Hallo Jörg,

Du schaffst es schon wieder, Mails so zu zitieren, dass der Inhalt quasi ins Gegenteil verkehrt wird. Wie schon auf in anderen Teilbereichen von de.OOo wird dadurch das Engagement von interessierten Mitstreitern auf ein Minimum reduziert - aber das scheint Dich nicht zu kümmern: Hauptsache, Du hattest Recht!

Jörg Schmidt schrieb:
Hallo Bernhard,

Bernhard Dippold schrieb:
Gegen eine solche Ergänzung spricht aus meiner Sicht nichts - und das
war (und ist jetzt auch nach dem Nachlesen) mein Eindruck von der
damaligen Diskussion.

Wie? Es _war_ Dein Eindruck? Warum postest Du dann überhaupt, wenn Dein
Eindruck war wie meiner - es hätte dann ein Kurzes 'ich denke Jörg hat
recht' gereicht.

Das ist nicht zu glauben: Was schreibe ich denn die ganze Zeit?

Alle Zitate aus der damaligen Diskussion beinhalteten: Jörg hatte *damals* Recht, als er darauf hinwies, dass wir die 90%-Aussage in der PM nicht mit der Quelle belegt hatten. Letztendlicher Konsens war aber damals, dass das Zitat (mit Quellenangabe) drin bleiben sollte.

Aber darum ging es mir doch überhaupt nicht. Mir ging es um die Angriffe auf Projektmitglieder, die, wenn ich ihnen nicht widerspreche, von Dir in der nächsten Diskussion als feststehende Tatsache zitiert werden.

Und Du hast NICHT Recht, wenn Du schreibst, dass die 90%-Aussage unsachlich sei. Genauso wenig hast Du das Recht, zu behaupten, das internationale Marketing-Projekt "will bei solchen falschen Behauptungen bleiben".

Diesen Umgang mit Community-Mitgliedern möchte ich mir vehement verbitten (und nur, damit Du jemanden persönlich angreifen kannst: Schau doch mal auf der Mitgliederseite des internationalen Marketing-Projektes, ob Du da Namen findest, die Du kennst!)

Hast Du vielleicht jetzt den Unterschied verstanden?

Das liest sich dann so (Ich weiß, das ist nicht Deine Absicht
- aber das
ändert nichts an der Aussage für "unvoreingenommene Leser"):

- Das internationale Marketing von OpenOffice.org lügt und
versucht mit
gefälschten Studien MS Kunden abzugraben.
- Wir (als de-Projekt) haben uns doch schon vor Monaten
entschieden, uns
an diesen "Machenschaften" nicht zu beteiligen.

Hänge es nicht nachträglich höher: es ist eine falsche Aussage - jedoch
ohne 'Machenschaften', Lügen-Behauptungen oder persönliche Anklagen - es
ist gänzlich entbehrlich die Gefahr ihres Eintretens zu erfinden.

1. Die Aussage ist nicht falsch. Oder zumindest nicht falscher als jede Steuerschätzung der Regierung.

2. Wie schon oben geschrieben: DU hast dem internationalen Marketing diese Sachen unterstellt - ich erfinde hier gar nichts!

Wenn ich schreibe: 3+4=8 *ist* das eine falsche Behauptung. Das kann mir
dann jederzeit auch so gesagt werden ohne das bei mir der Verdacht
aufkäme das mit 'falscher Behauptung' versucht würde zu unterstellen ich
plane eine allgemeine Verschwörung gegen die Mathematik als Solche.

Dieser Vergleich hinkt so sehr, dass Du gut hättest darauf verzichten können. Deine Addition ist nicht mit einer Studie vergleichbar, deren Ergebnis von offizieller Regierungsstelle veröffentlicht wurde.

Und "falsche Behauptungen" kommt von Dir - bezogen auf die Arbeit des internationalen Projektes.

