Hallo Pascal,

Pascal Hauck ſchrieb am 20.09.2009 11:43 Uhr:
Am Sonntag, 20. September 2009 02:43:25 schrieb Dennis Heidsiek:
Bzw. noch konkreter:
http://de.wikipedia.org/wiki/Instant-Runoff-Voting

Aber wo ist denn der große Unterschied zwischen Runoff und der von mir 
vorgeschlagenen Methode?

Du hast vorgeschlagen, insgesamt 13 Vorschläge zu berücksichtigen und hintereinander drei Wahlgänge durchzuführen (und dabei das ›Feld‹ jeweils zu verkleinern). Im jedem Wahlgang hätte jeder nur genau eine Stimme, und man läuft jedesmal Gefahr, seine Stimme verschenkt zu haben, wenn man für einen Minderheitenvorschlag gestimmt hätte. Ganz konkret könnte das etwa so ausſehen:

Stimmzettel für den 1. Wahlgang: Vi
Stimmzettel für den 2. Wahlgang: Vi
(Vi schafft es nicht in die Endrunde, also)
Stimmzettel für den 3. Wahlgang: WASD-Konservativ

Beim Instant-Runoff-Voting hingegen würde es nur ein /einzigen/ Wahlgang geben – und der entsprechende Stimmzettel bestände nicht mehr aus einer einzigen Stimme, sondern aus einer Prioritätsliste:

Meine Wunschliste für den Navigationsblock (in absteigender Reienfolge):
1.) Vi
2.) Vi-Stephan
3.) LEIA-Daniel
4.) LIA-getauscht
5.) LEIA x3
6.) WASD-2
7.) WASD-Stephan
8.) WASD-Konservativ
9.) WASD-2-Erik
10.) Nora
11.) Blockout-korrigiert
12.) berniyh
13.) Quadrat

Die Auszählung liefe dann so ab, dass quasi die Ausführung von 12 Wahlrunden hintereinander simuliert werden würde. In jeder Runde wird der jeweils schwächste Kandidat eliminiert und von den Wahlzetteln gestrichen (worauf die folgenden Stimmen ›eine Position aufrücken‹).

Das hat den Vorteil, dass man seine Erststimme bzw. allgemeiner die »hohen« Stimmen ruhig an »Außenseiter« vergeben kann und trotzdem in der finalen Runde »nicht unter den Tisch fällt«.

Zudem sieht man, dass dieses Verfahren eine wesentlich differenziertere Stimmabgabe/Wahlentscheidung ermöglicht. Das ist für mich ein ganz entscheidender Pluspunkt dieses Verfahrens!

Und »Bitte bring’ diese Vorschläge in die von Dir bevorzugte Reihenfolge« halte ich durchaus noch für zumutbar – wer dazu zu faul ist, hat wohl auch kein großes Interesse am Navigationsblock.

Bei Runoff fällt stets diejenige Wahloption, die am wenigsten Erststimmen habt, 
heraus. Bei mir fallen ebenso diejenigen Wahloptionen, die in jedem Durchgang 
die wenigsten Stimmen hat, heraus.

Beide sind also sehr ähnlich.

Durchaus richtig, deshalb habe ich es auch vorgeschlagen. Runoff ist gewissermaßen Dein Verfahren, nur konsequent zu Ende gedacht: Es vermeidet diverse Unschönheiten, indem in einem Wahlgang jeweils nur /ein/ Vorschlag herausgewählt wird (und nicht mehrere wie bei Dir) – es simuliert quasi Dein Verfahren bei 12 = N-1 Wahlgängen.

Kurzum, das Runoff-Verfahren scheint mir besser für eine Abstimmung über den Navitationsblock geeignet zu sein – vor allen Dingen, da es eine viel differenziertere Wahlentscheidung ermöglichen würde.


Viele Grüße,
Dennis-ſ


PS: Natürlich ist auch Runoff nicht perfekt und hat seine eigenen Schwächen (wie alle Wahlverfahren), genaueres dazu findet sich im erwähnten Wikipedia-Artikel am Anfang dieser E-Mail.


Antwort per Email an