Am 26.03.12 13:39, schrieb Jörg Schmidt:
> RA Stehmann schrieb:
>> Jörg Schmidt schrieb:
>>
>>> Über die spezielle Frage der Update-Situation unter Linux
>> weiß ich persönlich
>>> nichts, da ich mich mit Linux nicht sonderlich auskenne,
>> sollten jedoch unter
>>> Linux IRGENDWELCHE Programme einfach so gegen irgendwelche
>> anderen Programme
>>> ausgetauscht werden, fänd ich das falsch und dabei spielt
>> es keine Rolle um welche
>>> Programme es dabei geht.
>>>
>> Also das wird gerade auch im speziellen Falle LO / OOo
>> gemacht.
> Ist das nun wirklich so oder ist es nicht so? Ich frage weil ich Linux nur
> selten
> nutze und es mich unverhältnismäßig viel Zeit kosten würde das ganze zu
> Testen.
>
> Nochmals konkret:
>
> Es geht mit NICHT darum das Linux-Distributoren inzwischen LO bevorzugen mögen
> (zumal diese ja OOo kaum jemals benutzt haben, sondern auch in der
> Vergangenheit
> eher go-oo verwendeten), sondern es geht mir um den von David beschriebenen
> Fall
> (bzw. soll David das genannt haben, ich selbst kenne die Orginalquelle nicht):
>
> Ist es richtig, das wenn ich eine Linux-Distribution mit OOo habe (also
> faktisch
> eine ältere Distribution) und diese Distribution selber nicht update (also
> _nicht_
> z.B. SUSE 11.x auf SUSE 12.x update), sondern quasi nur enthaltene Programme
> update das dann, ohne Rückfrage/Information, OOo durch LO ersetzt wird?
Also unter Ubuntu ist das so, du updatest OOo, und kriegst LO dafür,
ohne irgendeine Meldung, und unter SUSE ist es Benutzern zu Folge das
selbe.
>> hat dies einen einfachen nachvollziehbaren Grund:
>>
>> Die Distributionen haben nicht genug Maintainer, um zwei
>> Paketbündel vom
>> Umfange von OOo bzw. LO zu pflegen.
> Solange der Nutzer darüber informiert wird, habe ich da keine Bedenken oder
> Kritik, sollte das Ganze jedoch stillschweigend geschehen ist es ein absolutes
> Ausschlußkriterium zu dieserlei Distributionen noch in irgendeiner Weise mehr
> Vertrauen zu haben als zu z.B. MS Windows <PUNKT>.
>
>> Niemand ist jedoch gehindert, die Distributionsversion von seinem
>> Rechner zu entfernen und die Projektversion von OOo bzw. AOO zu
>> installieren, was aber ein wenig mehr Kenntnisse voraussetzt,
>> die jedoch
>> auch schon in der Vergangenheit in unserer Installationsanleitung
>> vermittelt worden sind.
> Ist das so? Oder muß es uns erfreuen?
> Oder ist es nicht genau dasselbe Argument ('jeder kann Internet Explorer durch
> einen Browser seiner Wahl ersetzen') ständig um die Ohren gehauen wird als
> Beleg
> dafür wie MS seine Position ausnutzt?
>
> Ich bin kein Linux-Experte, aber ich werde dann doch hellhörig wenn ich merke
> das
> man mir ein X für ein U vormachen will und auf quasi allen Linux-Systemen der
> Welt
> es immer Gang und Gebe und nie ein Problem war, für jede Aufgabe gleich meist
> mehrere Programme anzubieten (mit der Begründung das das die Freiheit des
> Nutzers
> stärke, weil er dann selbst wählen kann), das dieses Prinzip aber nun
> scheinbar
> ausschließlich für LO/OOo außer Kraft gesetzt wird.
Na ja, einige der Distros versuchen es wohl schon zu lenken. Man darf
nicht vergessen, die Linux distros können da nicht unparteiisch sein.
Red Hat, Novell, Canonical (Ubuntu), Debian, alle bei LibO. Logisch
haben die kein interesse, dass da wieder ein AOO drin landet. Allerdings
glaube ich nicht, dass sie sich damit auf Dauer durchsetzen werden.
Spätestens wenn Firmenkunden von Novell/Red Hat AOO wollen, dürfte sich
das ändern. Und bei Debian gibt es zwei interessierte aus dem OOo
Projekt die das Packetieren möchten. Der Wind der den Leuten entgegen
schlägt, ist allerdings alles andere als fein. Auch die Aussage von
Björn Michelson (Canonical) ist ziemlich eindeutig. Ihr könnt jeder zeit
OOo als eine PPA (Private Package Archive) offerieren. Als man ihm
antwortete, dass man nicht in PPA sondern in das offizielle Repository
will, meinte er: "Da müsse man erst über das PPA gehen, und beweisen,
dass die Qualität stimmt, und dass genügend Leute das Produkt auch wollen."
Einige Maintainer sehen tatsächlich grössere Probleme wenn OOo und LO
gleichzeitig in den Repos sind. Komischerweise hat Free BSD keine solche
Probleme, und selbst wenn ich mich unter linux nicht so gut auskenne,
kann ich mir nicht vorstellen warum das nicht möglich sein sollte.
Kurz, die Distros mögen AOO nicht, was ich irgendwie auch verstehen
kann. Ich persönlich fühle mich auf einem Linux übrigens viel weniger
Frei als auf einem Mac oder einem Windows. Solange es auf Linux keine
einfache Möglichkeit gibt, Software von dritten einfach zu installieren
hat es meines Erachtens als Desktop System kaum eine Chance. Deswegen
bleibt Linux für mich auch in Zukunft ein Server System.
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