Am 2013-06-06 12:18, schrieb Peter Jaenecke: 

> BEZUG: 
> GESENDET: Mittwoch, 05. Juni 2013 um 13:47 Uhr
> VON: "Walther Umstaetter" <[email protected]>
> AN: [email protected]
> BETREFF: Re: [WISS-ORG] Langfassung: Über die Darstellung einer deduktiven 
> Wissenschaft als Deduktgeflecht 
> 
>> Dann meinen wir doch das Selbe. Wo liegt das Missverständnis? 
> 
> Lieber Herr Umstätter, 
> 
> nein, wir meinen nicht dasselbe. Das Missverständnis besteht wohl darin, dass 
> ich mir unter dem Ausdruck ‚Axiomatik der Mathematik' nichts vorstellen 
> konnte. Also nahm ich das Naheliegendste an und interpretierte es als 
> ‚mathematisches Axiomensystem'. Ein solches Axiomensystem bezieht sich aber 
> immer auf ein bestimmtes Teilgebiet, nicht auf die Mathematik schlechthin. 
> 
> UND WAS IST, WENN WIR DIE AXIOMENSYSTEME INNERHALB DER MATHEMATIK ALS 
> AXIOMATIK DER MATHEMATIK BEZEICHNEN? 
> ABER WIE ICH SEHE, BIN ICH HIER GEZWUNGEN DIE DISKUSSION MIT IHNEN ZU DIESEM 
> THEMA ABZUBRECHEN, WEIL AUCH WIR ANSCHEINEND ZU KEINEM KONSENS GELANGEN 
> KÖNNEN, DA IHRE INTERPRETATIONEN MEINER SÄTZE, WIE SIE  RICHTIG ANMERKEN, 
> EBENSO FALSCH SIND, WIE MEINE VERSUCHE IHRE AUSSAGEN ZU VERSTEHEN. SIE SIND 
> FÜR MICH LEIDER AUCH ZU WIDERSPRÜCHLICH. WENN ICH DIE  AXIOMENSYSTEME 
> BESTIMMTER TEILGEBIETE DER MATHEMATIK NICHT MEHR ALS AXIOMATIK DER MATHEMATIK 
> BEZEICHNEN KANN, OHNE WIDERSPRUCH AUSZULÖSEN, ETC. WIRD ES FÜR MICH LEIDER 
> INDISKUTABEL. 
>   
> MfG
> 
>   
> Walther Umstätter
> 
>   
> P.S. Es scheint auch so zu sein, dass diese Diskussion innerhalb der 
> Wissensorganisation niemanden wirklich interessiert.
> 
> Mein Einwand lautete daher korrekt und allgemein formuliert: Aus einem 
> Axiomensystem eines bestimmten mathematischen Teilgebietes (welches es auch 
> sei) lassen sich keine erfahrungswissenschaftlichen Phänomene herleiten. 
> 
> Doch meine Interpretation ist wohl falsch, und so verstehe ich 
> 
>> Es gibt eine Axiomatik in der Mathematik, die sich auf die Naturgesetze 
>> anwenden lässt. 
> 
> ebensowenig wie 
> 
>> Nach meinem Verständnis entspringen die syntaktischen Mittel der 
>> mathematischen Axiomatik, 
>> und die inhaltlichen Aspekte aus der begrifflichen Korrespondenz. 
> 
> Und Ihre Behauptung 
> 
>> Insofern kann ich reine Mathematik aus ihrer Axiomitik heraus ohne 
>> inhaltliche 
>> Aspekte betreiben, aber keine Naturwissenschaft. 
> 
> steht im Widerspruch zu meinen beiden aus der Physik stammenden 
> Deduktbeispiele. 
> 
> Viele Grüße 
> Peter Jaenecke

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