hallo community,  

wenn am anfang dezember die wichtige gemeinderatssitzung
ist, dann sollten wir sehr klar darauf hinarbeiten,
dass bis dahin soviel wie möglich in unserem
sinn in dem dort vorgelegten papier und budget drinsteht
und nicht nur als zwang der kulturverwaltung in die geschichte
eingeht.

momentan sind wir am zug, gleichzeitig an die wand gespielt,
und die frist für änderungen ist kurz.
wenn wir also nicht nur spielball bleiben wollen, beobachtet
von denen, die zwar vielleicht mit uns, aber am längeren hebel
spielen, gibt es auch auf unserer seite jetzt klare
spielregeln und zeitnot:

nur, was von unserer seite verhandelbar als CP-Entscheidung
mit einfacher mehrheit von sari und vali vorgelegt werden
kann, hat dazu eine chance. unsere verhandlungsposition
ist die schwächere 

grundsätzlich:
erst einmal sind die erfolge klarer darzustellen,
stadtrat und gemeinderätin sind tatsächlich auch
zu FRAGEN, wie sie sich den plötzlichen aktiven und
besonderen internationalen ruf des "digitalen wiens"
erklären ... dann kann man auch besser die anderen
fördergruppen und fördersorgen von ihnen hören, die
offensichtlich hinter ihrem modellentwurf stehen

(leider: ich stimme christoph zu und habe das auch schon
am krisen/arbeitstreffen gesagt: wir stehen nicht ohne grund
so nackt da, wenn wir keine zahlen und projekte und
analysen unserer ergebnisse bieten können. die stadt hat
übrigens solche auch nicht bezahlt und keine sonderbudgets
dafür angekündigt - das sollte ein gesprächsthema sein!)

schadensbegrenzung, bzw. fallback - für den schlechtesten fall:
wenn nämlich die stadt sich kaum bis garnicht
nicht bewegungsbereit zeigt, ganze budgets nochmals zu restrukturieren
oder die jury zu verkürzen und die juryanzahl vergößern usf.
(solche änderungen müssten mit dem stadtrat ja abgesprochen
werden, nicht zufällig also die zeitknappheit ...
die forderung von "500.000 für einrichtungen" kann
man eben nur mit klaren fakten, zahlen, evaluationen und
auswertungen stellen, das ist sonst nicht ernst zu nehmen, v.a., wenn
man die budgetplanungen nicht viel monate vorher damit konfrontiert ...)


hier meine minimal(!) vorschläge:
----------
100.000 einrichtungen

*institutionenförderung auf 25.000 pro jahr pro institution beschränken,
auch wenns manchen wehtut, das war konsens und sollte es bleiben
* mögliche mindestförderung bei 5.000 bis 7.500 - geringere summen
müssen bei digitaler kunst und v.a. digitaler kultur ansuchen
* die feedbackregeln, an die christoph erinnert hat, könnten da auch
drinstehen, event oder mind. selbstevaluation als kl. bericht

-------------
100.000 Convention
* nicht alle teile können von einem verein auf zwei jahre
bestimmt werden, das ist zu "deduktiv", um auf christophs
terminus "induktiv" einzugehen, zu wenige leute bestimmen zu lange und sogar
für 2 conventions, was sie zulassen wollen, zwischen communities und jury
und koordinierendem verein gibt es zuwenig kontrolle und kommunikation in
klaren meilensteinen über die zwei jahre; die antragssteller vor der
jurysitzung und die jury sollten auch die möglichkeit haben, zwischen
verschiedenen konzepten zu vermittlen usf.

