Hallo Moritz,

Am Freitag, den 03.04.2009, 14:33 +0200 schrieb Moritz Baumann:
> Hallo Jochen,
> 
> Jochen Skulj schrieb:
> > Ich möchte euch bitten, am Accessibility Guide in Launchpad keine
> > Änderungen oder Ergänzungen vorzunehmen. Es handelt sich um eine
> > Upstream-Übersetzung und wer Interesse daran hat, an dieser
> > mitzuarbeiten, hat hier Gelegenheit dazu:
> >
> > http://l10n.gnome.org/vertimus/gnome-user-docs/HEAD/accessibility-guide/de
> >   
> ehrlich gesagt würde ich besonders so kurz vor dem StringFreeze anders 
> vorgehen. Ich hatte nämlich einen Arbeitsplan im Kopf, der auch auf 
> Gleichheit der Übersetzungen abzielt, aber gleichzeit komplette 
> Übersetzung der mit Ubuntu ausgelieferten Programme sicherstellt.
> 
> Ich verstehe deine (zweifellos berechtigte) Vorsicht vor dem 
> Hintergrund, dass diese Möglichkeit in der Vergangenheit missbraucht 
> wurde, aber ich denke, dass folgende Vorgehensweise für Fälle von 
> unvollständigen Übersetzungen wichtiger Nicht-Ubuntu-Programme 
> angemessen ist:
> 
> - Übersetzung in Launchpad vervollständigen
> - Übersetzung nach dem Release dem GNOME-Team vorschlagen
> - Sobald neue, vollständige Upstream-Übersetzung hochgeladen wurde: 
> Synchronisieren (d.h. zurücksetzen auf Packaged-Übersetzungen, wo nötig)
> 
> So haben sich das meiner Meinung nach auch die Entwickler von Rosetta 
> gedacht.

Dein Vorschlag hat einen gravierenden Nachteil: wir liefern
Übersetzungen von Upstream-Dokumentationen an die Endanwender aus, die
nicht mit den Upstream-Übersetzern abgestimmt ist. Das ist genau das,
was die Upstream-Übersetzer ständig an Ubuntu kritisieren. Und ich
denke, die Kritik ist schon berechtigt, weil Fehler, die sich so in die
Übersetzungen einschleichen, an das GNOME-Team gemeldet werden, obwohl
sie diese Fehler gar nicht verursacht haben.

Gerade im Zusammenhang mit dem Accessibility Guide gab es im GNOME-Team
wieder einmal Beschwerden darüber, dass Ubuntu eigene Übersetzung
ausliefert [1] und ich hatte schon etwas Mühe darzustellen, dass dem
nicht so ist [2]. Wenn wir jetzt gerade im Accessibility Guide
Änderungen vornehmen, verlieren wir vielleicht etwas an
Glaubwürdigkeit. 

Mir persönlich ist schon seit dem Intrepid-Release klar, dass es beim
Accessibility Guide noch eine große Baustelle gibt. Darum hätte ich mich
auch gerne gekümmert (zumal ich selbst ja auch behindert bin), aber das
hat so leider nicht geklappt. Daher bin ich eigentlich sehr froh, dass
Simon dort so viel Arbeit investiert hat und 90 % übersetzt hat. Ich
hätte das so nicht hinbekommen. Daher würde ich es bevorzugen, sich im
Vorfeld mit ihm abzustimmen, statt ihn mit quasi vollendete Tatsachen in
Form einer bereits an die Endanwender ausgelieferten Dokumentation zu
konfrontieren.

Weiterhin sehe ich auch keinen wirklichen Vorteil darin, den
Accessibility Guide in Launchpad zu vervollständigen. Als erstes Frage
ich mich, wer von uns jetzt wirklich um den GNOME Accessibility Guide zu
kümmert, der ja auch nicht ganz so einfach zu übersetzen ist. Aber wenn
sich jemand findet, wäre es auch kein Problem, so vorzugehen:

(1) Die aktuelle Upstream-Übersetzung aus Vertimus herunterladen
(2) Die Übersetzung im Texteditor zu ergänzen
(3) Die Übersetzung über Vertimus und Mail mit Mario und Simon
abzustimmen
(4) Die abgestimmte Übersetzung in Launchpad hochladen

Mir persönlich wäre es halt wichtig, bald ein konstruktives Verhältnis
mit den Upstream-Übersetzern zu bekommen, sodass nicht jeder im Upstream
gleich sagt »Benutzt bloß kein Ubuntu«.

Besten Gruß, Jochen

[1] http://mail.gnome.org/archives/gnome-de/2009-February/msg00154.html
[2] http://mail.gnome.org/archives/gnome-de/2009-February/msg00167.html
-- 
Jochen Skulj
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