Hallo Peter,

danke für die Anwort.

>> 2) Folgerungen aus Wahl von Schwerpunkten
>> -----------------------------------------
>> 
>> -> Modifier: CapsLock (einzig bequem erreichbare Taste, die noch
>>    "frei" ist)
> Das allein ist eigentlich schon der Hauptnutzen der Angelegenheit. Eine
> einfache Änderung mit großer Auswirkung.

Genau, das war mein Wunsch.

>> -> Zusatzbelegungen nur auf der rechten Seite
> Ist eigentlich nicht zwingend, aber klar, rechts ist prililegiert.

Hatte ich im anderen Posting schon beantwortet. Es ist zwingend, wenn
es "ergomisch", d. h. bequem und schnell erreichbar sein soll. Genau
dies war ja für die meisten (alle?) AltGr-Zeichen nicht möglich.

>> -> Funktionstasten (oder Bewegungstasten) kommen auf Plätze, die ein
>>   erfahrener Computernutzer kennt bzw. ihm "natürlich" vorkommen.

> Genau das gilt für hjkl eben nicht.

Ich finde schon. Als Tasten, die regelmäßig für Pfeile genutzt werden,
fällt mir nur diese Variante ein.

> Das kennt nur die geringe Minorität der
> fortgeschrittenen vi-Nutzer.

_Jeder_ Vi-Nutzer, aber die sind in der Minderzahl. Das stimmt.

> Und die sind hinreichend versiert, sich auch ein
> komplexeres Layout, zumindest die 3.+4. Neo-Ebene zuzutrauen.

Ja, das stimmt. Wobei Neo ja ein größeres Neulernen erfordert.

> Aber letztlich ist hjkl ja auch nicht viel schlechter als jede
> andere Anordnung. Nur vertraut ist es für die allermeisten eben
> nicht. Genau wie die anderen Belegungen.

Richtig, das war auch mein Gedanke, dass man letztlich die "neuen"
Tasten eh' ein wenig üben muss und man so vielen *nix (und auch
Win-Vi-Nutzern) etwas leichter tut _und_ man sich nicht in Vim ggf.
umstellen muss.

>> -> Darüber hinaus hab' ich auch ganze Tastenkombinationen, die man
>> relativ häufig nutzt, aber für die man aus der Grundstellung raus muss,
>> mit ins Layout gepackt, zum Beispiel Alt-Tab -- seeehr praktisch :-)
> Seh ich nicht als so wichtig. Der Wechsel der Anwendung ist eh mit einem
> Wechsel der Aufmerksamkeit verbunden; da kann man ruhig auch die Hand ein paar
> Millimeter bewegen.

Ja, das stimmt. Ich finde es schon wirklich praktisch, aber es ist
keine sooo zwingende Funktion. Ich könnte auch ohne leben, aber
empfinde es als angenehm, dass auch das geht. Nicht zu selten muss /
will man auch immer wieder zwischen zwei (oder mehr) Anwendungen hin-
und hergehen und lesen oder kopieren/einfügen usw. Da ist man dann
eigentlich nicht an einer neuen Aufgabe, so dass es dort schon
angenehm ist.

>> |        @        |     a     |                   _ä_t                   |
> Du meinst vermutlich ä. Nette Eselsbrücke, hab ich bei meiner veränderten Neo-
> Variante auch.

Ja, leider sind die Umlaute bei dem amerikanischen Programm, welches
ich für die ASCII-Tabell genutzt hatte, verloren gegangen. Das hatte
ich übersehen zu korrigieren. Kennt jemand 'ne schöne Lösung, die für
Win auch mit Umlauten geht?

>> |       ESC       |   Leer    |    benötigt man oft, daher besonders     |
> Jedenfalls als vi-Nutzer. Ansonsten ist Esc nicht so wahnsinnig häufig.

