Am Mittwoch, 12. Dezember 2007 18:00 schrieb Martin Schmitt: > Michael Bischof schrieb: > > Also habe ich hier gefragt. Und es sind ja auch einige wichtige > > Gedanken dazu geäußert worden. Da es eh zumindest am Anfang eine > > eher kleinere Lösung mit 5-8 PCs wäre (die Kids sollen da halt auch > > in ihrer freien Zeit an der Schule ins Netz gehen können; sonst > > geht das nur in den offiziellen IT-Räumen) und viel Geld für das > > Kabellegen drauf gehen wird lohnt es sich sicherlich das Alles erst > > mal gut zu überlegen. > > Na, bei 5-8 Rechner im Internetcafe ist die Appliance für 2000 > Flocken vielleicht wirklich ein wenig schwergewichtig. > > Ich gebe trotzdem zu Bedenken, daß ihr in die Klemme geratet, wenn > die verdammten kleinen Kröten in unbeaufsichtigten Momenten auf > Pornoseiten o.ä. surfen und das dann daheim selbst oder von Dritten > rumerzählt wird. Oder laß es Seiten sein, auf denen es um Anbau und > Zucht weicher Drogen geht. Schlimm, schlimm. ;-) > > Wenn sowas erstmal in der Lokalpresse breitgetreten wird, ist euer > Vertrauenskram und das Logging vollkommen für den Hintern. Ihr könnt > euch dann nicht in Ruhe nach der besten und liberalsten Filterlösung > umschauen, sondern es wird _irgendwas_ gekauft, um das Thema > schnellstens aus der Welt zu schaffen. Oder es wird das Surfprivileg > der Einfachheit halber gleich ganz gestrichen. Das ist dann ein > Schlag ins Gesicht von Schülern, die zuhause gar kein Internet haben. > > Wenn die Kinder am heimischen DSL-Anschluß das Vertrauen ihrer Eltern > mißbrauchen, ist das eine Sache. Aber Du solltest bedenken, daß auch > konservative Eltern euch als Schule Vertrauen entgegenbringen müssen. > Ich neige von daher stark dazu, mich in diesem Fall auf die Seite der > Filterbefürworter durchzuschlagen. > > Es gibt übrigens auch wesentlich günstigere Filterlösungen, die > kommerziell gewartet werden. dansguardian.com wäre z.B. ein möglicher > Einstieg in dieser Richtung.
Danke, Martin - das Argument ,,..kommerziell gewartet werden..." ist ein guter Impuls. Man will ja nicht Leute damit beschäftigen in mühevoller Kleinarbeit laufend die Black Lists zu pflegen. Es gibt auch den umgekehrten Ansatz: ,,White Lists'' - damit legt man fest wohin die Kids überhaupt surfen können, was nur erträglich ist, wenn ein großes Team laufend diese White List pflegt und vor Allem groß genug macht. Das Folgende ist so ein Teil: http://www.heute.de/ZDFheute/druckansicht/5/0,6903,7128053,00.html Da hängt eine eigene Redaktion dran. ,,Aus Hantens Idee ist schnell eine gesamtgesellschaftliche Initiative aus Politik und Wirtschaft entstanden. Auch der Öffentlich-Rechtliche Rundfunk mit ARD und ZDF unterstützt das Projekt. "Ein Netz für Kinder liegt genau auf unserer Linie", sagt der Jugendschutzbeauftragte des ZDF, Gunnar Krone. Zahlreiche Unternehmen und Verbände haben sich zusammengeschlossen, um mit der Freiwilligen Selbstkontrolle Multimedia-Dienstanbieter e. V. (FSM) eine Positivliste mit kindgerechten Inhalten zu erstellen. "fragFinn.de besteht schon aus einer fünfstelligen Zahl von Adressen, das sind mehre 10.000 Seiten", sagt Hanten stolz. Ziele von fragFinn.de Kinder sollen im sicheren Surfraum auf interessante Inhalte stoßen, Eltern und Schulen dem Medium Internet mehr Vertrauen entgegenbringen. "Es werden nur Seiten aufgenommen, die bestimmte Kriterien erfüllen. Die Positivliste muss für Kinder absolut unbedenklich sein", betont Projektleiterin Friederike Siller (FSM). "Darüber hinaus soll sie so umfangreich sein, dass Kinder erst gar nicht die Grenzen des Surfraums spüren." Eine eigene Redaktion betreut die Kindersuchmaschine. Das Team aus Medienpädagogen pflegt, erweitert und prüft jede neue Seite. Damit sich Kinder nur auf diesen überprüften Seiten bewegen, können Eltern ihren PC ganz einfach schützen. Und so funktioniert's: Auf der Startseite fragFinn.de gibt es einen Bereich für Erwachsene. Dort kann jeder Interessierte die Software kostenlos herunterladen. Nach dem Download ist der Surfraum für Kinder sicher und nach außen abgeschirmt. Kinder können sich nur auf den geschützten Seiten bewegen, alle anderen sind gesperrt.'' Du hast wohl recht mit Deiner Einschätzung, dass man an einer Schule um so etwas nicht herumkommen wird, schon um sich in dieser immer mehr verrechtlichten Welt nicht selbst aufs Spiel zu setzen. Dass ein Onkel mir sagt, was ich darf, weil es doch gut für mich ist, hätte ich als Kind nie akzeptiert und, obwohl mich das normalerweise gar nicht interessiert hätte, mir sogleich beschafft was ich nicht soll. Andererseits ist dieses Internet in der Schule und umsonst; das spricht für einen Kompromiß. Gruß, Michael Bischof
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