Hallo Jörg, Danke für deine ausführliche Antwort. An einer Stelle schreibst du aber: "Als Entwickler würde ich das auch nicht unbedingt sagen, nur wäre ich als Anwender auch nicht so naiv zu glauben das Entwicklern automatisch um meine Bedürfnisse gehen muß." Das erwarte ich doch nicht. Es geht hier a) um eine Funktion, die jahrelang gute Dienste geleistet hat und nicht um gesonderte Bedürfnisse von mir b) um eine in meinen Augen sehr abweisende Antwort von LO. Natürlich können Fehler passieren - ich programmiere auch rum und produziere immer wieder Fehler. Mit dem Unterschied, dass ich sie ausbaden muss, und nicht zigtausende da draußen. OO wird an MS gemessen - das ist jedenfalls Fakt. Ich habe die allerneueste MS-Word getestet. Es ist in der Menüführung grottenschlecht, hat überhaupt keine stringente Logik. Das mag für eine Geburtstagseinladung reichen. Ich sehe das doch tagein tagaus anhand unserer Studierenden an unserem Fachbereich. MS benutzen sie in aller Regel als Schreibmaschine, OO benutzen sie - zugegeben nach einigem Coaching durch mich - mit allen wichtigen Funktioanlitäten. Wenn OO kleinere Bugs hat, ist das zu verkraften, aber größere Bugs, die ganze Textteile schlucken, sind eben nicht zu verkraften.
Best Dave 2012/3/11 Jörg Schmidt <[email protected]> > Hallo David, > > David Paenson schrieb: > > da muss ich dir widersprechen. OOo ist einfach 1000x besser > > als MS Word. > > Ich erinnere mich nicht Gegenteiliges geschrieben zu haben. > > Auch glaube ich nicht das man das so ganz pauschal beurteilen kann, wenn > ichs aber > doch tue komme ich zu der Erkenntnis das, nach Querelen von MS Office 2000 > etc., > spätestens mit MS Office 2010 ein sehr gleichwertiger Konkurrent zu OOo im > Ring > steht, denn in allen Punkten wo OOo früher überlegen war (insbesondere in > Fragen > der Stabilität und Bedienung bei größeren Dokumenten) hat MSO 2010 > aufgeschlossen. > > > Der Punkt ist doch, dass diese Funktion (Korrekturmodus) über > > viele Jahre > > hinweg absolut zuverlässig funktioniert hat, so dass man > > schließlich sich > > darauf verlässt. Ist doch logisch, oder? Und dann nach einem > > Update auf LO > > vermasselt mir das Programm meinen Text - schlimmer noch, löscht ganze > > Passagen! > > > > Als Programmierer würde ich nicht dazu sagen: "Pech für dich, > > das ist doch > > freie Software, und wir übernehmen keine Verantwortung. > > Hättest du wissen > > sollen." > > Als Entwickler würde ich das auch nicht unbedingt sagen, nur wäre ich als > Anwender > auch nicht so naiv zu glauben das Entwicklern automatisch um meine > Bedürfnisse > gehen muß. > > > Ich meine, für wen schreibt man solche tolle > > Software? Oder für > > was? Doch nicht für Menschen, die nichts besseres zu tun > > haben, als neue > > Bugs anzumelden. > > c > > Im Spektrum der Ziele von Entwicklern freier Software ist in der Realität > die > gesamte Bandbreite vertreten von: 'ich schreibe Software für meine Zwecke, > Interessen Dritter spielen keine Rolle' bis hin zur Auffassung: 'der > Anwender > steht im Mittelpunkt'. > > Du wirst beispielswise bei der Linux-Community Entwickler finden die dir > klipp und > klar sagen das es ihnen schlichtweg egal ist ob Dritte Linux benutzen oder > wie > deren Ansprüche sind, sondern das er ihr Ziel ist Linux für sich selbst > und für > Gleichgesinnte zu verbessern und man z.B. auch garkeine besonderen Wert > darauf > legt ob das der weiteren Marktverbreitung von Linux nutzt oder nicht. > > Diese Position mag Dir merkwürdig oder sogar falsch vorkommen, auch ist es > nicht > die meinige Position (denn ich lege Wert darauf das sich OSS am Markt > verbreitet), > gleichwohl ist es das gute Recvht der Entwickler so zu denken und es ist > auch, in > gewisser Hinsicht, eine höchst konsequente Position. > > > Unter Apache gehe ich sehr davon aus, dass mit der gewohnten > > Sorgfalt mit > > neuen Releases umgegangen wird. > > Und warum? Aufgrund eines 'Gefühls'? > > Was ist es für eine Position zu glauben das wenn Du von einem Projekt (LO) > enttäuscht bist deswegen nun automatisch ein anderes Projekt (AOO) besser > wäre. > Ja, das _kann_ sein, nur das muß nicht sein und Deine Argumentation ist > keine > Inhaltliche sondern nur ein persönliches Gefühl. > > > Ich bin leider ziemlich sicher das mich obige Aussagen Deine Sympathie > kosten, > aber das muß ich in Kauf nehmen. > Was mich betrübt ist jedoch die zunehmende Erkenntnis das normal zu sein > scheint > in 'Schubladen' zu denken und auch in der OSS-Community kein Platz ist für > Zwischentöne, sondern auch hier gilt das kritsches Denken unerwünscht ist > und das > nachdenkliche Mitstreiter eher als Gegner denn als Unterstützer gesehen > werden. > > > > Gruß > Jörg > > > --------------------------------------------------------------------- > > Abmelden von der Mailingliste: > [email protected] > Informationen: http://www.openoffice.org/de/ > > To unsubscribe, e-mail: [email protected] > For additional commands, e-mail: [email protected] > >
