Juergen Fenn <[EMAIL PROTECTED]> writes: > Ich k�nnte mir vorstellen, da� die Folge des Falles "JAP" letztlich > sein k�nnte, da� festgestellt w�rde, da� die Herstellung > vorbehaltloser Anonymit�t durch einen solchen Proxy nach deutschem > Recht nicht rechtm��ig sei.
Wie das? Warum sollte ein Gericht sich dazu �u�ern? AN.ON bzw. die TU Dresden boten nie vorbehaltlose Anonymit�t an, was auch dokumentiert war, auch wenn einige Slogans dies nicht vermuten lie�en. > Es mu� zumindest bei schweren Straftaten eine M�glichkeit der > Strafverfolgungsbeh�rden geben, sich in den Traffic einzuklinken. Die hast Du in vielen Netzen aufgrund von Skalierbarkeitsproblemen im Moemnt nicht, zumindest nicht in der Form der �berwachung eines entfernten Zieles, die vom JAP-Team verlangt wurde. Bei anderen ist die Topologie schwankend, so Du als Betreiber eines Knotens nicht garantieren kannst, da� gewisser Verkehr st�ndig bei Dir vorbeikommt. Und was ist, wenn der Diensteanbieter die notwendige Entwicklungsarbeit f�r die (nur teilweise funktionierende) Abh�rschnittstelle mangels Entwickler nicht im eigenen Haus durchf�hren kann und erst eine (eventuell europaweite) Ausschreibung f�r den Auftrag durchf�hren mu�? Letztlich ist es aber einer Frage der Zeit, bis �berwachung nach IP-Zieladressen per Mausklick m�glich ist. Falls man einen MPLS-basierten Core hat, kann man das als ISP f�r sein eigenes autonomes System schon recht gut realisieren (so etwas eignet sich prima zur DDoS-Bek�mpfung und allgemeiner Problemdiagnose, Stichwort "MPLS-based traffic shunt"). Man m��te mal die Leute Fragen, die so etwas schon machen, wie gro� das Risiko von Schleifen ist, und ob es praktikabel ist, die �berwachung extern auszul�sen. Im Prinzip ist das auch genau die technische Grundlage, die der Filterpilot braucht. F�r die �berwachung nach Quelladressen und die verdeckte �berwachung (die f�r Kandidatenverkehr nicht die Latenzzeit erh�ht, kein Risiko von Schleifen birgt und auch nicht im iBGP des ISPs, das potentiell �ffentlich ist, auftaucht) sind zus�tzliche Router-Features n�tig. Aber auch diese werden realisiert, und hier gibt es neben "Lawful Intercept" auch weitere Anwendungen, die Technikern gefallen (DDoS-Bek�mpfung, Debugging von Netzproblemen, generell flexibleres Routing). Das l�st nat�rlich alles nicht das Problem von auf IP aufsetzenden Netzen mit schwankender Topologie. Hier wei� ich nicht, auf was das hinauslaufen wird, und in diesem Bereich gibt es im Moment (au�er vielleicht bei VoIP) meines Wissens nicht wirklich technische Fortschritte, da die Dienste entweder zentralisiert sind, eh den Ruch des Illegalen besitzen oder kommerziell weitestgehend uninteressant sind.
