Hallo Johannes, > 2. Wenn übersetzt werden muss, sollte der Redakteur sich den > Übersetzungsprozess vergegenwärtigen. Die Textbausteine sind beim Übersetzer > auf Satzebene heruntergebrochen. Bilder erhält er oft gar nicht, wenn er sie > erhält, dann stehen diese in einem extra Dokument (PDF-Datei). Die > Wahrscheinlichkeit, dass der Übersetzer die nächstliegende Interpretation > als die allein mögliche wahrnimmt und gar nicht darauf kommt, in weiteren > Dokumenten seine Interpretation zu verifizieren (wenn er sich tatsächlich > jedes Mal die Mühe machen würde, wenn er Zweifel bekommen sollte), ist sehr > hoch.
Bei den gängigen Übersetzungsprozessen erstaunt mich sowieso eigentlich immer mehr, dass noch etwas lesbares herauskommt. So hat auf einer Tagung mal jemand gemeint, dass sie auch einzelne, voellig aus dem Zusammenhang genommene Sätze dem Übersetzer schicken - und das hat gefälligst zu funktionieren. Vielleicht tut es das ja, aber da ich mache mir doch ernsthaft Gedanken über den Originaltext, in dem offensichtlich nicht mehr viel echte Inhalte vorliegen können. Bei Texten, wie ich sie oft in der Hand habe - spezielle Software, viel Fachbegriffe, Schwerpunkt auf Lesbarkeit - wäre das Vorgehen ziemlich problematisch. -- Viele Grüsse, Birgit Grossmann _______________________________________________ Talk mailing list [email protected] http://lists.framemaker.de/mailman/listinfo/talk
