Hallo Steffen, noch ein paar Argumente für die Glasfaser.
Glasfaser ist billiger!! Warum? Weil man Glasfaser fertig konfektioniert kaufen kann (Ich würde sechs bis acht Fasern pro Glasfaser-Kabel vorschlagen). Die Patch-Panel für Glasfaser sind einfacher und damit sicher billiger als bei Kupfer. Die Übergänge Glasfaser-Kabel zu Glasfaser-Patchkabel werden einfach in das Patchpanel eingeklickt. Es gibt kein fehlerhaftes Auflegen. Messen ob Cat X eingehalten wird ist nicht nötig, da das der Hersteller der Glasfaser-Kabel schon gemacht hat. Du benötigst für alle Netze (rot, grün und blau) nur zwei Fasern je Raum und hast die drei Netze auf jedem Switch zur Verfügung. Ich habe das bei mir mit VLAN-fähigen Switches konfigurieren lassen. Brauche ich einen Access-Point im Raum, dann stecke ich den an den entsprechenden Port auf dem Switch und ich habe WLAN im Raum. Ich benötige also keine zweite Leitung für das WLAN. Du installierst mit der Glasfaser quasi das WLAN mit. Brauche ich mal "rot" in dem Raum, dann hänge ich meinen Laptop an den entsprechenden Port und surfe ohne die Beschränkungen die mir der IPFIRE bereitet. Das einzig teure ist der Haupt-Switch mit den vielen Mini GBics (da würde ich Originale nehmen ggf. auch gebrauchte). Pro Glasfaser-Paar benötigst Du zwei Mini GBics. Die Switches in den Räumen gibt es für ca. 180 Euro/Stück. Bei größeren Mengen bekommt man sie für weniger Geld. Z.B. Die Switches die bei uns im Einsatz sind hatten einen Ladenpreis von ca. 240 Euro (jetzt ca. 180 Euro). Wir haben bei Abnahmen von 25 Stück 150 Euro bezahlt. Bei Glasfasern spielt die Länge der Leitung bei einem gewöhnlichen Gebäude quasi keine Rolle. Bei Kupfer musst Du 90 Meter einhalten. Benötigst du eine längere Leitung musst Du technischen Aufwand betreiben (Repeater; Switch). Mit Glasfaser bist Du zukunftsicher. Ggf. kannst Du bei Bedarf die freien Glasfasern dazu verwenden Ports zu bündeln und hast dann höhere Übertragungsraten. Ich hoffe, dass diese Argumente bei Deinem Chef ziehen. Gruß Alois Am 11. April 2016 um 21:09 schrieb Alois Raunheimer < [email protected]>: > Hallo Steffen, > > mein letzter Beitrag: > > Stellt Euch Bitte vor der im Bild blau gezeichnete Leiter zwischen erstem >> Stock und dem Erdgeschoß wird unterbrochen (das kann z.B. durch Bohren in >> die Steigleitung passieren). Worüber fließt dann der zurück fließende >> Verbraucherstrom > > > sollte verdeutlichen, dass, wenn es ganz dumm kommt, der Laststrom über > die Schirmung fließt. In einem der verlinkten PDF-Dateien ist das den > Leitungen deutlich anzusehen. Es besteht in einem solchen Fall Brandgefahr. > > Ich erinnere daran, dass die Netzwerkleitungen mit PVC isoliert sind. Was > passiert wenn PVC brennt dürfte bekannt sein. > > Gruß > > Alois > > Am 11. April 2016 um 20:27 schrieb Steffen Auer < > [email protected]>: > >> -----BEGIN PGP SIGNED MESSAGE----- >> Hash: SHA1 >> >> Hallo Alois, >> >> ich unterrichte zwar Physik an der RS und habe einigermaßen Ahnung von >> elektrischen Dingen, aber in der Kürze konnte ich nicht alle >> elektrotechnischen Dinge bis ins Detail nachvollziehen, das ist dann >> doch sehr fachspezifisch. >> >> Nun, Fazit wäre laut Alois, LWL in alle Räume. Sicher ideal, aber auch >> nicht die günstigste Variante, zumal da jede Menge LWL Technik >> benötigt wird und die Firmen, die bislang Angebote erstellt haben oder >> sollen, so was imho gar nicht anbieten. >> >> Bislang haben wir nur die unterschiedlichen Gebäude, aber noch nicht >> mal die unterschiedlichen Stockwerke mit LWL verbunden. >> >> Bislang läuft das Netz damit sehr gut und zuverlässig. Das ist das, >> was ich dazu sagen kann. >> >> Nun käme halt vom Verteiler in der WRS, der mit LWL an den Serverraum >> im anderen Gebäude angebunden ist, weitere Kabel zu den Vorhandenen - >> die soweit überhaupt aktuell was angeschlossen ist, auch problemlos >> funktionieren. >> >> Ob