-------------
100.000 Digitale Kunst
wie können wir darauf achten, dass lokale leute, die in etwa
- die internationalen abläufe in medienkunst  WIE AUCH
- einen gutteil unserer player kennen UND
- für die philosophie von netznetz grundsätzlich eintreten?

durch aktive personenvorschläge!

internationale juryleute arbeiten selten aktiv mit und sind teuer und lähmen
die arbeit oft mehr als dass sie sie intensivieren, aber egal: die eine oder
den anderen trotzdem zu finden wäre aber sicher möglich!
Ein budget dafür gibts bisher nicht extra, was eines der validen argumente
zur erhöhung dieses budgetteiles wäre
größere anträge müssten übrigens dann auch mit englischer kurzfassung
abgegeben werden, aber das halte ich - auf dauer - für einen vorteil auch
für die anträgerInnen

-------------
180.000 Digitale Kultur
da fällt mir nicht viel ein, außer, dass mehr geld richtig wäre ...
die Trennung von Kunst und Kultur ist mir gegenüber von einigen
KünstlerInnen im letzten jahr gefordert worden, es wird ihnen, die
sich, und nicht ohne grund, als letzursache des netznetz-budgets ansehen,
auch mehr geld einbringen. Kulturell halte ich es für einen rückschritt,
aber keinen tödlichen.

---------
Adminbudget: 
durch den wegfall der citygrants und nur 20.000 für den ganzen rest
werden wir handlungsunfähig, eine eigene webplatform zu programmieren,
die koordination und einzelrollen zu bezahlen usf.
das sollte 15.000 -25.000  erhöht werden, OHNE andere budgetteile
zu belasten.

---------
Validierung: 
Die Organisation unserer Selbstverwaltung sollte endlich klarer getrennt
werden von der Validierung derer, die zum Ansuchen für Förderung berechtigt
sind. Das gehört aber auf unsere todo-liste für anfang nächstes jahr, die
stadt hat damit nichts zu tun, außer, dass wir unseren handlungsspielraum
dafür nicht mit stadtvorschlägen und einem fast inexistenten adminbudget,
von dem auch - aufgrund der ohne warnung erfolgten stadtvorschläge -
bei der letzten wahl ein guter teil der projektförderung zugeschlagen  wurde
verlieren dürfen.

---

soweit, wie gesagt, die minimalforderungen, soweit sie mir
einfallen. die vorschläge mit der Konvention sind noch zu vage,
da werde ich meinen eigenen kriterien von oben nicht gerecht, sie
sind nicht formal genug und noch nicht im gewebe der AC und der
juryfunktionen und der zwei laufzeitjahre und der anderen budgets
argumentiert ...

ich wiederhole nochmals meine ansage vom Mittwoch:

die einzig richtige antwort auf stil und inhalt des vorgehens
der stadt wäre ein boykott - für den ist aber die "community"
zu selbstgeschwächt oder klein - und noch mehr droht verloren
zu gehen, obwohl erst das dritte jahr und die 5. vergabesequenz
ins haus steht, wenn wir nicht zu klaren änderungsvorschlägen
fähig sind. 

man lässt uns deutlich spüren, dass wir in diesem zustand
wenig spielraum haben. geradezu unfair, aber so ist es, es ist
sehr real. nutzen wir das. andernfalls würde ich tatsächlich
nur einen boykott sinnvoll finden. wer hätte dafür eine
schnell gangbare strategie? (ja, da ist rhetorisch gefragt)

bin jetzt auch extra gespannt, wie die beweggründe für die modelldetails
vonseiten der stadt angegeben werden ...

"MA 7?" - "Treffer, noch nicht versenkt!"

antworten wir!

so long, 

leo

> Betreff: Re: [netznetz.net] Outcome - Diskussionstreffen 14.11.
 
