Hallo allerseits,

Pascal Hauck ſchrieb am 18.09.2009 09:49 Uhr:
Das heißt aber nicht, dass sich für meinen Wahlvorschlag nicht ebenso ein Fall 
konstruieren ließe, der ein unerwartetes Ergebnis liefert.

Das haben wir bereits festgestellt: Paradoxien lassen sich wohl bei jedem Wahlverfahren konstruieren. Das ist eben einer der Gründe, warum wir möglichst auf Abstimmungen verzichten sollten.

Zum einen sind solche Fälle aber unwahrscheinlich

Wir sprechen uns wieder, wenn am Ende des Monats CDU+CSU+FDP zwar weniger Zweitstimmen als SPD+Grüne+Linke erzielen, aber dank vieler Überhangmandate für die Union die Mehrheit der Sitze im Bundestag bekommen sollten. Auch das ist eine »unwahrscheinliche« Paradoxie, die laut BVG verfassungswidrig, aber bei dieser BTW noch erlaubt ist.

Mit Matrizen schlage ich mich häufiger herum …

Ich bitte Dich Dich hiermit für die ganze Judäa-E-Mail um Entschuldigung, da 
habe ich mal wieder etwas überreagiert. Nur der Vollständigkeit halber: Leider 
gibt es tatsächlich recht viele Menschen, die Matrizen (oder gar Formeln) 
ziemlich abschreckend finden :-(

Pascal Hauck ſchrieb am 18.09.2009 10:46 Uhr:
Am Freitag, 18. September 2009 05:39:50 schrieb Dennis Heidsiek:
(¿nicht-?)anonymen Wahlgang mit Wasserstandsmeldungen und der Möglichkeit, seine Stimme ändern zu können

Das ist exakt das, was ich zu vermeiden suche.

Okay, das ist eine klare Ausſage – unterschiedliche Zielsetzungen führen natürlich zu unterschiedlichen Wahlverfahren.

Angaben von Präferenzlisten

Auch das ist problematisch. Entweder empfinden einige mehr Belegungen als 
andere gut, wodurch die Stimmen nicht mehr gleichwertig sind;

Das ist bei Deinem Wahlmodus auch der Fall: Wer für einen Verlierer (bzw. im letzten Wahlgang für einen Nicht-Gewinner) stimmt, hat seine Stimme sogar komplett verschenkt.

oder die Stimme (100%) muss aufgeteilt werden und wir landen bei deinem 
Judäa-Beispiel.

Ich meinte ganz konkret dieses Wahlverfahren:
http://de.wikipedia.org/wiki/Übertragbare_Einzelstimmgebung

Das Ziel polischen Wahlkampfes ist es, das Verhalten bei der Abstimmung zu 
beeinflussen, nicht aber die besseren Argumente zu bringen. Griffigere Parolen, 
besser geschminkte Gesichter und professioneller bearbeitete Photos sind laut 
Studien wesentlicher als Inhalte.

Seufz … ich glaube, da doch eine leichte Politikverdrossenheit herauszuhören. Umso interessanter, dass Du so energisch auf eine Abstimmung drängst … vielleicht sollten wir damit anfangen, »Meine Navigationsblock-Variante ist die beste«-K&Ks (»Kugelschreiber und Kondome«) zu verteilen ;-).

Ich hoffe nur, dass nicht primär die Angst, der persönliche Wunschkandidat 
könne in einer Wahl keine Mehrheit finden, bei vielen die Ursache war, auf 
weitere Diskussionen zu drängen.

Das hoffe ich auch. Bei mir ist es eher die Angst, dass viele ihre Stimme abgeben könnten, die sich mit der Thematik nur oberflächlich beschäftigt haben und dann am Ende eine eher schlechtere Variante das Rennen machen könnte.


Viele Grüße,
Dennis-ſ


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