> Nein. Eine Blacklist identifiziert die ungeeigneten Seiten, während bei
> einer Whitelist alles als ungeeignet gilt, was nicht ausdrücklich auf
> Eignung überprüft wurde. Die Hemmschwelle oder die Denkweise um eine
> Seite ausdrücklich freizuschalten, ist mit Sicherheit eine andere, als
> um eine Seite ausdrücklich zu sperren.
>
> Hast Du Dich mit den Links, die ich gepostet habe, auseinandergesetzt?
> Wenn ich sage, die Blacklists kosten im Abo nur ein Taschengeld, dann
> meine ich das auch so.

Ja, habe ich. Da hast Du recht.


>> Ok, aber wenn das Redakteure sind glaube ich nicht, dass die sich trauen
>> würden politisch zu zensieren - auf jeden Fall nicht mehr, wenn nur 1
>> Hinweise
>> kommt.

> Gesperrte Nazi-Seiten sind politische Zensur. Game Over.

> Wer ist nach den Nazis als nächstes dran und wird nicht freigeschaltet?
> RAF-Seiten? Milli Görüs? Attac? Taz?


>> Denke ich auch. Und unter Windows sollte das mit einem Klacks zu machen  
>> sein (~ keine große Zusatzarbeit).

> Vor drei Tagen waren noch engagierte Schüler da, die ein Linuxsystem
> warten sollten und jetzt ist Dir "Windows" als Erlöser willkommen.

Nein, Martin. Linux ist für diesen Fall (mit dem ich selber an dieser Schule
direkt nichts zu tun habe!) dann eine Option, wenn sich die Anschaffung z.B.
von sbox oder ähnlichen Systemen als zu teuer erweist. Und dann nur als
Eingangsserver. Die Einzelarbeitsplatz-PCs wären Windwos2000.

Dass man überhaupt Fragen dazu stellt liegt daran, dass das Geld knapp ist,
andererseits die SchülerInnen, die dieses Geld beim Sponsorenlauf
erwirtschaftet haben, sagen, sie müssten ab jetzt auch eine Möglichkeit an der
Schule haben, in ihrer freien Zeit (Freistunden, Wartezeiten nachmittags usw.)
ins Netz zu gehen.
Bisher ging das nur in den IT-Räumen, aber dafür muß immer ein
aufsichtsführender Lehrer dabei sein. Angeblich werden die Logfiles dort
stichprobenweise durchgesehen; die Schüler sagen aber es sei nicht der Fall.

Die einzelnen Rechner dort würden auf jeden Fall unter Windows2000 laufen,
denn dieses System hat die Schule im Einsatz. Wir haben eine Reihe von
SchülerInnen, die mit Linux ohne Weiteres arbeiten könnten, aber keinen Lehrer
(warum ich selbst da außen vorbliebe möchte ich hier nicht erläutern),
bräuchten aber mindestens einen dafür Verantwortlichen

Persönlich denke ich eh anders darüber. Da aber der Gesichtspunkt des
prophylaktischen (!) Jugendschutzes dabei sein muß, so wie es aussieht, wäre
meine Position nicht umsetzbar.

Wenn ich das jetzt zusammen fassen darf:
1. Es muß eine Lösung her, bei der die Schule sagen kann, man habe sich um den
Jugendschutz gekümmert ~ prophylaktisch.
2. Diese Lösung (billige Black List oder diese fragFinn-White List) sollte
billig sein - aber die Leute, die vermutlich mit der Betreuung beauftragt
würden, müssen das auch können oder für erlernbar halten.
3.

> Schade. Was kommt danach? Bindende Benutzung des Internet Explorer?

Frustrierte Polemik von Dir. Verständlich, aber das ist eh ein morastiges
Geschäft...,,eigentlich'' ist der ganze Komplex ohnehin so: wenn im
öffentlichen Raum eine Aufgabe gelöst werden soll muss (!) ein Beamter eine
Art Ausschreibung machen und ist dann verpflichtet (!) die günstigste Lösung
zu nehmen. Alles Andere ist ein Fall für den Staatsanwalt.
Wenn Schulen heute Gelder für Office-Lizenzen ausgeben tritt dieser Fall
eigentlich schon ein. In diesem speziellen Fall ist es so, dass ein
Linux-System dafür schon da ist, nichts kostet und mit billigen Black Lists
betrieben werden kann.
Dennoch wird man wohl versuchen nach Möglichkeit Linux nicht zu nehmen, mit
dem konstruierten Argument, freie Lehrerstunden zur Administration seien nicht
vorhanden (ein Lehrer müsse für Linux in diesem Fall speziell geschult werden)
und deshalb sei Linux am Ende doch die teure Alternative.

Dieses fragFinn-Ding hat den Nachteil, dass es doch wirklich nur für unsere
ganz jungen Freunde in Frage kommt. Ein Schüler schon der 7. Klasse fühlt sich
von dieser kinderfreundlichen Optik gewiß provoziert.

Mal schauen: das geht vielleicht nur über die Eltern..

Gruß,

Michael Bischof

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