> schiff ahoi,
 
> das papier ist etwas zahnlos (gemessen an der unverschämtheit, die sich
> die stadt erlaubt), eine praktikable verhandlungsbasis
> (neuverhandlungsbasis mit der stadt) ist darin zu erblicken.
> nicht zuletzt spiegelt das papier in gewisser weise das bei der
> diskussion erarbeitete wieder, und das ist:
> 1. abdrehen der selbstverwaltung und selbstbestimmung der wr.
> netzkulturen kommt überhaupt nicht in frage.
> 2. erhöhung des budgets ist dringend erforderlich
> 3. die durch allgemeine wahlen herbeigeführten netznetz -
> förderentscheidungen sind zu 80-90 %  als richtig anerkannt. (man kann
> doch nicht permanent die blödheiten, die ab und zu passieren, z.b.
> irgendwelche nonameprojekte, als masseinheit für das ganze nehmen.)
> 4. die aus der letzten wahl hervorgegangene fördereentscheidung ist von
> fassl-vogler zu akzeptieren. (es wäre gut, wenn jene projekte, die aus
> fassl-voglers "wahlkorrektur" profitieren, diesen, vom hegemon
> zugesprochenen vorteil ablehnen würden. - fassl-vogler hätte aus ihrem
> eigenen budget, das sie etwas vorschnell ausgegeben hat, die möglichkeit
> gehabt, nach ihrem gusto korrigierend einzugreifen, aber nicht mit den
> budgetmitteln, die zur verteilung durch die community bereitstanden).
> 
> kritisches (IMHO):
> für eine zukunft von netznetz halte ich es für erforderlich, dass in
> diesem game auch die spielregeln eingehalten werden:
> bei der ersten fördervergabe z.b. stand in den spielregeln, dass die,
> die geld bekommen, ein netzkulturelles projekt davon finanzieren müssen
> und die gesamte netzkulturszene zur präsentation einladen müssen -
> bisher nur in  wenigen einzelfällen passiert.
> es gab auch beschlüsse, dass die "trusties" ihre entscheidungen
> begründen müssen - wo kann ich das nachlesen?
> und - und - und - - -
> 
> was bei der diskussion noch bemerkenswert war:
> 1. selbstheroisierung, besonders am anfang der diskussion.
> 2. kaum jemand ist bereit, andere zu ende sprechen zu lassen - dadurch
> verliert die diskussion rapide an artumentativem wert.
> 3. leider immer noch zu viele induktive schlüsse - was z.b. für
> "einrichtung a" gut ist, kann für ein anderes projekt der tod sein.
> wenn eine einrichtung sich aus den mitteln der user finanziert, ist das
> ein einrichtungs-projekt, das notwendigerweise kundenspezifisch
> ausgerichtet ist (z.b. lo-res).
> nicht jede einrichtung kann und will sich ausschliesslich
> kundenspezifisch orientieren.   einrichtungen, die wissenschafts-oder
> kunstorientiert sind, lassen sich ( besonders unter dem, von allen
> befürworteten dogma des freien zugangs zu kultur, kunst und
> wissenschaft) _nicht_ ohne förderungen durchziehen. (eigentlich eine
> binsenweisheit)
> 
> netznetz-fazit in nackten zahlen: ca. 400 wahlberechtigte, ca. 280
> wählerInnen bei der letzten wahl,  ca . 30 leute beim letzten
> diskussionstreffen, davon max 10, die konstruktiv arbeiten wollen, davon
> 2, die wirklich ideenreich gearbeitet haben. -
> 
> das ist zu dünn und ist mehr die demonstration des desinteresses, als
> die sichtbarmachung der szene, besonders in einer situation, wie dieser,
> wo die stadt die keule schwingt und alles niederstampft, was entwickelt
> wurde.
> 
> fickt mailath
> 
> christoph
> 
> - wechselstrom -
> 
> 
> 
> 
> 
> 
> 
> 
> 
> 
> 
> 
> kaos schrieb:
>> Liebe alle!
>> 
>> Anbei das Paper, das das Resultat des Arbeitstreffens am 14.11.
>> widerspiegelt. Bitte um Kommentare/ErgÀnzungen.
>> Leider waren wir nicht der LAge, in den angedachten thematischen Gruppen
>> zu arbeiten, sondern haben hauptsÀchlich den am Montag von der MA7
>> vorgelegten Fahrplan ab 2008 diskutiert.
>> 
>> Sybille Straubinger hat schriftlich bestÀtigt, dass der NetzNetz-Akt nicht
>> vor Dezember im Gemeinderat behandelt wird.
>> 
>> Liebe GrÃπsse,
>> 
>> Sari+Valie
>> ------------------------------------------------------------------------
>> 
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>> netznetz.net mailing list
>> [email protected]
>> http://listen.esel.at/mailman/listinfo/liste
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