jedoch die nur Nutzung angedachten Kabel in die einzelnen Räume >> perfekt funktionieren (Einwand von Thorsten), weiß ich nicht, an den >> Meisten ist aktuell nichts angeschlossen. >> Außerdem wurden diese Leitungen vom örtlichen PC-Händler gemacht, der >> fast ein halbes Schuljahr gebraucht hat, 3 alte Leitungen in unserem >> Haus (wurden mal während eines Umbaus für die Verwaltung genutzt) >> wieder in Betrieb zu bekommen bzw. neu zu legen, so dass auch alle >> funktionieren. >> >> Jetzt stellt sich die Frage, was tun? >> Aus dem funktionierenden Iststand hatte ich keine Bedenken, mit Kupfer >> weitere Leitungen in die Räume per Sternverkabelung zu legen. >> >> Ich habe aber ein ungutes Gefühl, eben jeweils diese eine >> Kupferleitung als alleinige Raumanbindung zu verwenden. Wenn's nicht >> funktioniert (und wenn es nur ist, weil die Leitung nicht 100% ok ist) >> ist der Aufwand hinterher viel größer das zu beheben. >> >> Ich fasse zusammen: >> Ideallösung (Variante 1): >> - - WLW in jeden Raum >> - - Dort Switch mit LWL-Port >> - - nur im Raum Kupferkabel >> >> Vorteile: >> - - keine Gefahr von "Brumm" in den Leitungen, was die Datenübertragung >> durch Ströme auf dem Schirm stören würde >> - - Innerhalb eines Raumes ist die nachträgliche Vergrößerung der Anzahl >> der Netzwerkanschlüsse relativ einfach und kostengünstig >> Nachteile: >> - - Kosten (LWL in alle Räume legen, LWL-fähige Hardware in jedem Raum >> - - Zeitfaktor (es müssten neue Angebote eingeholt werden) >> - --> Die Maßnahme soll von Seite Schulleitung besser gestern als heute >> stattfinden ;-) >> >> >> Variante 2: >> Sternverkabelung vom Verteiler im Gebäude in alle Räume als Ergänzung >> zu dem jeweils einen Kabel, das schon in (die meisten) Räume liegt. >> >> Vorteile: >> - - weniger Switches, die Probleme machen können >> - - eine schlechte Leitung legt nicht den ganzen Raum (oder alles was >> dran hängt) lahm. >> Nachteile: >> - - Gefahr von "Brumm" in den Leitungen, was die Datenübertragung durch >> Ströme auf dem Schirm stören würde >> - - Innerhalb eines Raumes ist die nachträgliche Vergrößerung der Anzahl >> der Netzwerkanschlüsse relativ aufwändig >> >> >> Variante 3: >> Vorhandene Einzelkupferleitung in die Räume als alleinige Zuleitung nutzen >> >> Vorteile: >> - - wahrscheinlich günstigste Variante >> - - Innerhalb eines Raumes ist die nachträgliche Vergrößerung der Anzahl >> der Netzwerkanschlüsse relativ einfach und kostengünstig >> Nachteile: >> - - Gefahr von "Brumm" in den Leitungen, was die Datenübertragung durch >> Ströme auf dem Schirm stören würde >> - - Alle Geräte müssen sich eine Leitung teilen. Durch günstige Switches >> (als Versuch, die Kosten niedrig zu halten) wird die Problematik >> geringer Übertragungsgeschwindigkeit noch verstärkt. >> Da in kurzer Zeit sehr viele Daten über's Netz gehen müssen (Imaging) >> und die Rechner per PXE booten, kann dies zu ungeahnten Problemen führen >> - - Ist die vorhandene Leitung nicht 100% in Ordnung, sind Probleme >> vorprogrammiert, die man ggf. erst später bemerkt, wenn alle >> Anschlüsse genutzt werden >> - - WLAN-Accesspoint o.ä. lassen sich nur durch VLAN-fähige Switches in >> jedem Raum realisieren, was die Kosten wieder steigert, aber Bedingung >> dieser Variante wäre (vergleichbar mit Variante 1 LWL-Anbindung) >> >> Habe ich was wesentliches vergessen? >> >> Viele Grüße >> Steffen >> >> >> - -- >> Wir sind nicht nur nett, wir sind sogar linuxmuster.net >> >> Mein System: >> - - virtualisiert mit Proxmox 3.4 >> - - linuxmuster.net 6.1 >> - - IPFire 2.17 Core 99 >> - - Linbo 2.2.16-0 >> - - Ubuntu 12.04-Client >> - - Erweiterungen: Chillispot, Pykota, MRBS und OpenSchulportfolio >> - - Moodle extern (Belwue) per ldaps angebunden >> >> Note: >> No Microsoft programs were used in the creation or distribution of >> this message. 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