Hallo Alois,

wie immer ist das Problem die vielen Mitentscheider und dass alles ganz schnell gegen soll.

Ich habe nochmal mit der Elektrofirma telefoniert, von der ich schon ein Angebot habe. Zum einen sehen die die von dir genannten bedenken nicht. Die Stromverteiler sind wohl 5-adrig angefahren und alles mit FI ausgestattet. Ich weiß nicht ob das was zu sagen hat, aber wie gesagt, die schließen Probeme mit Lastströmen oder Brumen auf der Datenleitung aus. Abgesehen von der Beeinflussung, die man immer hat, wenn Strom und Datenleitung nebeneinander laufen.

Bei Glasfaser würden die Kunststoffglasfaser bis an die Enddosen vorschlagen und auch nicht anders machen. Ein Argument war Manipulierbarkeit im Klassenraum (Anm. Oder man bräuchte in jedem Zimmer einen Netzwerkschrank). Wobei auch das Thema abknicken angeführt wurde (Kabel werden ja Aufputz verlegt und sind erreichbar). Kostenmäßig sieht die Firma auch jede Glasfaservariante (wie oben beschrieben oder klassisch mit LWL in den Raum und dort wieder Kupfer) als teurer. Kann natürlich sein, dass sie das gar nicht als LWL machen wollen, wobei die Variante LWL bis Dose als ideal bezeichnet wurde.

Ich befürchte ja, dass die LWL Variante an der Zeit (und doch an den Kosten) scheitert, weil sich die anderen Beteiligten nicht genug Zeit lassen (wollen). Muss alles ganz schnell entschieden werden, wie so oft halt
Und so fehlen dann auch Alternativangebote.

Viele Grüße
Steffen
--
Von unterwegs gesendet.



Am 12. April 2016 07:35:44 schrieb Alois Raunheimer <[email protected]>:

Hallo Steffen,

noch ein paar Argumente für die Glasfaser.

Glasfaser ist billiger!! Warum? Weil man Glasfaser fertig konfektioniert
kaufen kann (Ich würde sechs bis acht Fasern pro Glasfaser-Kabel
vorschlagen). Die Patch-Panel für Glasfaser sind einfacher und damit sicher
billiger als bei Kupfer. Die Übergänge Glasfaser-Kabel zu
Glasfaser-Patchkabel werden einfach in das Patchpanel eingeklickt. Es gibt
kein fehlerhaftes Auflegen. Messen ob Cat X eingehalten wird ist nicht
nötig, da das der Hersteller der Glasfaser-Kabel schon gemacht hat.

Du benötigst für alle Netze (rot, grün und blau) nur zwei Fasern je Raum
und hast die drei Netze auf jedem Switch zur Verfügung. Ich habe das bei
mir mit VLAN-fähigen Switches konfigurieren lassen.
Brauche ich einen Access-Point im Raum, dann stecke ich den an den
entsprechenden Port auf dem Switch und ich habe WLAN im Raum. Ich benötige
also keine zweite Leitung für das WLAN. Du installierst mit der Glasfaser
quasi das WLAN mit.
Brauche ich mal "rot" in dem Raum, dann hänge ich meinen Laptop an den
entsprechenden Port und surfe ohne die Beschränkungen die mir der IPFIRE
bereitet.

Das einzig teure ist der Haupt-Switch mit den vielen Mini GBics (da würde
ich Originale nehmen ggf. auch gebrauchte). Pro Glasfaser-Paar benötigst Du
zwei Mini GBics.

Die Switches in den Räumen gibt es für ca. 180 Euro/Stück. Bei größeren
Mengen bekommt man sie für weniger Geld. Z.B. Die Switches die bei uns im
Einsatz sind hatten einen Ladenpreis von ca. 240 Euro (jetzt ca. 180 Euro).
Wir haben bei Abnahmen von 25 Stück 150 Euro bezahlt.

Bei Glasfasern spielt die Länge der Leitung bei einem gewöhnlichen Gebäude
quasi keine Rolle. Bei Kupfer musst Du 90 Meter einhalten. Benötigst du
eine längere Leitung musst Du technischen Aufwand betreiben (Repeater;
Switch).

Mit Glasfaser bist Du zukunftsicher. Ggf. kannst Du bei Bedarf die freien
Glasfasern dazu verwenden Ports zu bündeln und hast dann höhere
Übertragungsraten.

Ich hoffe, dass diese Argumente bei Deinem Chef ziehen.

Gruß

Alois

Am 11. April 2016 um 21:09 schrieb Alois Raunheimer <
[email protected]>:

Hallo Steffen,

mein letzter Beitrag:

Stellt Euch Bitte vor der im Bild blau gezeichnete Leiter zwischen erstem
Stock und dem Erdgeschoß wird unterbrochen (das kann z.B. durch Bohren in
die Steigleitung passieren). Worüber fließt dann der zurück fließende
Verbraucherstrom


sollte verdeutlichen, dass, wenn es ganz dumm kommt, der Laststrom über
die Schirmung fließt. In einem der verlinkten PDF-Dateien ist das den
Leitungen deutlich anzusehen. Es besteht in einem solchen Fall Brandgefahr.

Ich erinnere daran, dass die Netzwerkleitungen mit PVC isoliert sind. Was
passiert wenn PVC brennt dürfte bekannt sein.