Nicht ganz so oft, wie die Vimmer ;-) Aber auch die Taste braucht man
schon öfter mal _und_ sie lässt sich nicht aus der Grundstellung
bedienen, auch wenn man mit Übung meist "blind" auf die Taste haut und
dann wieder "blind" in die Grundstellung zurückkommt.

Gäbe es eine andere Funktion, die ihr als "sooo häufig" auf die
Leertaste legen würdet?

>> |      Entf       | Rückschri |               löscht auch                |
>> |                 |    tt     |                                          |
> Nicht so toll. Die Rücktaste liegt eh schon schlecht, eigentlich sollte man
> sie auch noch auf die dritte Ebene bringen. Aber naja, so liegt Entf immerhin
> schonmal im Hauptfeld.

Ja, die könnte man noch gut mit unterbringen. Ich fand' allerdings die
Logik so zwingend, dass ich da gar nicht überlegt hatte. Ich bin auch
etwas überrascht, dass ihr euch mit der Rücktaste "schwer" tut, wobei
die tatsächlich (vielleicht auch gerade bei kleineren Frauenhänden?)
schon mit recht stark gestrecktem Finger erreicht wird...

>> |   Kontextmenu   |     z     |       _z_ehn, gleiche Funktion wie       |
> Das seh ich nun gar nicht ein. Die Menü-Taste brauche ich im Prinzip nie, eine
> extra Kombination dafür zu definieren kommt mir sinnlos vor. Für die seltenen
> Fälle reicht Umschalt-F10 aus, auf AltGr+z würde ich eher die Rücktaste
> packen.

Ich benutz' die laufend, da ich dann z. B. nicht zur Maus langen muss,
nur um mal in einem Explorer-Fenster (bzw. das "gescheite" Programm,
was ich statt dessen nutze) ein Datei zu zippen / mit bestimmten
Programm zu editieren oder was auch immer sonst noch so im Kontextmenü
steckt.

>> |     Alt-F4      |     .     |     Fenster/Programm schließen, wie      |
> Gaaanz schlecht. Sowas sollte auf schlechtere Positionen, bei denen man nicht
> Gefahr läuft, sie versehentlich zu betätigen, weil eine häufige Funktion
> (Bild↓) direkt daneben liegt.

Ja, das ist auch die Funktion bei der ich nicht sicher bin, ob man die
drin lassen möchte (obwohl es sehr praktisch ist) und vor allem, ob an
der Position. Da ich recht schnell -- auch mit den neuen Funktionen
und Tasten -- unterwegs bin, kann das schon mal passieren und es
_kann_ doof sein ;-) Mir fällt gerade ein, dass das auch evtl. gut auf
die Backspace-Taste kommen könnte, da das auch eine Form von
"wegmachen" ist. Allerdings hab' ich dann keine so zwingende Idee mehr
für Entf...

Eine Möglichkeit wäre auch, dass man Backspace und Entf _beide_ mit in
die rechte Seite packt, da man die doch (je nachdem was man gerade
macht) schon relativ häufig brauchen kann...

Meint ihr das wäre ein Gewinn, das z. B. gegen ²³ auf p und ü zu
tauschen? Die Hochzahlen brauch' ich nicht sooo oft und hab' die nur
reingepackt, damit alle AltGr komplett rechts erreichbar sind. Ihr
habt dafür aber eine tote Taste, die auch noch andere Ziffern erzeugen
kann? Das wäre evtl. auch 'ne Idee.

> Ich bin ja außerdem der Meinung, das sowas nicht im Layout festgelegt, sondern
> vom Window-Manager bestimmt werden sollte (Ebenso wie Alt+Tab). Unter Gnome
> und KDE geht das problemlos, unter Windows natürlich mal wieder nicht 
> (jedenfalls nicht ohne Zusatzprogramme).

Kennst du da ein Programm für Windows? Bin (leider, mangels Software
-- ja wirklich) kein Linux-Nutzer und kenne hier den Linux-Weg nicht.
Nach was muss ich da googeln?

