Am 11.12.2007 um 13:12 schrieb FER:
At 23:53 10.12.07 +0100, Lutschinger wrote:
"Sicher: Der Zustand der politischen Bildung (...) ist
beklagenswert, das öffentliche Desinteresse daran ebenso. Aber ist
daran das Internet schuld? Ist es nicht vielmehr so, dass im Netz
Chancen für Demokratisierung liegen, für Partizipation,
schließlich auch für Information?"
Thorsten Dörting, Der Spiegel, 10. Dezember 2007
.....................
da liegt er voellig richtig - der Doerting. aber nehmen wir mal an,
die betreffende szene haette eine systemische schliessung
geschafft, so bleibt immer noch als code: haben/nicht haben und als
programm: knappheit. die konsequenz daraus ist: man muss
wirtschaften - denn genau das ist auch eine form der ´partizipation
an gesellschaft´.
der quasi springende punkt waere im anspruch an selbstverteilung
von subvention, erstmal einen anderen code, ein anderes
differenzpaar zu finden (etwa ´undifferenzierte codierung´ - Heinz
von Foerster) und es etwa unter die einheit X, also gar nichts
bestimmtes, zu stellen. aber wie dort hinkommen, wenn -
naheliegender weise - alle beteiligten vorrangig an die kohle denken.
eine loesung waere noch, code, programm, medium und funktion des
funktionssystems religion (ja im ernst) zu waehlen, das trifft es
nicht nur besser im hinblick auf ´partizipative digitale kultur´,
auch teilt diese als ´subventioniertes kulturelles segment´ das
manko der religion: das legitimationsproblem
Hi FER,
Das "Legitimitätsprinzip" (etwa in Gestalt des Königtums "von Gottes
Gnaden") wurde auf dem Wiener Kongress von Metternich zum Grundsatz
der Politik gemacht - dessen Gegensatz ist die Volkssouveränität,
wonach die Wahl des Herrschers der freien Selbstbestimmung des Volkes
überlassen wird.
Insofern denke ich, dass dein Lösungsvorschlag auf das falsche
Problem abzielt.
Ciao,
Stefan
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