Hallo, zur Diskussion um die Verkürzung der Sprache: >>Wir überlegen sogar, in Zukunft unsere Sätze noch mehr zu verknappen, z. B. >>Prozedurschritt: "(Kein Artikel) Substantiv + Infinitiv". > Das geht durchaus, wenn hinter dem Substantiv ein Verweis (Nummer o.ä.) > folgt, der sich auf eine vorangegangene Skizze bezieht. 1. Sprache soll lesbar bleiben: Wir schreiben für unsere Leser, nicht gegen sie. 2. Wenn übersetzt werden muss, sollte der Redakteur sich den Übersetzungsprozess vergegenwärtigen. Die Textbausteine sind beim Übersetzer auf Satzebene heruntergebrochen. Bilder erhält er oft gar nicht, wenn er sie erhält, dann stehen diese in einem extra Dokument (PDF-Datei). Die Wahrscheinlichkeit, dass der Übersetzer die nächstliegende Interpretation als die allein mögliche wahrnimmt und gar nicht darauf kommt, in weiteren Dokumenten seine Interpretation zu verifizieren (wenn er sich tatsächlich jedes Mal die Mühe machen würde, wenn er Zweifel bekommen sollte), ist sehr hoch. Übrigens: Der Übersetzer ist oftmals unser erster externer Leser. Wenn der aber das Gefühl hat, dass der Text nicht für den Leser geschrieben wurde, macht er sich auch nicht die Mühe, den Autor auf Mängel/Fehler hinzuweisen: Das kostet nämlich Zeit, und die hat er bereits damit verbracht, in dem verknappten Text zu verstehen, was gemeint sein könnte. 3. Überhaupt keine Einsparungen könnte es bei jenen Übersetzern geben, die nach Textlänge in der Zielsprache abrechnen und gegebenenfalls zweifelhafte Verkürzungen wieder auflösen. (Nicht in jeder Sprache kann auf "Objekt + Verb-Inifnitiv" verkürzt werden.) Viele Grüße Johannes Graubner Technischer Redakteur und gelegentlicher Übersetzer
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