>> |       Alt       |     u     |        um Menüzeile zu aktiveren         |
> Darüber befinde ich analog zum Kontextmenü.

Das benutze ich auch sehr selten, aber hatte ich mit reingenommen, um
für die Situationen, wo es praktisch sein kann, leichter ganz auf die
Maus verzichten zu können, da man so die Menüs erreicht und an "alles"
aus einem Programm rankommt...

Wäre evtl. auch ein Kandidat Platz für etwas häufig genutztes zu
machen....? Vorschläge?

>> a) wie findet ihr die Grundidee / Umsetzung?

> Die Grundidee hat schon Wert; allerdings würde ich als absolute
> Schmalspurvariante nur CapsLock als AltGr nehmen.

Das hast Du ja. Mehr braucht man niemand der nicht mag zu erklären und
dann passt es.

> Wenn man dann weiter gehen will, kann man auch gleich die ganze
> dritte und/oder vierte Neo-Ebene importieren.

Ja, genau. Das stimmt. Da ist noch _viel_ möglich. Deshalb freue ich
mich hier über Feedback und eure interessante Arbeit an Neo.

Einen großen Unterschied sehe ich aber schon an der Stelle, dass ich
die Integration des Funktionsblocks als mindestens genauso spannend /
nützlich, wie die der AltGr-Zeichen halte. Wenn man diese Option
(Funktionsblock in Grundstellung) erstmal hat, so gewöhnt man sich
extrem schnell daran und merkt noch viel mehr, wie häufig man diese
Tasten alle benutzt und wie dringend die -- unter der primären
Zielsetzung "Tippkomfort steigern" -- mit ins leicht errreichbare
Grundlayout gehören.

Ebene 3 und Ebene 4 rechts, ist bei Neo ja auch gut erreichbar, aber
gerade der so wichtige Funktionsblock auf Ebene 4 links leider nicht
:-(

> Und wenn man schon so weit ist, kann man dann eigentlich auch gleich
> Neo lernen…

Wenn man "nur" den Funktionsblock noch häufig braucht und selten die
anderen Sonderzeichen, dann nicht. Aber wenn man die anderen Zeichen
auch gern mit in der Tastatur hat, dann auf jeden Fall.

Meine Idee ist aber an der Stelle, dass eine Upgrademöglichkeit des
Layouts extrem attraktiv wäre:

1) großer Nutzen, bereits mit recht kleinem Aufwand (wie
"DeutschlandPlus")

2) neu gelernte Funktione für ein erweiteres Layout, würden dann auch
für ein "Überlayout" funktionieren

3) falls man sogar eine Variante mit nur ein paar vertauschen
Buchstaben als Subset des "großen" Layouts bastelt, dann könnte man
sogar so die Leute gut motivieren, dass man bei Interesse auch einfach
mal _ein_ Buchstabenpaar tauscht. Das kann man auch gut im Alltag mit
unterbringen zu lernen. Ich muss fast immer sehr viel tippen und kann
es mir zeitlich gar nicht erlauben, mal 'n paar Wochen wieder mit
"Dampfgeschwindigkeit" rumzueiern. So ein Wechsellayout (siehe
Carpalx...), wäre daher eine super Möglichkeit auch ein ganz neues
Buchstabenlayout "fließend" lernen zu können.