Gruß

Alois

Am 11. April 2016 um 20:27 schrieb Steffen Auer <
[email protected]>:

-----BEGIN PGP SIGNED MESSAGE-----
Hash: SHA1

Hallo Alois,

ich unterrichte zwar Physik an der RS und habe einigermaßen Ahnung von
elektrischen Dingen, aber in der Kürze konnte ich nicht alle
elektrotechnischen Dinge bis ins Detail nachvollziehen, das ist dann
doch sehr fachspezifisch.

Nun, Fazit wäre laut Alois, LWL in alle Räume. Sicher ideal, aber auch
nicht die günstigste Variante, zumal da jede Menge LWL Technik
benötigt wird und die Firmen, die bislang Angebote erstellt haben oder
sollen, so was imho gar nicht anbieten.

Bislang haben wir nur die unterschiedlichen Gebäude, aber noch nicht
mal die unterschiedlichen Stockwerke mit LWL verbunden.

Bislang läuft das Netz damit sehr gut und zuverlässig. Das ist das,
was ich dazu sagen kann.

Nun käme halt vom Verteiler in der WRS, der mit LWL an den Serverraum
im anderen Gebäude angebunden ist, weitere Kabel zu den Vorhandenen -
die soweit überhaupt aktuell was angeschlossen ist, auch problemlos
funktionieren.

Ob jedoch die nur Nutzung angedachten Kabel in die einzelnen Räume
perfekt funktionieren (Einwand von Thorsten), weiß ich nicht, an den
Meisten ist aktuell nichts angeschlossen.
Außerdem wurden diese Leitungen vom örtlichen PC-Händler gemacht, der
fast ein halbes Schuljahr gebraucht hat, 3 alte Leitungen in unserem
Haus (wurden mal während eines Umbaus für die Verwaltung genutzt)
wieder in Betrieb zu bekommen bzw. neu zu legen, so dass auch alle
funktionieren.

Jetzt stellt sich die Frage, was tun?
Aus dem funktionierenden Iststand hatte ich keine Bedenken, mit Kupfer
weitere Leitungen in die Räume per Sternverkabelung zu legen.

Ich habe aber ein ungutes Gefühl, eben jeweils diese eine
Kupferleitung als alleinige Raumanbindung zu verwenden. Wenn's nicht
funktioniert (und wenn es nur ist, weil die Leitung nicht 100% ok ist)
ist der Aufwand hinterher viel größer das zu beheben.

Ich fasse zusammen:
Ideallösung (Variante 1):
- - WLW in jeden Raum
- - Dort Switch mit LWL-Port
- - nur im Raum Kupferkabel

Vorteile:
- - keine Gefahr von "Brumm" in den Leitungen, was die Datenübertragung
durch Ströme auf dem Schirm stören würde
- - Innerhalb eines Raumes ist die nachträgliche Vergrößerung der Anzahl
der Netzwerkanschlüsse relativ einfach und kostengünstig
Nachteile:
- - Kosten (LWL in alle Räume legen, LWL-fähige Hardware in jedem Raum
- - Zeitfaktor (es müssten neue Angebote eingeholt werden)
- --> Die Maßnahme soll von Seite Schulleitung besser gestern als heute
stattfinden ;-)


Variante 2:
Sternverkabelung vom Verteiler im Gebäude in alle Räume als Ergänzung
zu dem jeweils einen Kabel, das schon in (die meisten) Räume liegt.

Vorteile:
- - weniger Switches, die Probleme machen können
- - eine schlechte Leitung legt nicht den ganzen Raum (oder alles was
dran hängt) lahm.
Nachteile:
- - Gefahr von "Brumm" in den Leitungen, was die Datenübertragung durch
Ströme auf dem Schirm stören würde
- - Innerhalb eines Raumes ist die nachträgliche Vergrößerung der Anzahl
der Netzwerkanschlüsse relativ aufwändig


Variante 3:
Vorhandene Einzelkupferleitung in die Räume als alleinige Zuleitung nutzen

Vorteile:
- - wahrscheinlich günstigste Variante
- - Innerhalb eines Raumes ist die nachträgliche Vergrößerung der Anzahl
der Netzwerkanschlüsse relativ einfach und kostengünstig
Nachteile:
- - Gefahr von "Brumm" in den Leitungen, was die Datenübertragung durch
Ströme auf dem Schirm stören würde
- - Alle Geräte müssen sich eine Leitung teilen. Durch günstige Switches
(als Versuch, die Kosten niedrig zu halten) wird die Problematik
geringer Übertragungsgeschwindigkeit noch verstärkt.
Da in kurzer Zeit sehr viele Daten über's Netz gehen müssen (Imaging)
und die Rechner per PXE booten, kann dies zu ungeahnten Problemen führen
- - Ist die vorhandene Leitung nicht 100% in Ordnung, sind Probleme
vorprogrammiert, die man ggf. erst später bemerkt, wenn alle
Anschlüsse genutzt werden
- - WLAN-Accesspoint o.ä. lassen sich nur durch VLAN-fähige Switches in
jedem Raum realisieren, was die Kosten wieder steigert, aber Bedingung
dieser Variante wäre (vergleichbar mit Variante 1 LWL-Anbindung)

Habe ich was wesentliches vergessen?

Viele Grüße
Steffen


- --
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