On Do, 31.01.2008, 10:20, wechselstrom - christoph theiler wrote: > die geburtsstunde der medienkunst liegt weniger in der erfindung der > fotografie sondern mehr bei malevitsch schwarzem quadrat oder duchamps > urinal.
Ich dachte bei den französischen Enzyklopädisten, Leibniz inklusive. > ich habe beide kunstwerke gesehen, und ich kann dir versichern, sie sind > völlig unspektakulär - dazu kommt, dass das urinal gar nicht mehr im > original existiert, sondern nur noch remakes (10 stück wurden auf > vorrat angefertigt incl. der (gefälschten?) signatur des künstlers: r. > murr, was wiederum duchamps pseudonym war). Zum Verhältnis Original/Kopie wäre noch ergänzend anzumerken, dass die Kopie natürlich gegenüber dem Original weitaus grössere Eigenständigkeit, echte Lebendigkeit, ich möchte fast schreiben: Charakter hat. > und was das schwarze quadrat betrifft: so etwas kann jeder anfänger malen. > das medium farbe kann es also nicht sein, was malevichs bild > spektakulär macht. Kunsthistorisch betrachtet ist das Schwarze Quadrat selbstverständlich weniger Bild als Sujet, das war ja überaus beliebt dazumals. Mir persönlich gefällt das Schwarze Quadrat von Alexander Rodtschenko am besten. Ciao, Stefan _______________________________________________ netznetz.net mailing list [email protected] http://listen.esel.at/mailman/listinfo/liste