> Letztlich bietest du (zusätzlich zu CapsLock) ja nur den
> Navigationsblock auf dem Hauptfeld an; das Problem dabei ist, dass
> das erstens nicht unbedingt jeder haben will (weil er es nicht
> glaubt, zu brauchen)

Das kann gut sein. Ich hab' in meiner Familie mal gefragt, wer
Interesse an dem Layout hat. Fast alle sind relativ fix mit zwischen
300 und 400 Anschlägen unterwegs und _keiner_ hatte Interesse. Ich
denke das liegt daran, dass in den speziellen Fällen die
"Programmierklamern" eben nicht oder fast nicht benutzt werden. Damit
fällt der Leidensdruck an der Stelle flach. Den großen Nutzen des
Funktionsblocks _sehr_leicht_ erreichbar zu haben, war mir vor der
Nutzung auch nicht klar. Man langt eben einfach schnell mal rüber zu
Entf und Co. Aber wie gesagt, wenn man es mal erlebt hat und sich
daran gewöhnt hat, wie praktisch und enspannend das ist, für diese
Funktionen nicht mehr aus der Grundstellung zu müssen (für
Nicht-Blind-Schreiber mit mehr oder weniger ausgepräger Hacktechnik --
die auch erstaunlich schnell sein kann. Mein Kollege erreicht so auch
gute 300 Anschläge!), _dann_ merkt man erst, dass es wohl noch kein
sooo ergonomisches Layout ist, wenn man für diese häufigen genutzen
Funktionen die Grundstellung verlassen muss.

> und zweitens da jeder ganz eigene Präferenzen

Was er mag? Für die Geschichten wie Alt-F4 usw. würde ich bejahen, da
das stark davon abhängt, ob wie tastaturlastig man arbeitet. Für den
Funktionsblock glaube ich das nicht. Man glaubt es nicht, wie oft man
irgendwas aus dem Funktionsblock benutzt. Wer gibt z. B. nicht im
Browser den Anfang eines Begriffes ein und geht dann mit Pfeiltaste
(oder Maus, was an der Stelle in der Regel deutlich umständlicher
ist...) zum richtigen vorgeschlagenen Begriff (oder nutzt den dann als
Basis für die abgewandelte URL)? Oder wer will nicht mal eben schnell
mit Entf beim Editieren eines Texts mit der Entf-Taste ein paar
Zeichen löschen.

> bei der Anordnung hat; und die Vi-Variante ist da eher nicht so
> beliebt, wie wir hier bei unserer eigenen Diskussion um die 4. Ebene
> deutlich gemerkt haben.

> Die restlichen deiner Zusatzfunktionen halte ich schlicht für überflüssig.

Siehe deine Aussage "weil er es nicht glaubt, zu brauchen". Ja das
stimmt. Ich denke auch nicht, dass die sooo zwingend mit rein
"müssen". Aber eben praktisch sein können. Das ist aber dann schon
eher ein wenig indiviudeller.

>> b) welche wichtigen Funktionen / Zeichen fehlen euch ggf.?
>> 
>>    falls es da etwas gibt, was würdet ihr statt dessen "rauswerfen",
>>    da jetzt im Layout alle Plätze belegt sind
> Rauswerfen: Alt-F4, Alt, Alt-Tab, Kontextmenü, Esc, | (in dieser Reihenfolge)

Danke für deine Meinung hier.

> Reinnehmen: Rücktaste

siehe oben. Fände ich nicht so zwingend, aber könnte schon nützlich
sein. Je nach Platz wäre das 'ne Überlegung wert!

>  wichtige Zeichen („“– und evtl. »«•¹…), einige weitere
> Diakritika (mindestens ¸˜̈ ˇ°)

Habt ihr da eine Liste für die Häufigkeit dieser Zeichen? Sowas wie „“
fände ich auch schon prinzipiell sinnvoll, wobei das eigentlich meist
über 'ne Autokorrektur in den meisten Programmen "gerichtet" wird.
Findet ihr das wichtiger, als die Diakritika? Die hab' ich hin und
wieder tatsächlich schon vermisst, wenn man z. B. mit einem
ausländischen Namen zu tun hat. Bullets oder hochgestellte 1 würde ich
eher weniger brauchen (Bullets auch über andere Formatierungshilfen
und die hochgestellte 1 brauch' ich nie. Für Fußnoten kann es
natürlich nützlich sein, aber da wäre dann eine Tote Taste für
"hochstellen" (geht das?) evtl. die flexiblere Lösung?

