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Hallo Jochen,

Jochen Skulj schrieb:
> Dein Vorschlag hat einen gravierenden Nachteil: wir liefern
> Übersetzungen von Upstream-Dokumentationen an die Endanwender aus, die
> nicht mit den Upstream-Übersetzern abgestimmt ist. Das ist genau das,
> was die Upstream-Übersetzer ständig an Ubuntu kritisieren. Und ich
> denke, die Kritik ist schon berechtigt, weil Fehler, die sich so in die
> Übersetzungen einschleichen, an das GNOME-Team gemeldet werden, obwohl
> sie diese Fehler gar nicht verursacht haben.

okay, danke für dieses Argument, das Problem mit Fehlermeldungen zur
ersten Version (noch nicht abgestimmt) hatte ich nicht bedacht.

Wobei das eigentliche Problem her ja ist, dass Ubuntu-Anwender die
Fehler nicht zunächst in Launchpad melden, von wo aus sie dann entweder
weitergeleitet werden sollten oder auch nicht. (Hier ist
Aufklärungsarbeit nötig!)

> Mir persönlich ist schon seit dem Intrepid-Release klar, dass es beim
> Accessibility Guide noch eine große Baustelle gibt. Darum hätte ich mich
> auch gerne gekümmert (zumal ich selbst ja auch behindert bin), aber das
> hat so leider nicht geklappt. Daher bin ich eigentlich sehr froh, dass
> Simon dort so viel Arbeit investiert hat und 90 % übersetzt hat. Ich
> hätte das so nicht hinbekommen. Daher würde ich es bevorzugen, sich im
> Vorfeld mit ihm abzustimmen, statt ihn mit quasi vollendete Tatsachen in
> Form einer bereits an die Endanwender ausgelieferten Dokumentation zu
> konfrontieren.

Fändest du es okay, wenn wir auf der GNOME-Mailingliste für gerade diese
Pakete um Erlaubnis für das von mir skizzierte Vorgehen (siehe weiter
unten in dieser Mail) fragen? Dann kann man dort einerseits immer noch
nein sagen, andererseits ist dann eine Vorwarnung da und jeder
Beteiligte weiß Bescheid.

Langfristig könnten wir das ja dann so einrichten, dass wir immer kurz
vor dem Release die wichtigsten Pakete benennen, so dass sich entweder
jemand im GNOME-Team, der das entsprechende Paket sowieso auf seiner
ToDo-Liste hat, noch um die letzten Strings bemüht oder wir sozusagen
die offizielle Erlaubnis zu einer eigenen Übersetzung bekommen (wiederum
siehe unten für Details).

> Weiterhin sehe ich auch keinen wirklichen Vorteil darin, den
> Accessibility Guide in Launchpad zu vervollständigen. Als erstes frage
> ich mich, wer von uns jetzt wirklich um den GNOME Accessibility Guide
> kümmert, der ja auch nicht ganz so einfach zu übersetzen ist. Aber wenn
> sich jemand findet, wäre es auch kein Problem, so vorzugehen:
> 
> (1) Die aktuelle Upstream-Übersetzung aus Vertimus herunterladen
> (2) Die Übersetzung im Texteditor zu ergänzen
> (3) Die Übersetzung über Vertimus und Mail mit Mario und Simon
> abzustimmen
> (4) Die abgestimmte Übersetzung in Launchpad hochladen

Ich hätte einen Alternativvorschlag, da deiner nach einer sehr
zeitintensiven Vorgehensweise aussieht, und gerade diese Zeit haben wir
ja kurz vor dem Freeze nicht mehr:

- - Abstimmen (Mail an GNOME-Mailingliste), sodass jeder bei GNOME
Bescheid weiß (Template für uns reserviert) oder jemand dort noch fertig
übersetzt, der das Paket sowieso übersetzen wollte
- - Wenn wir übersetzen sollen: aktuelle Übersetzung aus Vertimus
auschecken und unter Umgehung der langsamen Import Queue manuell
synchronisieren (also in Launchpad angezeigte fehlende Übersetzungen in
.po-Datei suchen und evtl. rüberkopieren), dann Rest in Launchpad
übersetzen und auschecken
- - Änderungen bei GNOME zum Korrekturlesen einreichen

Siehst du dabei irgendwelche Probleme? (Bis darauf, dass das GNOME-Team
der Vorgehensweise noch zustimmen muss, ich würde dann eine
entsprechende Mail-Anfrage verfassen.) Bei dieser Vorgehensweise würde
niemand »hintergangen« und da beiden Teams eine Liste mit den
betroffenen Paketen zur Verfügung steht, können Bugreports von beiden
Seiten schnell weitergeleitet werden und eventuell kann man im
GNOME-Bugtracker ja sogar einen Link zu der Liste einfügen.

> Mir persönlich wäre es halt wichtig, bald ein konstruktives Verhältnis
> mit den Upstream-Übersetzern zu bekommen, sodass nicht jeder im Upstream
> gleich sagt »Benutzt bloß kein Ubuntu«.

Das möchte ich natürlich auch. Nur hatte ich das Fehlerbericht-Problem
bei meinen Überlegungen völlig übersehen.

Viele Grüße,
Moritz
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