auch einen solchen Weg zu bedienen (soweit ich 
mich erinnere stellt Ihr über Server über den Verein bei Euch?).

Da dieser Weg offensichtlich nicht existiert, erübrigt sich die Frage. Was ja 
mein Punkt ist ...

Nichts von beidem schließt sich aus meiner Sicht gegenseitig aus.

Doch, schon: da ist der unwiderlegte Fakt, daß es keine dezentralen Exits aus 
einem ESS geben *kann*, und da ist die Idee, jenes wäre doch »generell 
hochgradig wünschenswert« (auch wenn unwiderlegt unmöglich).

First things first: stelle eine Lösung vor, wie in einem ESS ohne zentrale 
Komponenten unterschiedliche Internet-Exits unter Beibehaltung des Roamings 
zwischen den APs auf TCP-Ebene funktionieren - meine ssh-Verbindung darf nicht 
abreißen –, dann, aber erst dann, können wir über reden, diese Lösung 
einzusetzen.

Ciao,
-kai

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