> Wären so meine Prioritäten. Da hat jeder andere.

Danke, finde ich schon hilfreich. Was _ich_ brauche, weiß ich ja, ich
würde das Layout ja gern so machen, dass schon recht viele davon mit
sehr kleinem Aufwand profitieren. Für mich, bin ich im wesentlichen
schon zufrieden, bzw. weiß ja mittlererweile, wie ich mir helfen kann
:-)

>> c) haltet ihr weitere Zeichen / Funktionen über Dead-Keys, "Tasten
>> lange gedrückt halten" oder ähnliche kompliziertere Ansätze für
>> sinnvoll für den Einsatzzweck "jedermann" soll von dem Zusatzlayout
>> schnell und nennenswert profitieren können?
> Dead Keys gibt es ja auch schon bei Qwertz, einige weitere wären 
> wünschenswert, damit man bei Fremdsprachen nicht ständig auf die 
> Zeichentabelle zurückgreifen muss. Besonders heute, wo Europa und die ganze
> Welt zusammenwächst, ist der derzeitige Stand untragbar, bei dem Qwertzler
> gerade mal die drei französischen Akzente tippen können.

Ja, ich denke auch, dass das wohl mit am wichtigsten wäre, wenn man
freie Plätze hat. Da für Deutsche (bzw. Texte, die wir üblicherweise
schreiben) diese Zeichen auch in der Regel nicht laufend vorkommen,
wäre das auch evtl. ein Kandidat für die linke Seite, die man dann
nicht blind / bequem tippen kann?

> Der einfachste Weg ist: ° und ~ tot machen, ¸ auf AltGr+`´, ̈  auf AltGr+#, ˙
> auf AltGr+. und ˇ auf AltGr+^. Da hättest du die allerwichtigsten abgedeckt.
> Das ø könnte man noch auf AltGr+ö legen.

Danke für die guten Ideen. Klingt für mich logisch und müsste man sich
auch gut merken können.

> Sowas wäre natürlich immer noch meilenweit von einer adäquaten
> Internationalisierung entfernt, aber immerhin schonmal ein Schritt
> in die richtige Richtung.

Mein Wunsch war auch "DeutschlandPlus", d.h. in der Hinsicht
bescheidenere Ansprüche. Wobei ich mir die Europatastatur nach dem
Link auf der Neo-Seite angesehen habe und so ein Konzept schon in
Europa prinzipiell 'ne gute Sache ist. Wenn man die mit meinen Ideen
(ganze Standardtastatur mit AltGr-Zeichen und Funktionsblock aus
Grundstellung bequem erreichbar) zusammenbringt, hätte man schon eine
_sehr_ nützliche stark erweiterte Tastatur.

Hui, das dürfte 'ne gute Ecke Arbeit sein. Bin nicht sicher, ob ich
die Zeit im Moment für "die Allgemeinheit" investieren soll / kann.
Daher werde ich wahrscheinlich erstmal noch ein paar Änderungen
(Richtung Diakritika...) machen. Mein weiteres Engagement hängt auch
mit davon ab, ob ich allein arbeiten muss, oder auch Mitstreiter
finde, die ggf. Erfahrung mit dem Bauen eines "großen" ahk-Skripts
oder Lösungen für andere Plattformen haben.

> Dieser Aspekt ist dir anscheinend überhaupt nicht wichtig, weil er
> nicht deiner eigenen Nutzung entspricht.

Was ich dringend brauche, ist mit dem Layout abgedeckt, aber auch ich
hab' mal 'n Namen zu tippen, an den ich nicht ohne die olle
Zeichentabelle oder andere Verrenkungen komme!

> Ich bin aber überzeugt, dass jede neue Tastaturbelegung sich
> heutzutage mal mit sowas auseinandersetzen muss.