Ich habe hier ruhig eine Kritik vorgetragen, die nach Faktenlage
berechtigt war und glaube (im Gegensatz zu Dir(*)) nicht das Kritik an
Dingen die das Projekt betreffen oder dem Projekt selbst (zu dem auch
ich gehöre und mir damit sogar einen Teil der Kritik selbst zuweise)
überflüssig oder unzulässig ist - im Konkreten ganz im Gegenteil, denn
meine Kritik zielte auf die Veränderung einer Aussage die ich für das
Projekt nicht für günstig halte.

Ruhig - ja

berechtigt nach Faktenlage - nur bezogen auf die Formulierung (=Verallgemeinerung). Für den speziellen Fall (Berechnung der Migrationskosten für Massachussetts) ist sie in meinen Augen weiterhin unberechtigt.

Wenn Deine Kritik wirklich NUR auf die Veränderung der Aussage für die deutschsprachige Kampagne zielte, dann hättest Du Dir die vehemente Kritik am internationalen Marketing schenken können - und wir hätten uns einfach an die Arbeit gemacht.

Aber nein - Du kritisierst um der Kritik willen, nicht um etwas zu bewirken. (Oder weshalb bringst Du jetzt wieder meine Aussage aus einem ganz anderen Zusammenhang hier aufs Tapet? Doch nur, um meine Position zu schwächen - nicht, um zu einem Ergebnis zu kommen).



Ich denke, wir gehen von den gleichen Voraussetzungen aus
(wobei ich die
90% immer als "bis zu" interpretiert habe)

Ich halte "bis zu 90%" für eine Aussage die man treffen kann wenn es
denn sein muß, nur halte ich die trotzdem nicht für ideal. Denn was
spricht denn nun gerade für 90%, eigentlich nichts Konkretes wenn es um
eine Maximalgrenze geht - als 'üblicher' oder 'relevanter' Wert können
90% hingegen nicht gelten.

Aber als Ergebnis einer Berechnung. In Massachussetts hat die Berechnung ergeben, dass der Umstieg auf MSO 2007 50 Mio und der auf OOo2 5 Mio Dollar kostet. Das sind einfach 90% - keine 75 oder 27 oder sonst eine Zahl.

Meiner Meinung nach könnte man das in einem Halbsatz erklären "Massachussetts berechnete eine 90%ige Kostenersparnis" - dann kann sich jeder seinen Teil denken ("Na - wieviel wird es denn bei mir sein?").

Zumal diese Kostenfragen IMHO auch weniger relevant gesehen werden und
Unternehmen zunehmend auch  strategische Gründe für
OpenSource-Migrationen sehen. Diese Unternehmen sind sozusagen schon
schlauer als unser Marketing, denn wo wir noch viel zu viel über Kosten
reden denken diese in Kategorien von Vorteilen die im Kern von OSS
wurzeln.

Sicher, diese Unternehmen gibt es. Aber ob diese auch die Zielgruppe dieser Marketing-Strategie sind, wage ich zu bezweifeln.

Ich bin sicher, dass es viel mehr Unternehmen gibt, die sich über die immensen Kosten für das Update auf MSO 2007 ärgern. Nur wenn wir bei denen das Bewusstsein wecken, dass es eine Alternative gibt, besteht die Möglichkeit, dass sie sich auch mit den Hintergründen von OSS auseinander setzen.

Aber ich bin kein Marketing-Experte, deshalb bin ich ja wohl noch dümmer als unser Marketing.




Gruß
Jörg


(*)
"Kritiker brauchen wir (als OOo-Projekt) meiner persönlichen Meinung
nach
nicht."

siehe:
http://de.openoffice.org/servlets/ReadMsg?list=dev&msgNo=31231

Spitze - genau solche Zitate bringen uns wirklich voran!

Ich stehe (auch wenn ich diese Aussage sicherlich besser hätte formulieren können) auch heute noch dazu: Wir brauchen keine Kritiker, die *um der Kritik willen* kritisieren. Was wir brauchen, sind Menschen mit Ideen und Verbesserungsvorschlägen.

Aber bei Dir verschwinden die Vorschläge so weit hinter den Vorwürfen, dass man tief graben muss, um sie herauszufinden.

So - mir reicht's erstmal.

Gruß

Bernhard

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