Hi,

Am 09.03.2012 23:27, schrieb Stephan Wolff:
Moin!

Am 09.03.2012 02:00, schrieb Christian Müller:
Stephan Wolff<[email protected]>  schrieb:

Das empfinde ich eigentlich als nachrangig.  Wenn das Modell gut ist,
lässt sich der Renderer so anpassen, dass der Output erzeugt wird,
den man will/braucht.

Kein Datenmodell beschreibt die reale Situation vollständig.

Das habe ich auch nicht behauptet!

Für jede Anwendung ist ein anderes Datenmodell ideal. Ein gutes Modell, das jedes Renderergebnis liefern kann, gibt es nicht.

Auch das habe ich nicht behauptet, aber Du wirst doch einsehen, dass es Modelle gibt, die es einfach machen, verschiedene Varianten an Renderoutput zu erzeugen/zu errechnen, wohingegen andere, weniger universelle Modelle es Dir schwerer machen, das zu erreichen. Der Erfolg von OSM an sich beruht ja schon darauf, im Grunde kein starres Tagging-Schema für die Basisgeometrie zu fordern (gefordert zu haben?), bis auf den generischen Zwang, Informationen in key-value-pairs abzulegen.


auftaucht..  "nebeneinander existieren" klingt nach Redundanz..

Es klingt nur so. Zudem wäre Redundanz nur ein Schönheitsfehler aber
kein Ausschlußgrund für eine Koexistenz.

Komischerweise sieht man das im Falle von nebeneinandergezeichneten
secondaries aber offenbar nicht so.  Lustig.

Hat jemand kritisiert, dass die Wege redundant sind? Das sind sie nicht.

Doch das sind sie.


Sie widersprechen der üblichen "highway"-Definition.

Das wurde hier behauptet und es ist Unsinn, weil es, orientiert man sich an den Angaben im Wiki, nicht stimmt.

http://wiki.openstreetmap.org/wiki/Key:highway

The *highway tag* is the primary tag used for highways.


Nun, ich tagge Straßen, keine Häuser, keine Grünanlagen mit dem Highwaytag und selbst wenn es jemandem, der sich für Spuren und die Details nicht interessiert, komisch vorkommen mag, dass ein und die gleiche Straße mehrfach beschrieben wird.

Wenn ich die Straße (wieder im Blicke derer, die sich nicht für Spuren interessieren) mehrfach beschreibe, bezeichnet man das gemeinhin als Redundanz. Die ist nicht unbedingt erstrebenswert, aber auch nicht verboten. Sie wird in OSM bereits an X Stellen verwendet - entweder aus Bequemlichkeitsgründen oder um Kompatibilität abzubilden, z.B. auch im ÖPNV-Schema, wo Doppelinfos in stop_position, platform, stop_area, etc. erlaubt sind.

Du verwendest in deiner Variante vom Januar die Krücke "detail_exists", ich tagge eben die Infos, die der Straße gemein sind, mehrfach - so what? Das wiederspricht keiner üblichen Definition - es ist kompatibel.



Relationen erfordern immer eine Sonderbehandlung. Ein Modell mit exakt
zwei Spuren pro Relation wäre für den Router noch recht einfach, aber
für die Mapper sehr aufwändig. Ein Modell, das alle
nebeneinanderliegenden Fahrspuren zusammenfasst, wäre ungünstig für den
Router.

Das braucht man gar nicht und ich weiß jetzt auch nicht, wie Du in dem Zshg. darauf gekommen bist. Es gibt eine Relation pro Spur - das ist ja das Schöne. Und turn_restriction dürfte mittlerweile schon recht lange von den Routern
gehandhabt werden..  In gosmore z.B. schon mind. 4 Jahre..

Ich sprach von einem Spurwechsel vor der Ampel. Eine turn_restriction
Relation hat damit nichts zu tun.

Wovon Du sprachst, steht noch im Quote, siehe oben. Ich habe das Gefühl, dass wir aneinander vorbeireden. Ich habe den falschen Unterstellungen zu meinem Konzept, in den letzten mails genügend entgegengesetzt, um die meisten Kritikpunkte zu entkräften - wenn man sich damit nicht beschäftigen will und weiterhin Tunnelblick fährt, kann ich das nicht ändern. Speziell zum Spurwechsel vor der Ampel habe ich mittlerweile ganze 3! Methoden aufgezeigt, wie Spurwechselinfos erhalten werden können, ohne Geisterwege (Querstraßen) einzuzeichnen, die auch wieder Aufwand bedeuten würden und Newbies abhalten, Dinge zu ändern:

1) Zusammenhang ist über den Kreuzungspunkt herstellbar, einen Algorithmus zum finden der Spuren, in die es erlaubt ist zur Fahrzeit zu wechseln, habe ich in einer der letzten mails zum Thema angegeben

2) und 3) sind auf der Wiki-Seite zum Konzept zu finden (lane_group relation, um diese Infos direkt zu erfassen, oder Erfassen der area aller lanes, um dann mit IS_IN zu arbeiten)

Aus der Unkonkretheit deiner Mail ("Relationen erfordern immer eine Sonderbehandlung") ließ sich leider nicht darauf schließen, welches Ziel deine Kritik genau hatte. Deshalb habe ich Dir ebenso unkonkret und allgemein nochmal beschrieben, mit welcher Einfachheit das Konzept daherkommt:

    eine Spur mappen
    TR erstellen und Abbiegebeschränkung erfassen

die Summe aller Spuren und TRs enthält präzise Informationen über die Kreuzung und Layout

Je nachdem, was der Anwender konkret wissen will, lassen sich mittels gezielter Suche und Selektion in diesen Informationen wesentlich mehr Anfragen beantworten, als die Kritiken der letzten mails dazu dies in oberflächlicher Art und Weise behauptet haben.


Christian, bitte berücksichtige die von vielen Teilnehmern geäußerten Kritikpunkte. Es wird dir nicht gelingen, die wichtigsten Tag und
Relationen umzudefinieren.

Bitte sprich für Dich selbst und nicht für eine imaginäre Masse. Vielleicht hast Du ja in deiner eigenen Überzeugung sogar die mails überlesen, in denen Zustimmung zum Einzelspurmapping signalisiert wurde und meinen Konsens dazu, bessere highway-values für Spuren zu finden ignoriert. An letzterem Punkt reiben sich viele auf, ohne zu sehen, dass es momentan keine Alternativen gibt. Sie wollen nicht verstehen, dass der Prozess der Veränderung es durchaus erlaubt, ein highway=secondary_link in ein highway=secondary_lane zu wandeln, wenn die Zeit dafür reif ist. Momentan würde das bestehende Router vor unlösbare Aufgaben stellen. Der Finalismus in den meisten Kritiken ist das fatale, als wenn etwas in OSM endgültig wäre.


Gruß

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