Richtig, daher hab' ich ja auch Input gesucht, da ich nicht allein für
mich etwas machen wollte.

> Vielleicht wird es da sogar mal eine offizielle Regelung durch die
> EU geben, so dass Qwertz auch offiziell durch einige internationale
> Zeichen erweitert wird. In Schweden und Finnland ist das schon
> passiert.

Wäre sinnvoll. Habt ihr da Kontakt in die entsprechenden ISO-Reihen?
Ich werde mir im Moment dafür keine Zeit nehmen, aber halte dort eine
Mitarbeit für einen ganz wichtigen Baustein, wenn man im Bereich
"bessere Layouts" wirklich etwas erreichen will. Auch von daher denke
ich, dass die Idee ein Layout möglichst weit kompatibel zu halten,
dort bessere Chancen haben wird. Nicht zuletzt, da es wohl in der
Praxis etwas bessere Chancen hat!?


> Wo willst du das eigentlich veröffentlichen?

Im Internet und ggf. einer Computerzeitschrift.

> Sei mir nicht böse, aber mir scheint das einfach zu sehr ein genau
> auf deine eigenen Bedürfnisse abgestimmtes Layout zu sein.

Siehe oben -- ich denke es ist auf die Bedürfnisse jeden
Computer-Nutzers, der bisher mit 10 Fingern blind schreibt, nützlich.
Besonders für diejenigen, die []{}|@ usw. häufig brauchen. Das sind
so ziemlich alle die programmieren, latexen usw.

> Was auch völlig OK ist. Aber, bis auf CapsLock als AltGr
> umzudefinieren, ist keine der Änderungen wirklich allgemein
> sinnvoll.

Das sagst Du glaube ich nur, da du vermutlich noch nicht im Genuss
warst den Funktionsblock so bequem erreichbar zu haben oder evtl.
falls Du nicht soooo konsequent in Grundstellung tippst?



> Ich hielte es darum für besser, statt einfach irgendwo einen Treiber
> zum Download zu stellen, lieber eine einfache, verständliche
> Beschreibung zu verfassen, wie jedermann seine eigene Tastatur
> verändern kann, mittels AHK- Treiber. Und dann dein Layout als ein
> Beispiel.

Ich habe es so angedacht, dass ich Tipps geben möchte, wie man
allgemein den "Tippkomfort" verbessert (siehe mein langes Posting zu
möglichem Konzept für Neo3), evtl. meine Tastatur (und falls möglich
weitere) vorstelle, das erweiterte "DeutschlandPlus-Layout" bespreche,
noch am Rande Tipps zu weiteren Hilfen (systemweite
Autotextfunktionen, Zwischenablagenmanager usw.) gebe und nicht
zuletzt auch natürlich noch darauf hinweise, dass man relativ leicht
ggf. Anpassungen / Erweiterungen im Skript machen kann und dann auf
das dokumentierte Skript und die üblichen Hilfen (Hilfe, ahk-Forum)
verweisen.

> Bei den paar wenigen Änderungen, die man auf den von dir
> zugelassenen Plätzen unterbringen kann, hat aber jeder seine eigenen
> Prioritäten. Du willst Navigation

Ich will erstmal möglichst alles, was auf der Tastatur an Tasten
angeboten wird (zumindest die, die man auch nutzt, also nicht
unbedingt "Rollen" ;-)) aus der Grundstellung nutzen zu können. Dazu
gehört auch der meiner Meinung nach wichtige Navigationsblock.

> , ein anderer Typografie, der nächste internationale Zeichen, wieder
> andere finden ()[]{} in der Ziffernreihe zu schlecht (das war bei
> Neo 1 Anlass, diese Zeichen in die 3. Ebene zu stellen), und mancher
> hätte dort vielleicht gerne griechische Buchstaben.

Richtig.

> Neo stellt all das bereit, braucht aber eben auch 6 Ebenen dafür.

