hallo holger und liste,
> Auch auf die Gefahr hin, dass ich jetzt Haue bekomme
das soll keine haue sein :-), aber ich finde proxmox kommt bei dir ein
bißchen schlecht weg. auch wenn einiges stimmmt, was du geschrieben hast.
aber, wenn man nicht gleich mit kvm loslegen will oder kann
(einarbeitungszeit, verständnis), dann ist proxmox meiner meinung genau
die richtige wahl, um in relativ kurzer zeit eine virtuelle umgebung
aufgebaut zu haben und diese verwalten zu können.
natürlich braucht man auch hier eine gewisse einarbeitungszeit. aber die
ist doch viel kürzer, als bei purem kvm.
wer sich gleich kvm zutraut, soll kvm nehmen.
im übrigen lernt man mit proxmox so ganz nebenbei, was man evtl. später
auch bei kvm brauchen kann.
ein umstieg von proxmox zu kvm ist jederzeit und leicht möglich, indem
man einfach die lv-disks übernimmt. das hab ich schon ausprobiert, bin
aber fürs erste doch bei proxmox geblieben. die möglichkeit, mit
proxmox, so einfach backups zu erstellen, gab den ausschlag.
1) Lizenzproblem: es kostet jetzt eigentlich was, wenn auch nur 17
EUR/Sockel im Host (so in etwa) ist nicht viel, aber damit wurden vor
einem Jahr alle überfallen.
die sache mit den lizenzen bei proxmox war bei mir der grund, kvm
auszuprobieren.
aber eigentlich kostet proxmox nach wie vor nichts. es sei denn man
möchte einen zugang zu dem angeblich stabileren enterprise repository.
mein proxmox ist ohne enterprise support stabil genug. weiß auch gar
nicht, ob die mich mit meinem softwareraid nehmen würden.
allerdings bleibt wegen dieser lizenzpolitik ein gschmäckle. wechsel zu
kvm ist aber ruckzuck möglich.
2) Java Webbrowseradminoberfläche. Java? Echt jetzt? Nein Danke. UNd was
ich da schon alles gehört habe von wegen: du mußt die Java Version
nehmen, nicht die ...
das stört mich auch. aber wenns läuft: die web-gui ist sehr komfortabel.
es gibt außerdem noch einen umweg über vnc.
der virt-manager ist auch nicht überall eingerichtet und für windows
(ich hab zwar keins) gibts den auch nicht.
3) qcow2 Container: ist ja ganz Nett, aber Festplattenperformance ist
essentiell und Containerdateien sind nunmal noch eine Schicht zwischen
Platte und VM und das will ich nicht.
Auch wenn Snapshots damit gehen: dann muß man halt alle 4 Monate die VM
Platte nullen, damit das Backup nicht immer weiter wächst. Nochmal: Nein
Danke
proxmox kann nicht nur mit qcow2, sondern auch mit raw und vmdk umgehen,
wenn die vm auf verzeichnisebene abgelegt wird. wenn sie in ein
lvm-storage soll, geht nur raw. ich glaube, das ist auch beim puren kvm so.
mir ist das pure kvm noch zu sperrig. deshalb bleib ich vorerst gerne
beim "schorle".
viele grüße
wolfgang
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