Hallo Eric,

Eric Hoch schrieb:
> Naja, hier könnt ihr Haarspalterei betreiben.

Also ich habe sachlich geantwortet, lies bitte meine letzte und meine
vorletzte Antwort darauf und schreib ggf. was falsch ist, ich bin mir
keines Fehlers bewußt.

Allerdings (neben der Tatsache das es hier nicht um einen reinen
Meinungsaustausch, sondern Aussagen für ein Pressekit fürs Marketing
geht) scheint mir da die FAkten nun mal so sind wie sie sind, auch aus
taktischen Gründen die Betonung kommerzieller Entwickler garnicht
falsch, denn neben der Tatsache sachrichtig zu sein, befriedet sie von
anfang an mögliche (negative) Befindlichkeiten die seitens
OSS-Neueinsteigern immer wieder gegen freiwillige Programmierer
aufkommen, da die immer etwas weniger professionell gesehen werden.
(*ich* weiß das das Quatsch ist, viele Nutzer wissen das nicht
unbedingt)

> Ich denke, dass
> mittlerweile viele Open-Source-Projekte durch kommerzielle Anbieter
> getragen werden

korrekt

> und es nicht mehr so eindeutig ist, ob ein
> Mitarbeiter in seiner Freizeit oder Arbeitszeit entwickelt.

verstehe ich nicht, es ist doch völlig klar zuzuordnen wer angestellt
ist und wer nicht (und ich glaube eher nicht das die Entwickler bei Sun
während der Arbeitszeit Skat spielen und die Programmentwicklung dann in
ihrer Freizeit machen ;-))

> Auch
> wird immer mehr kommerzielle Software "Open Source" oder umgekehrt
> "Open Source" wird kommerziell.

das ganz sicher

> Sehen wir uns doch mal MySQL an.
> Das wird jetzt auch von Sun entwickelt und von Freiwilligen.

Aber doch OOo nicht. Lies doch bitte meine Argumentation, da geht es
nicht um Streit sondern um Sachrichtigkeit - es gibt sehr wesentliche
Beiträge von Freiwilligen, aber ebend nicht bei der Programmentwicklung,
das wissen wir alle, das ich nicht negativ, es ist nur der Fakt und
warum soll man den nicht benennen?

> Und willst Du Fedora auch absprechen, dass es von Freiwilligen
> getragen wird, nur weil die Red Hat , ähnlich Sun, Entwickler
> bezahlt die an Fedora mitarbeiten, da es die Basis für Red Hat
> Enterprise Linux ist und wir vor dem Henne Ei Problem stehen ob
> erst das kommerzielle Red Hat Enterprise Linux da war oder das
> freie Fedora oder ob wir sagen, dass ehemals "freie" Red Hat Linux
> wurde kommerziell zu Red Hat Linux Enterprise und dann zum freien
> Fedora Core und später Fedora. Ach ja und was machen wir mit
> CentOS? Und schmeißen wir allen Code raus, den jemand in seiner
> Freizeit an Fedora beisteuert und den er in seiner Arbeit bei Red
> Hat dann weiterbenutzt?

Ich kenne Feodora nicht, sehe aber keinerlei Zusammenhang zu OOo - hier
ist das Henne-Ei-Prolem sehr genau abgegrenzt:
der Code stammte von SUN, das diesen unter OpenSource-Lizenz stellte,
alle Erweiterungen seit diesem Zeitpunkt resultieren wieder maßgeblich
von Sun. Weder Du noch ich dürften auch nur 5 Entwickler benennen
können, bei denen es sich um Nichtangestellte von Sun (ggf.
SUSE;Novell,IBM,...) handelt und die /nennenwerte/ Beiträge zum Code
geleistet haben. Auch ist völlig klar was zuerst da war, das
kommerzielle StarOffice, aber auch das inzwischen (seit Freigabe des
Codes) StarOffice bei formaler Bewertung auf OOo aufbaut.


Oder was sehe ich falsch?


Gruß
Jörg


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