Ist auch o.k. für ein Layout, was für "alle" passen soll. Individuell
würde man für sich manches anders machen. Bei mir wären z. B. die
griechischen Buchstaben wichtiger und würden lange vor dem
Ziffernblock einen guten Platz bekommen. Das ist klar, dass man da
immer nur einen Kompromiss der Anwenderwünsche erfüllen kann. Aber das
ist vollkommen o.k. Es soll ja ingesamt "passen".

Eine gute Lösung könnte ein 3-lagiges Grundlayout sein, was für schon
sehr viele Nutzer einen großen Nutzen bringen würde, welches dann mit
individuell wählbaren weiteren Ebenen bestückt würde. Bzw. wenn man
einfach die weiteren Ebenen "rotiert" -- sprich' mit unterschiedlich
gut erreichbaren Modifieren verheiratet, dürfte man schon ca. 98 % der
Wünsche abdecken?

> Wer das nicht braucht und will, kann seinen eigenen Treiber
> erstellen, aber ich behaupte, dass der dann auch nur für eine kleine
> Personengruppe attraktiv ist.

Eben. Daher halte ich einen Ansatz für sehr pragmatisch, und im Sinne
sowohl einer guten Nutzung für den (in Person nicht existierenden)
Durchschnittsnutzer wie auch einer guten Verbreitung,
erfolgsversprechend, bei dem man möglichst lange kein Umlernen
_fordert_.

Wäre es nicht schön, wenn man Leute ganz einfach einladen kann ein
erweitertes Layout mal zu probieren, bei dem der erste zusätzliche
Nutzen, fast kostenlos (nur ein klitzeklein wenig Übung) ist und man
dann sagen kann, dass aber noch _viel_ mehr "drinsteckt" und jeder
dann nach Bedarf und Interesse und zur Verfügung stehender Zeit mehr
lernen kann.

Nach den aufgedruckten AltGr-Zeichen und Funktionsblock wären das
natürlich all die Dinge, die ihr schon wunderbar in Neo gepackt habt.
Im Gegensatz jetzt zu den 3. bis 6. Neo-Ebenen würde man dann nur ein
ein paar Zeichen an andere Stelle setzen (und auf "alter"
qwertz-Position bleiben). Das wären dann aber solche Zeichen, die
nicht soooo häufig vorkommen. Natürlich werden die Programmierer dann
klagen und sagen, dass das nicht stimmt und sowas hat dann ja auch
offensichtlich zum Verschieben von {[]} geführt. Da Neo-Nutzer, bzw.
Entwickler hier auf der Liste, wohl auch relativ häufig aus der
Programmierecke kommen werden (???) ist das auch verständlich. Für den
durchschnittlichen 10-Finger-Tipper (die anderen muss man nicht
unbedingt in erster Linie im Blick haben) wird das vermutlich aber
nicht mehr unbedingt gelten?

Dafür könnte man auch gut die leicht erreichbaren "tieferen" Ebenen
nutzen und dann anwendungsabhängig ggf. ein paar Zeichen wiederholen?

Ich denke aber, dass für eine gute Realisierung "mehr Tippkomfort" die
gute Erreichbarkeit von sehr häufig gebrauchten Zeichen _und_
Funktionen zuerst im Vordergrund stehen sollte. Ein neues
Buchstabenlayout ist dann natürlich eine ganz tolle Krönung des
ganzen, wenn der Anwender den entsprechenden Lernaufwand nicht scheut
und für sich keine zu großen Kompromisse im Alltag (häufig wechselnde
Computernutzer usw.) machen muss.

Freue mich übrigens immer noch über Erfahrungsberichte von
langjährigen qwertzern, die mit ca. 300 bis 500 Anschlägen / Minute
unterwegs waren und jetzt gleich schnell oder schneller (bequemer ist
es sicher) Texte tippen können :-)

Viele Grüße
Peter


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