Hallo allerseits,
Pascal Hauck ſchrieb am 16.09.2009 21:57 Uhr:
Aber es darf nicht sein, dass so viele mit der derzeitigen Belegung unzufrieden sind, dass über 10 Alternativen entworfen werden, und das Ergebnis nach weit über einem halben Jahr Diskussion dennoch lautet: „Wir konnten uns auch nach monatelanger Diskussion nicht auf eine der besseren Belegungen enigen, darum bleiben wir bei der alten, obwohl wir wissen, dass fast alle damit unzufrieden sind.“
Da hast Du natürlich Recht. Dein Motiv, diese leidige Diskussion zu einem sinnvollen Abschluss zu führen, ist zu 100 % unterstützenswert. Ich bin nur nicht davon überzeugt, dass eine Abstimmung der beste Weg ist (erst recht bei einem willkürlich ausgewählten und u. U. stark verzerrenden Wahlverfahren), ich halte die inhaltliche Diskussion einfach für den besseren Weg.
Wenn tatsächlich eine Diskussion im Gange wäre, die zu einer Entscheidung führen könnte, würde ich niemals eine Abstimmung vorschlagen. Diese Diskussion ist aber wiederholt eingeschlafen, da es keine neuen Argumente gab und die Fronten verhärtet sind.
So sehe ich das nicht. Ich habe alle »heißen« Diskussionsphasen verfolgt, und ich würde nicht sagen, dass wir wirklich verhärtete Fronten hatten – eher zerfasernde, da es einfach sehr unterschiedliche Vorstellungen über die grundsätzlichen Ziele der Neuordnung des Navigationsblockes gab (was dann z. B. die sehr invasiven Grundlinien-Vorschläge hervorgebracht hat), aber auch über die Kleinigkeiten (wo soll jetzt Tab-Return liegen, wie wichtig sind diese und jene Symmetrien), was zu relativ vielen Vorschlägen geführt hat, die sich untereinander nur relativ wenig unterscheiden (aber eben doch unterschiedlich sind).
Erst auf den Druck der Abstimmung hin, läuft die Diskussion wieder an – das ist gut. Aber ich fürchte, sie wird auch wieder einschlafen – das ist schlecht.
Stimmt. Ich hatte aber durchaus (sogar mehrfach!) den Eindruck, dass Kompromisskandidaten in Reichweite waren. Und die Diskussionen schienen mir eher aus Erschöpfung bzw. Übersättigung an dem Thema (was man nicht mit Desinteresse verwechseln sollte) eingeschlafen zu sein. Dass erkennt man auch daran, dass sie immer wieder aufgeflammt sind.
Darum möchte ich an meinem Vorschlag, eine geheime (!) Abstimmung vorzunehmen, festhalten. Geheim deshalb, damit niemand durch die Wahl anderer oder die bisherige Stimmenverteilung beeinflusst wird.
Bisher haben sich hier auf der Liste nur kritische Stimmen zu diesem Vorschlag gemeldet (was natürlich nicht ausſchließt, dass er bei der schweigenden Mehrheit auf breite Zustimmung stoßen könnte). Wenn eine Abstimmung schon nicht zu vermeiden ist, würde ich zu mindestens Änderungen im Wahlverfahren anregen. Beispielsweise die Angaben von Präferenzlisten … oder einem längeren (¿nicht-?)anonymen Wahlgang mit Wasserstandsmeldungen und der Möglichkeit, seine Stimme ändern zu können. Und das wichtigste von allem: Eine Abstimmung sollte nur dann Gültigkeit erlangen können, wenn eine gewisse Mindestanzahl an Stimmen abgegeben worden ist.
Durch mehrere Wahlgänge ist sichergestellt, dass keine Stimmen verschenkt werden.
Ich glaube nicht, dass diese Ausſage einer Formalisierung (und einer anschießenden mathematischen Analyse) standhalten würde.
Viele Grüße, Dennis-ſ
