Frederik Ramm <[email protected]> wrote: >Tirkon hat uebrigens recht damit, dass es sein kann, dass ein und >dasselbe Resultat je nach Herstellungsverfahren eine >Share-Alike-Datenbank nach sich ziehen kann oder nicht. Das ist ein >bisschen kurios, aber auch mit der jetzigen Lizenz laesst sich sowas >konstruieren. Angenommen, ich male ein Bild, veroeffentliche es PD, und >appliziere darauf mit XOR ein OSM-Karten-Tile. Lizenz ist nun, >gezwungenermassen, CC-BY-SA. Jemand anders nimmt dieses Kunstwert, XORt >das gleiche Karten-Tile an die gleiche Stelle - Lizenz immer noch >CC-BY-SA, obwohl im Resultat nichts mehr von OSM drin ist, er haette >auch gleich mein PD veroeffentlichtes Bild nehmen koennen.
In diesem Beispiel findet eine tatsächliche Verquickung der Bilder statt. Mir ging es eigentlich auch nicht so um das Technische. Worauf ich eigentlich hinaus wollte, war die OSM Lizenzvererbung - und zwar mit Augenmerk auf die !!freie!! Lizenzvererbung. Der "freie" Gedanke basiert darauf, dass unter Zuhilfenahme freier Dinge (Geodaten/OSM, Texte/Wikipedia, Bilder und Dateien/Wikimedia Commons, Software) keine unfreien/proprietären sondern nur freie Dinge produziert werden dürfen. Hintergrund dabei ist, dass derjenige, der freie Dinge nutzt, auch die Ergebnisse wieder frei anbieten soll. Ziel ist es, durch freie Dinge andere freie Dinge zu generieren und dass freie Dinge letztendlich nicht in eine proprietäre Sackgasse laufen können. Kurzformel: frei + irgendetwas = frei. Das ist das von Richard Stallmann ursprünglich für Software begründete Prinzip, das auf andere freie Dinge ausgeweitet wurde und hierfür bis heute bestens funktioniert. Die Lizenzen haben sich sich als wasserdicht erwiesen. Platt gesagt: Es ist noch niemand bisher gelungen, freie Dinge zu nehmen ohne zu geben. Nur bei OSM scheint das problematisch zu sein. http://de.wikipedia.org/wiki/Richard_Stallman Wenn es unter der ODBL möglich ist (z.B. über den Umweg von Layern) proprietäres Material (z.B. POIs) unter Zuhilfename von OSM verortbar darzustellen, dann ist hier die Kette "frei + irgendetwas = frei" unterbrochen. Denn die proprietären POIs sahnen den Nutzen von OSM ab, ohne in dieser Form nachher frei zur Verfügung zu stehen und somit nicht in OSM aufgenommen werden können. Hier wird ein Riesenaufwand betrieben, um den Lizenzwechsel durchzuführen und große Datenverluste hierfür in Kauf genommen. Daher noch einmal die explizite Frage: Ist die obige Szenario unter ODBL möglich oder nicht. Wenn ja, dann würde die neue Lizenz das freie Prinzip nicht garantieren. Dann aber sollte man schleunigst darüber nachdenken, ob sie den Speicherplatz wert ist, in den sie geschrieben wurde. Ich bin mir dabei im Klaren, dass vermutlich auch die jetzige Lizenz dies nicht sicherstellt. Aber wenn eine Umstellung derart aufwendig ist, dann bitte auch wirksam. Ich weiß nicht, was XOR sagen will. Ich nehme einmal an, dass es eine Erweiterung der XOR Funktion (, die ursprunglich nur für die zwei binären Werte 1 und 0 definiert wurde), auf diskrete digitalisierte Analogwerte erweitert und somit eine Form der Bildüberlagerung darstellt, die ebenso wie das binäre Pendant durch zweimalige Anwendung das ursprüngliche Bild wieder herstellt. http://de.wikipedia.org/wiki/XOR-Gatter _______________________________________________ Talk-de mailing list [email protected] http://lists.openstreetmap.org/listinfo/talk-de

