Hallo,

André Schnabel schrieb:
> Indem du nur den Teil herausnimmst, der dich bestätigt, entstellst du
> den Sinn des Satzes und auch  meine Aussage. Als Folge ist es
> logisch,
> dass wir aneinenader vorbeirreden.

Na dann kann ich nur nochmal bestätigen das ich es als hervorhebenswert
sehe das bei OOo kommerzielle Beteiligte maßgebliche Anteile leisten und
ich die Tätigkeit der Freiwilligen eher als Normalfall sehe. Das jedoch
nicht um eine Bewertung innerhalb des Projektes zu schaffen oder gar die
Tätigkeit der Freiwilligen innerhalb des Projektes gering zu bewerten,
sondern um im Vergleich zur Mehrzahl der anderen OSS-Projekte zu betonen
das es nicht allgemein üblich ist das kommerzielle Partner mitwirken.

> Die "Freiwilligkeit" in OSS-Projekten ist keineswegs der
> Normalfall.

Und das ist schlicht und einfach Unsinn. Natürlich ist Freiwilligkeit
der Normalfall für OpenSource-Projekte, weil die allermeisten Projekte
so arbeiten. (was ja nicht unbedingt heißt das die allermeisten
Arbeitstunden freiwillig geleistet werden) Schau einfach auf
Sourceforge.
Ich bin ganz sicher das von den derzeitig anhängigen mehreren
zehntausend (ich glaub es sind wohl schon weitaus mehr als
hunderttausend) Projekte bei Sorceforge kaum mehr als einige tausend von
kommerzieller Seite initiiert wurden. Und was ich mit Freiwilligkeit als
Normalfall meine, ist ganz einfach das bei den Möglichkeiten:
(a)
das OSS-Projekt wird nur kommerziell getragen
(b)
das OSS-Projekt wird nur freiwillig getragen
(c)
es gibt sowohl freiwillige als auch kommerzielle Beteiligte

die Summe von (b) und (c) ganz sicher und nur (b) sehr wahrscheinlich
überwiegt. Wenn daraus nun aber nicht abzuleiten ist das Freiwilligkeit
der überwiegende Normalfall ist weiß ich auch nicht.

Ganz nebenbei ist Freiwilligkeit auch in der Literatur zu OSS-Projekte
genauso als Leitmotiv benannt, weil zwar der Weg das ein OSS-Projekt von
Freiwilligen begonnen wird nicht der einzige ist, aber auch heute noch
überwiegt.

> Und ich finde es doch ziemlich daneben, in einer
> Aussendarstellung die
> Arbeit der Freiwilligen unter den Tisch zu kehren, "weil das
> ja üblich
> ist"

und das tue ich nicht, vielleicht liest Du mal was ich geschrieben habe.

> "weil es nur wenige % der Codebeiträge" sind.

ich weiß garnicht was Du willst, es sei denn Du willst mich
mißverstehen. z.B. Eric hat erkannt was ich meinte und es bleibt auch
dabei: die Anteile freiwilliger Beteiligter am Quellcode von OOo sind
gering und die Anteile Freiwilliger an Nicht-Code-Projektaktivitäten
sind sehr hoch.
So sind die Fakten und deren DArstellung heißt ebend /nicht/ die
Beiträge Freiwilliger sind unwichtig oder nicht beachtenswert oder
gering, sondern einzig die Anteile am Code sind gering und ich habe
keine Ahnung wem diese Feststellung nun schaden soll.



Gruß
Jörg


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