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Gesendet: Mittwoch, 05. Juni 2013 um 13:47 Uhr
Von: "Walther Umstaetter" <[email protected]>
An: [email protected]
Betreff: Re: [WISS-ORG] Langfassung: Über die Darstellung einer deduktiven Wissenschaft als Deduktgeflecht
 
> Dann meinen wir doch das Selbe. Wo liegt das Missverständnis?
 
Lieber Herr Umstätter,
 
nein, wir meinen nicht dasselbe. Das Missverständnis besteht wohl darin, dass ich mir unter dem Ausdruck ‚Axiomatik der Mathematik‘ nichts vorstellen konnte. Also nahm ich das Naheliegendste an und interpretierte es als ‚mathematisches Axiomensystem'. Ein solches Axiomensystem bezieht sich aber immer auf ein bestimmtes Teilgebiet, nicht auf die Mathematik schlechthin. Mein Einwand lautete daher korrekt und allgemein formuliert: Aus einem Axiomensystem eines bestimmten mathematischen Teilgebietes (welches es auch sei) lassen sich keine erfahrungswissenschaftlichen Phänomene herleiten.
 
Doch meine Interpretation ist wohl falsch, und so verstehe ich
 
> Es gibt eine Axiomatik in der Mathematik, die sich auf die Naturgesetze
> anwenden lässt.
 
ebensowenig wie
 
> Nach meinem Verständnis entspringen die syntaktischen Mittel der mathematischen Axiomatik,
> und die inhaltlichen Aspekte aus der begrifflichen Korrespondenz.
 
Und Ihre Behauptung
 
> Insofern kann ich reine Mathematik aus ihrer Axiomitik heraus ohne inhaltliche
> Aspekte betreiben, aber keine Naturwissenschaft.
 
steht im Widerspruch zu meinen beiden aus der Physik stammenden Deduktbeispiele.
 
Viele Grüße
Peter Jaenecke

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